Faszinierende antike Ruinen, Naturlandschaften wie aus einer anderen Welt und einzigartige Erlebnisse - dies sind nur ein paar Gründe, warum sich Jordanien rasant zu einem beliebten Reiseziel entwickelt. Das Land hat viele Sehenswürdigkeiten vorzuweisen. Hier sind unsere Favoriten.

Petra

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_Foto von Andrea Leopardi auf Unsplash_Diese Liste kann nur mit der antiken Felsenstadt Petra beginnen - bei einer Reise nach Jordanien ist sie ein absolutes Muss. Sie wurde von den Nabatäern gegründet und ist der wahrgewordene Traum eines jeden Fotografen - schon der erste Eindruck ist schlichtweg überwältigend.

Den Eingang zur Petra bildet der Siq, eine tiefe Felsschlucht, die Euch nach einem Fußmarsch von über einem Kilometer zur wohl berühmtesten Sehenswürdigkeit der Stätte führt: der Schatzkammer.

Es wird Euch schwerfallen, den Blick von den Säulen abzuwenden, die direkt in die rosafarbenen Sandsteinfelsen gehauen wurden, doch es gibt noch so viel mehr zu sehen.

Besucher dürfen sich auf die Königswand, ein Theater mit Platz für 8.000 Zuschauer sowie die Überreste des Großen Tempels freuen. Es lohnt sich auch, zu Fuß das Kloster Ad Deir zu besichtigen oder das Schatzhaus des Pharao vom Wanderweg Al-Khubtha aus der Vogelperspektive zu bewundern.

Amman

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_Foto von Ash Lambert auf Unsplash_

Viele Reisende zieht es statt nach Amman direkt aus der Stadt heraus und hin zu den etwas weiter entfernteren Orten auf dieser Liste, doch Ihr solltet die Landeshauptstadt keinesfalls komplett außer Acht lassen. Ein großer Pluspunkt: Hier gibt es zahlreiche großartige Hotels. Amman ist ein multikultureller, lebendiger Hotspot, der sich durch vielfältige Stadtteile und zahlreiche Attraktionen auszeichnet.

Auch wenn Ihr nur einen Tag in Amman verbringt, solltet Ihr unbedingt den Aufstieg auf den Zitadellenhügel wagen, wo Ihr den Herkules-Tempel und den Umayyadischen Palast besichtigen könnt. Außerdem könnt Ihr in einem Theater aus der Römerzeit auf Entdeckungstour gehen oder Euch von den bunten Farben der König-Abdullah-Moschee verzaubern lassen. Wenn Ihr Euer Pensum an Geschichte erfüllt habt, findet Ihr in der näheren Umgebung der Rainbow Street zahlreiche Souvenirgeschäfte und Restaurants, in denen Ihr die Köstlichkeiten Jordaniens probieren könnt.

Gerasa

Wusstet Ihr, dass es in Jordanien einige der besterhaltenen römischen Ruinen außerhalb Italiens zu sehen gibt? Die Römerstadt Gerasa befindet sich ganz in der Nähe von Amman und ist daher für einen Tagestrip von der Hauptstadt aus bestens geeignet.

Gerasa wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. gegründet und hat sich zu einer wichtigen Handelsstadt entwickelt. Die Architektur der Stadt zeugt von ihrem Reichtum: der eindrucksvolle Hadriansbogen, die Überreste der einst prachtvollen Zeus- und Artemis-Tempel und zwei große Theater.

Die wichtigste Attraktion jedoch ist zweifelsohne das Hippodrom von Gerasa, in dem Ihr Euch täglich Inszenierungen der Gladiatorenkämpfe und Wagenrennen ansehen könnt.

Das Tote Meer

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_Foto von Avi Naim auf Unsplash_

Das Tote Meer ist mit 430 Metern unter dem Meeresspiegel der tiefste Punkt der Erdoberfläche. Diese Tatsache und das unvergleichliche Gefühl, schwerelos auf dem himmelblauen Wasser zu treiben, machen es leicht nachvollziehbar, warum das Tote Meer zu den erlebenswertesten Highlights Jordaniens zählt.

Der hohe Salzgehalt wird bereits seit langem in einem Atemzug mit bester Gesundheit genannt und zieht Reisende aus nah und fern an, die sich von ihren körperlichen Beschwerden befreien wollen. Ob Ihr Euch also in einem der nahe gelegenen Spas einer luxuriösen Behandlung hingeben oder einfach auf dem Wasser treiben möchtet - einen Tag am Toten Meer werdet Ihr noch lange in Erinnerung behalten.

Königsstraße

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_Foto von Julien Lavallée auf Unsplash_

Ihr werdet nicht oft die Gelegenheit haben, von Eurem Roadtrip auf einer 5.000 Jahre alten Straße zu erzählen. Auf der Königsstraße von Jordanien bekommt Ihr genau das geboten. Sie ist 384 Kilometer lang und als die Panoramastraße zwischen Amman und Petra bekannt.

Hinzu kommt, dass das Benzin hier preiswert ist und Ihr insbesondere auf dem Königsweg überall anhalten könnt, wo Ihr möchtet - genug Gründe, sich in Jordanien einen Mietwagen zu nehmen.

Denn es gibt viel zu sehen: die Kreuzfahrerburgen Kerak und Shoubak, die historischen Ruinen von Umm er-Rasas und den Berg Nebo, wo Moses der Legende nach das Gelobte Land erblickte.

