Das beeindruckende Siegesdenkmal wurde in Folge des Ersten Weltkriegs anlĂ€sslich der Annexion SĂŒdtirols durch Italien errichtet. Der Triumphbogen wurde im Auftrag des totalitĂ€ren Diktators Benito Mussolini gebaut und ist ein hervorragendes Beispiel fĂŒr die faschistische Architektur Italiens. Im Inneren der Struktur befindet sich eine Dauerausstellung, die ĂŒber die Italianisierung SĂŒdtirols und eine Zeit informiert, in der die deutsche Sprache und Kultur unterdrĂŒckt wurden.
Entdecken Sie die interessante Geschichte des Denkmals, das im Jahr 1928 eingeweiht wurde. Der Bogen bleibt bei den deutschen und italienischen Gruppen in der Region umstritten. Viele Jahre lang wurde der Zugang zu dem Bauwerk unterbunden und so ist es erst seit 2014 wieder fĂŒr die Ăffentlichkeit zugĂ€nglich.
Achten Sie auf die imposanten SĂ€ulen und die geraden Kanten, die fĂŒr die faschistische Bauweise typisch sind. Das Siegesdenkmal besteht aus Zandobbio-Marmor aus Bergamo. Die lateinische Inschrift auf der Fassade bedeutet sinngemĂ€Ă: âHier stehe, du Zeichen, an den Grenzen des Vaterlandes. Hierhin brachten wir den Anderen Sprache, Gesetze und Kultur.â Ăber der Inschrift befindet sich das Abbild eines schwebenden Engels. Das Denkmal mit den WĂ€ldern und Bergen SĂŒdtirols im Hintergrund ist ein schönes Fotomotiv.
Durchstöbern Sie die Ausstellung BZ â18-â45im Inneren des Denkmals. Die AusstellungsstĂŒcke dokumentieren die versuchte Italianisierung der Region und die Spannungen, die die gegensĂ€tzlichen politischen Ideologien und unterschiedlichen Sprachen unweigerlich hervorriefen.
Die RasenflĂ€chen auf dem Siegesplatz laden dazu ein, die vom Stadtrundgang mĂŒden Beine eine Weile auszustrecken. Als Zeichen der Versöhnung wollte der Stadtrat den Namen zu Friedensplatz Ă€ndern, im Rahmen eines Referendums entschied die Mehrheit sich aber fĂŒr eine Beibehaltung des kontroversen, ursprĂŒnglichen Namens. Jeden Samstag wird hier der berĂŒhmten Wochenmarkt abgehalten.
Das Siegesdenkmal befindet sich westlich der Altstadt und sĂŒdlich des Parco Petrarca. Vom Bahnhof von Bozen aus erreichen Sie es in westlicher Richtung in 15 Gehminuten.






















