Allein der Name Petra entführt schon in eine andere Welt. Die jahrtausendealte Stadt in Jordanien wurde vollständig in Stein gehauen und ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Die eindrucksvolle archäologische Stätte umfasst eine Fläche von 264.000 Quadratmetern im Wadi Musa. Nehmt Euch mehrere Tage Zeit, um das ganze Ausmaß dieser touristischen Hochburg Jordaniens mit ihrer Fülle an atemberaubend schönen antiken Monumenten zu erkunden. Das über 2.000 Jahre alte Schmuckstück der Antike gehört zu den sieben Weltwundern und gilt als eines der besten Sehenswürdigkeiten in Jordanien.

Unbedingt sehenswert sind der "Siq", das Schatzhaus, die Königsgräber, das Theater oder auch die beiden Museen, in denen Ihr Wissenswertes über diesen mythischen Ort erfahren könnt. Folgt dem Reiseführer und entdeckt den Indiana Jones in Euch!

1. Der "Siq"

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Um in die Stadt inmitten der Berge zu gelangen, durchqueren Besucher den "Siq", eine schmale, gewundene Schlucht, die den Eingang zur antiken Stadt Petra bildet.

Ob zu Fuß, mit dem Pferd oder auf einem Kamelrücken: Auf dem Weg durch diese von hohen Klippen umsäumte Schlucht zeigt sich die unglaubliche Schönheit der Landschaft, die je nach Tageszeit in Ocker-, Rosé- oder Rottönen erstrahlt.

Nach etwa 1.200 Metern eröffnet sich den Besuchern der Blick auf den Tempel Khazne al-Firaun, auch unter dem Namen das "Schatzhaus" bekannt.

2. Khazne al-Firaun - das Schatzhaus

petra_5.jpg?1565263332Dieses Wahrzeichen von Petra ist zweifellos das bekannteste Monument der antiken Stadt der Nabatäer. Sie waren ein arabisches Handelsvolk der Antike, lebten im Süden des heutigen Jordaniens und errichteten Petra als Hauptstadt ihres Königreichs.

Khazne al-Firaun beherbergt das Grab eines Königs, vermutlich von König Aretas IV., der im Jahr 40 n. Chr. gestorben ist. Der Grabtempel mit der verzierten Fassade im hellenistischen Stil ist beinahe 40 Meter hoch und 25 Meter breit.

Sein Name "Khazne al-Firaun" stammt aus der Kultur der Beduinen und bedeutet "Schatzhaus des Pharao". Der Sage nach soll die Urne nämlich Schätze von großem Wert enthalten. Von Plünderungsversuchen erzählen auch die Einschusslöcher.

3. Das Römische Theater

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Der nächste Programmpunkt auf unserer Besichtigungstour ist das Römische Theater, das Quellen zufolge Platz für 3.000 bis 8.500 Personen bot. Es wurde im ersten Jahrhundert nach Christus von den Nabatäern errichtet und in den 1960er-Jahren von einem Team amerikanischer Archäologen bei Ausgrabungen geborgen.

Das Bauwerk im römischen Stil wurde in der Blütezeit der Nabatäer teils gemauert und teils in Stein gehauen. Man kann sich gut die antiken Spektakel vorstellen, die an diesem majestätischen Ort abgehalten wurden.

4. Die Königsgräber

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Ein Muss in Petra sind die antiken Gräber. Die kunstvoll in den Fels gehauenen Motive sind noch heute ein Besuchermagnet.

Hier befinden sich etwa 3.000 Felsmonumente, davon über 600 in Sandstein geschlagene Gräber.

Fünf der zahlreichen Gräbern sind die so genannten Königsgräber, die vermutlich für nabatäische Würdenträger errichtet wurden, darunter das "Urnengrab", das "Korinthische Grab" und das "Grab des Sextius Florentinus".

