Wolfer Kloster

Auf dem Göckelsberg befindet sich die Ruine einer der ältesten Pfarrkirchen im Moseltal. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Liebfrauenkirche im Jahr 1255. Sie wurde auf den Mauerresten einer spätrömischen Höhenbefestigung erbaut. Die Grafschaft Sponheim stiftete für die Kirche mehrere Altäre, unter anderem den Johannisaltar. Johann III. von Sponheim schenkte diesen Altar und kam oft zur Kirche, denn er wohnte in der Grevenburg, die ebenfalls auf Traben Trarbacher Gemarkung steht. Dank der großzügigen Sponheimer verfügte die Kirche über genügend finanzielle Mittel, um neben dem Priester auch noch fünf Altaristen anzustellen. Da die Geistlichen in Streit gerieten, wurde die Kirche 1478 an die Windesheimer Kongregation übergeben und zum Filialort der Brüder vom Gemeinsamen Leben.

Diese bauten das Kloster weiter aus. Es wurde durch in den Fels geschlagene Kellergebäude erweitert, erhielt weitere Klostergebäude und eine Kapelle. Im Jahr 1560 lösten die Sponheimer Grafen das Kloster auf, weil sie sich zur Reformation bekannten. Das kirchliche Vermögen wurde an Schulen und Kirchen des Herrschaftsgebietes der Hinteren Sponheimer Grafen verteilt. Nach und nach verfiel das Kloster, denn es wurde nicht mehr renoviert und seit dem 17. Jahrhundert sich selbst überlassen. Viele Menschen aus Traben Trabach, insbesondere aus Wolf, nutzten das Gemäuer, um Steine für ihren Hausbau zu gewinnen.

Heute ist die Ruine einsturzgefährdet und kann daher nur noch von außen besichtigt werden. Allerdings führt ein gemütlicher Wanderweg von Wolf hinauf auf den Göckelsberg und das freie Gelände um die Ruine ist bestens für ein Picknick geeignet. Die Tour durch die Weinberge ist einzigartig und unterwegs kann man immer wieder Ausblicke ins Tal und auf die Mosel genießen. Zum Abschluss eines Tages in der Natur laden die Cafés und Restaurants in Wolf zu einem Abstecher ein.

 Adresse

Göckelsberg ,
Traben-Trarbach

 Kontakt

 

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