Nossa Senhora da Monte

Unweit des Klosterkomplexes von Graça befindet sich die Sehenswürdigkeit Nossa Senhora da Monte. Fast noch bekannter als die Kapelle ist die davor gelegene, gleichnamige Aussichtsplattform, von der aus man seinen Blick weit über die portugiesische Hauptstadt schweifen lassen kann.

Die weiß getünchte Kapelle wurde ursprünglich nach der Reconquista 1147 oder, anderen Quellen zufolge, 1243 an einer geschichtsträchtigen Stelle der Stadt Lissabon erbaut: Auf diesem Hügel oberhalb der Stadt wurde angeblich São Gens, der erste hiesige Bischof, im vierten Jahrhundert nach Christus von den Römern gefoltert und dadurch zum christlichen Märtyrer. Die Wallfahrtskirche musste nach ihrer Zerstörung durch das verheerende Erdbeben von 1755 wieder neu errichtet werden. Bis 1921 lebten in dieser Einsiedelei Augustinermönche, die dann in das Kloster Convento de Nossa Senhora da Graça umzogen.

Von außen wie auch von innen wirkt die kleine Kirche eher schlicht, nur der Altarraum ist reich geschmückt. Bemerkenswert ist die aus Holz geschnitzte Weihnachtskrippe an der linken Wand, die aus der Werkstatt Machado de Castros stammt. Einige Azulejos, in den typischen Farben blau und weiß gehalten, erzählen Szenen aus dem Leben der Jungfrau. Ein steinernes Bildnis des Bischofs São Gens befindet sich in Nähe des Eingangs.

Vor der Kirche Nossa Senhora da Monte erstreckt sich eine weite Aussichtsplattform, ein sogenannter Miradouro, von denen es in Lissabon zahlreiche Beispiele gibt. Der Ausblick vom höchsten Punkt Lissabons auf dem Monte de São Gens in Richtung Südwesten ist atemberaubend. Den Besuchern liegt die Innenstadt Lissabons förmlich zu Füßen und man kann bis zum Atlantik über ein Häusermeer und das geschäftige Treiben hinweg sehen. Auch die Burg Castelo de São Jorge präsentiert sich von hier aus von ihrer schönsten Seite.

 Adresse

Largo Monte 50 50,
1170 Lissabon

 Kontakt

 

Kommentare

  • Gast
    „Über sieben Hügeln, denen genauso viel Aussichtspunkte entsprechen und von denen man das wunderbarste Panorama genießen kann…“ beschrieb Fernando Pessoa um 1925 seine Stadt Lissabon. Auch heute haben die miradouros, wie die Aussichtspunkte in portugal genannt werden, immer noch nichts von ihrer Faszination eingebüßt: Von Jung und Alt gleichermaßen frequentiert kann man hier dem bunten Treiben der unteren Stadt entfliehen, sich mit Freunden treffen oder einfach nur die gute Aussicht auf die Stadt genießen. Am höchsten gelegen ist der Miradouro da Nossa Senhora da Monte. Vom Largo da Graça, zu dem man mit der Straßenbahn Nummer 28 gelangt, liegt er noch etwa fünf Gehminuten entfernt.
    vor 12 Jahren
  • Gast
    die Aussicht von Nossa Senhora ist romantisch und eindrucksvoll... vor allem am Sonnenuntergang
    vor 10 Jahren

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