5. Das Kloster

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Dieses prachtvolle Monument bekommen nur unerschrockene Besucher zu Gesicht - der Aufstieg führt über 800 in den Fels gehauene Stufen. Ad Deir (vom arabischen al-Deir, "das Kloster") ist eines der bekanntesten Bauwerke und das größte der antiken Stadt Petra.Es imponiert mit einer Breite von 45 Metern und einer Höhe von 42 Metern. Ursprünglich als Grab oder Kultstätte errichtet, wurde das Monument in ein Kloster umgewandelt, als das gesamte Reich im 4. Jahrhundert n. Chr. zum Christentum konvertierte.

6. Die Museen von Petra

In der antiken Stadt befinden sich zwei Museen. Das archäologische Museum von Petra erzählt die Geschichte des Ortes und seiner Einwohner von der Zeit der Edomiter bis zur byzantinischen Epoche und zeigt zahlreiche antike Objekte, Werkzeuge und Statuen, die bei archäologischen Ausgrabungen gefunden wurden.

Wer sein Wissen noch vertiefen möchte, ist im nabatäischen Museum von Petra richtig: Dort sind Funde aus der Region ausgestellt, die insbesondere den früheren Reichtum der Stadt und der nabatäischen Kultur belegen.

Wenn Euch die Geschichte dieses Ortes begeistert, solltet Ihr unbedingt eine private Tagesführung in Petra buchen.

7. Der Hohe Opferplatz

Wer diesen Ort besuchen will, braucht Ausdauer: Er liegt nämlich auf einem Berggipfel. Die nabatäische Kultstätte wurde für religiöse Rituale und Opfer zu Ehren der Götter genutzt. Ihr könnt noch zwei Altäre sehen: einen für Tieropfer, den anderen für Opfergaben. Hier weht ein Hauch von Magie und Geschichte - und Ihr habt einen herrlichen Blick über Petra und das ganze Tal.

8. Little Petra oder "Klein-Petra"

"Klein-Petra" ist ebenfalls Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und liegt nur wenige Kilometer vom Hauptort entfernt.

Nach einer wohlverdienten Pause in Eurem Hotel in Petra könnt Ihr in Klein-Petra nabatäische Ruinen erkunden, unter anderem einen Tempel, der architektonisch an Khazne al-Firaun erinnert.

Alternativ könnt Ihr auch erst Klein-Petra besichtigen und Euch schon einmal einen Vorgeschmack auf Petra holen. Und zum Schluss wartet noch "die schönste Aussicht der Welt" auf Euch!

9. Das neolithische Dorf Beidha

Beidha ist eine bedeutende archäologische Fundstätte der Jungsteinzeit, einige Kilometer nördlich von Petra in der Nähe von Siq al-Barid und Klein-Petra. Die ersten Menschen ließen sich hier bereits im 7. Jahrtausend vor Christus nieder.

Das neolithische Dorf Beidha ist vermutlich eines der ältesten der Welt. Zu besichtigen gibt es dort Überreste von Wohnhäusern und Grabstätten.

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Petra bei Nacht. Bildnachweis: F H Mira unter der Lizenz CC BY-SA 2.0

10. "Petra bei Nacht"

Unser letztes Highlight: Besucht die antike Stadt Petra bei Einbruch der Dunkelheit, wenn sie von Tausenden Kerzen beleuchtet wird. Bei diesem einmaligen Erlebnis werdet Ihr ein ganz anderes Gesicht der Felsenstadt kennenlernen!

Erst geht es durch den beinahe mystisch strahlenden "Siq", dann könnt Ihr vor dem "Schatzhaus" die Atmosphäre dieser antiken Stadt bei Nacht genießen. Kultstätte, Nekropole, Handelsstadt: Petra zeigt interessierten Besuchern ihre tausend Gesichter.

Im Abendland war diese Stadt mitten in der jordanischen Wüste viele Jahrhunderte lang in Vergessenheit geraten. Bis heute ist das Freilichtmuseum jedoch ein Zeugnis des Reichtums eines untergegangenen Königreichs. Und dennoch behält sie ihren mysteriösen Charakter, denn zahlreiche Ruinen sind bis heute noch nicht ausgegraben. Petra, die "leuchtend rote" Stadt, wird wohl noch viele weitere Geheimnisse enthüllen!

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