Wer beim Skifahren, Snowboarden, Tourenski gehen oder (Schneeschuh-)Wandern in dieses weiße Ungetüm gerät, sollte sich zunächst klar machen, dass man der Lawine nicht davonfahren kann: Denn die Schneemassen sind schnell - Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h sind möglich.

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Die Basics: das sollte ins Gepäck

Wer in winterlichem Hochgebirge zum Wandern aufbricht, sollte ein Lawinen-Verschütteten-Suchgerät, kurz LVS (Lawinenpiepser), eine Sonde und eine Lawinenschaufel in den Rucksack packen. Auch Biwaksack und Erste-Hilfe-Set gehören ins Gepäck, zudem ist ein Lawinen-Airbag oder ein Lawinenball hilfreich. Und: Nie alleine aufbrechen - am besten immer in einer Gruppe von mindestens drei Personen.

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Ballast loswerden: Arme und Füße befreien

Wenn man trotz aller Vorsichtsmaßnahmen in eine Lawine gerät, sollte man Stöcke und Ski bzw. Snowboard möglichst schnell loswerden. Denn Ski ziehen einen nur tiefer nach unten - und die Arme sollten frei sein, damit man sich mit Kraulbewegungen möglichst lange oben halten kann.

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Einrollen: kompakte Position finden

Kommt die Lawine zum Stehen, ist eine möglichst kompakte Körperhaltung ratsam: Beine anziehen, sowie Hände und Arme vor dem Kopf verschränken. So entsteht vor dem Gesicht ein kleiner Raum zum Atmen. Jetzt gilt es, ruhig zu bleiben, und dem enormen Druck sowie Stille und Dunkelheit zu trotzen. Und zu hoffen, dass innerhalb von 15 bis 30 Minuten Hilfe kommt. Wer Hundegebell hört, sollte Wasser lassen, um schneller gefunden zu werden.