Es gibt bestimmt schnellere Wege nach Petra, aber auf der Königsstraße erlebt Ihr die wunderschöne Natur Jordaniens in all ihren Facetten - von Wüstenebenen bis hin zu unglaublich tiefen Felsschluchten.

Die Mosaikkarte von Madaba

Die Mosaikkarte von Madaba ist ein wahres Schmuckstück und befindet sich in der Kirche St. Georg in Madaba. Richtet Eure Augen beim Betreten der Kirche unbedingt auf den Boden, in den die Karte teilweise eingearbeitet wurde. Sie besteht aus zwei Millionen Gesteinsstücken und ist die älteste geographische Darstellung der Umgebung, einschließlich des Heiligen Landes.

Die Detailgenauigkeit der Karte ist erstaunlich: Zwischen regionalen Sehenswürdigkeiten tummeln sich Tiere in bunten Farben. Das Mosaik stammt aus dem 6. Jahrhundert n. Chr., wurde aber erst 1884 bei Renovierungsarbeiten des Kirchenbodens freigelegt. Es ist eine äußerst bedeutende historische Entdeckung und gleichzeitig ein Zeugnis für Orte, die jahrhundertelang gar nicht bekannt waren.

Wadi Rum

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_Foto von Andrea Leopardi auf Unsplash_

Wadi Rum liegt im Süden und ist auch als das Tal des Mondes bekannt. Sieht man sich die Landschaft an, wird der Grund hierfür schnell offensichtlich. Sie ist mit markanten Gesteinsformationen, der Schwerkraft trotzenden Felsbrücken und hoch aufragenden Dünen durchzogen.

Zudem dürfen sich Besucher auf 4.000 Jahre alte Felsinschriften oder eine Wanderung auf den Dschabal Ram freuen, Jordaniens höchsten Berg.

Um das ganze Wadi Rum zu erforschen, benötigt Ihr ein Fahrzeug mit Allradantrieb, aber fürs Erste reicht Euch vielleicht ein Auto, das Ihr im Besucherzentrum mieten könnt.

Wenn Ihr Eure Zeit im Wadi Rum noch etwas intensiver gestalten möchtet und auch etwas über ihre Bewohner erfahren möchtet, empfehlen wir eine Nacht unter den Sternen in einem Beduinenlager.

Die heißen Quellen von Ma'in

Wenn Euer Bedürfnis nach Entspannung beim Baden im Toten Meer noch nicht gestillt wurde, sind die nahe gelegenen heißen Quellen von Ma'in bestimmt genau das Richtige für Euch.

Heiße Quellen gibt es überall auf der Welt; unter einem heißen Wasserfall zu sitzen ist dagegen schon etwas außergewöhnlicher. Die meisten wählen für ihren Besuch der Natursteinbecken und Wasserfälle das gleichnamige Resort. Ein etwas privateres Erlebnis wird Euch geboten, wenn Ihr eine Behandlung im Spa bucht, das mit eigenen Pools und Wasserfällen aufwartet.

Dieser Teil Jordaniens zieht seit Jahrtausenden zahlreiche Besucher an, da dem mineralhaltigen Wasser der heißen Quellen von Ma'in eine heilende Wirkung nachgesagt wird. Doch Vorsicht ist geboten: Das Wasser ist zwischen 45 und 63 Grad Celsius heiß!

Biosphärenreservat Dana

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_Foto von Yuliya Kosolapova auf Unsplash_

Wer sich etwas abseits der Touristenmassen bewegen will, bei dem sollte ein Besuch des Biosphärenreservats Dana auf dem Programm stehen. Es ist das größte Naturschutzgebiet Jordaniens und die beste Möglichkeit, die heimische Tier- und Pflanzenwelt kennenzulernen.

Ihr könnt zudem zwischen verschiedenen Wander- und Mountainbike-Strecken wählen, die Ihr innerhalb von zwei Stunden oder mehreren Tagen bewältigen könnt. Dieses bergige Gelände des Reservats ist ein Teil des Jordantals, das sich bis zum afrikanischen Kontinent erstreckt.

Wenn wandern nicht zu Euren Lieblingsaktivitäten zählt, könnt Ihr Euch ein Dorf aus dem 15. Jahrhundert ansehen, das eine traditionelle Handwerksgemeinde beherbergt und einige der besten Ausblicke auf die Umgebung bietet.

Akaba

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_Foto von Yuliya Kosolapova auf_ Unsplash

Nach all den staubigen Expeditionen und Wüstenmärschen sollte kein Abenteuer in Jordanien enden, ohne auch ein paar Tage an der Küste des Roten Meeres verbracht zu haben. Ein Kurzurlaub in Akaba ist eine tolle Möglichkeit zum Entspannen, da die Hafenstadt Unterkünfte für jedes Budget bietet.

Akaba ist dank der atemberaubenden Korallenriffe ein Hotspot für Wassersportarten wie Schnorcheln und Sporttauchen. Alle, die vom Sightseeing noch nicht genug haben, können sich noch die Ruinen der frühen islamischen Stadt Ayla und die Mameluckenburg aus dem 16. Jahrhundert ansehen.

Allen anderen sei es empfohlen, einfach die Atmosphäre von Akaba mit ihren weitläufigen Souks, ihrem vielseitigen Nachtleben und den langen Sandstränden zu genießen. Die Stadt wird Euch Stück für Stück in ihren Bann ziehen und Ihr könntet dazu verleitet werden, Euren Aufenthalt um ein oder zwei Nächte zu verlängern.

Seid Ihr schon mal in Jordanien gewesen? Welche Orte muss man Eurer Meinung nach unbedingt gesehen haben?