Paar am Strand

Augen auf bei der Länderwahl

Beim Sex erwischt werden ist nie der Hit, je nach Land kann es jedoch wirklich üble Folgen haben. Besonders in vom Islam geprägten Gegenden ist das Risiko hoch. In Malaysia, Dubai, Ägypten und auf den Malediven bedeutet das öffentliche Stelldichein Gefängnis - im schlimmsten Fall bis zu 20 Jahre, Stockschläge inklusive.

In Deutschland ist Sex im Freien zwar legal - aber nur so lange man nicht erwischt und angezeigt wird. Dann muss man selbst hier mit Bußgeld oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr rechnen. In Griechenland und Italien drohen bis zu zwei, in Dänemark bis zu vier und in Rumänien bis zu sieben Jahre Haft.

Auf den Partyinseln Mallorca und Ibiza kann das Vergnügen 75.000 Euro, im FKK-Paradies Kroatien immerhin bis zu 150 Euro kosten.

Entspannt kann man in Bulgarien, Kanada, Norwegen, Schweden, Finnland oder Jamaika zur Sache kommen. Hier gibt es nur Verwarnungen oder geringe Bußgelder - für gleichgeschlechtliche Paare. Homosexuelle müssen in Jamaika ebenfalls mit Gefängnis rechnen. Panik sei trotz all der Strafen aber nicht angebracht, meint Sexpädagoge Jan von 61 Minuten Sex. "Zu Anzeigen kommt es in bekannten Urlaubsparadiesen fast nie. Sonst wäre die Presse voll von solchen Geschichten."

Sex am Strand

Vorbereitung ist das A und O

Eigentlich gibt man sich der Lust ja gerne spontan hin. Gelungener Sex am Strand will aber geplant sein. Die wichtigsten Tipps von Experte Jan: "Kondome sollte man generell aus Deutschland mitbringen. Außerhalb der EU entspricht die Qualität der Kondome oft nicht dem Medizinproduktegesetz. Geliehene Badehandtücher aus den Hotels können zudem die Verbreitung von Pilzinfektionen begünstigen. Also am besten bringt man sein eigenes Handtuch mit. Für Sex am Strand eignet sich ein Laken vermutlich noch besser als ein Handtuch. Je größer die Unterlage, desto größer die Bewegungsfreiheit und desto wahrscheinlicher, dass man den Sand fernhalten kann. Und eine Flasche klares Wasser zum Abspülen hinterher ist auch sinnvoll, damit nirgendwo Sand oder Schmutz kleben bleibt." Und auf einer Karte vorab nach lauschigen Plätzchen in der Umgebung zu suchen kann auch nicht schaden. Stundenlanges Herumirren ist der Lust schließlich nicht förderlich.

Erwartungen anpassen

Laut Expedia Strand Report 2013 wünschen sich 40 Prozent der Deutschen unbedingt Sex im Urlaub. Bevor es am Strand zur Sache geht, ist es jedoch gut, sich ein Stück weit von der Kitsch-Poster-Traumvorstellung zu lösen - um Enttäuschungen zu vermeiden. Denn selbst bestens gerüstet ist das Ganze fast nie ein einziger ekstatischer Rausch.

"Meistens stehen in der Realität Aufregung, Adrenalinkick und Nervenkitzel, die Frage, ob man erwischt wird oder nicht, im Vordergrund und nicht das romantische Erleben. Und alles ist oft ziemlich schnell vorbei", erzählt Jan. "Spaß macht das auch, aber es ist eben mehr Abenteuer als Entspannung. Wer es romantischer möchte, kann ja auch einfach am Strand Kuscheln."

Paar beim Sex am Strand

Die richtige Stellung beziehen

Generell gilt: Sex an Land erfordert zwar mehr Aufwand bei der Platzsuche als das Liebesspiel im Wasser, aber es birgt weniger Risiken. "Das Verhüten mit Kondom ist im Wasser kaum möglich, das Eindringen ist ebenfalls erschwert und das Salz kann zudem an den Schleimhäuten brennen", sagt Jan.

Trockenübungen sind also angesagt. "Für den Sex am Strand selbst empfehlen sich besonders die Reiterstellung, Doggystyle oder Sex im Stehen - alle Stellungen, bei denen die Frau so wenig Bodenkontakt mit dem sandigen Grund hat wie möglich."