Sandburgen sind was für Kinder? Von wegen! Weltweit messen sich Künstler und Bildhauer mit beeindruckenden Sandskulpturen auf Festivals und zeigen, was mit der richtigen Bautechnik alles möglich ist. Der Berliner Bildhauer Ulrich Baentsch (http://www.sandkunst.net) verrät, wie es geht.

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Tipp 1: Den richtigen Sand wählen

Auch, wenn feiner Sand besser aussieht - wer eine richtig tolle Sandskulptur bauen möchte, ist mit etwas gröberem Sand besser beraten. "Mit Strandsand kann man natürlich bauen, doch ist er vom Meer schon ziemlich rundgewaschen. Besser ist Flusssand: Er hat eine eckigere Körnung und hält dadurch besser", so Ulrich Baentsch. In jedem Fall funktioniert am besten nasser Sand. Mischverhältnis: 2/3 Sand zu 1/3 Wasser).

Tipp 2: Die richtige Technik

Zunächst ein Fundament, also den Boden, feststampfen, danach geht's an die Form: "Auf Sandskulpturen-Festivals verwenden wir dafür große Holzschalungen. Der Sand wird dann mit Presslufthammer und Rüttler weiter verdichtet", erklärt der Profi. Übertragen auf die Sandburg gilt das Gleiche: Der Sand, z.B. in einen Eimer ohne Boden gefüllt, muss gut gepresst werden. So wird er maximal verdichtet und kann dann optimal bearbeitet werden.

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Tipp 3: Das richtige Werkzeug

Der Korpus der Burg steht - jetzt kann gestaltet werden. Bei den Werkzeugen habt Ihr die Wahl: "Das weiche Material Sand lässt sich beispielsweise gut mit Maurerspachteln bearbeiten. Doch es kommen die unterschiedlichsten Werkzeuge zum Einsatz", so Ulrich Baentsch. "Beispielsweise auch Pinsel, die den Sand säubern und schleifen." Und was ist Ihr Tipp für alle, die das Sandburgenbauen perfektionieren möchten? "Man muss Geduld haben. Dann kann man die vielfältigsten Dinge schaffen!"

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