Shanghai - die "Stadt über dem Meer", aber auch in früheren Zeiten das "Paris des Ostens". Heute eine der größten Städte der Welt, eine ausgesprochene Industriestadt - früher für die europäischen Mächte ihre wichtigste Handelsstadt in Asien. So wichtig, dass Briten und Franzosen am Ufer des Huangpu Flusses ihre Zelte aufschlugen: Banken, Konsulate, Hotels, Transportunternehmen, das berühmte Customs House, Versicherungen und alles was zum Hochseehandel einst dazugehörte.

Abendliches Pudong mit dem Shanghai Tower
Das Customs House am Bund

Heute ist dieses Ufer, der "Bund", der meistbesuchte Platz in Shanghai, hier kann man noch ermessen, was Shanghai einst war: Die Handelsmetropole für Holland, England und Frankreich, an der kein Weg und kein Schiff vorbeifuhr. Aber auch schon bald eine Weltstadt, die für Luxus und Abenteuer stand. Wenn wir heute abends am Bund staunend stehen und hinüber in das neue Viertel Pudong zum berühmten Shanghai-Tower blicken, so erinnern zwar noch die aufgefädelten herrschaftlichen Bauten an die einstigen Zeiten, ansonsten ist alles anders. Shanghai ist eine übervolle, hypermoderne und hippe chinesische Großstadt geworden, wo alles ein wenig schneller geht. Am Bund dümpeln die Ausflugsboote vorbei, Menschenmassen drängeln sich dort, wo früher Tag und Nacht wichtige Güter gelöscht wurden und nachts nicht immer alles legal zuging.

Am Bund - Pudong Blick
Am Markt

Was sich aber niemals ändern wird: An jeder Straßenecke locken köstliche Verführungen der chinesischen Straßenküche zum Verzehr - oftmals auf den ersten Blick etwas gewagt und ungewohnt.

Straßen - Garküche, immer ganz frisch.

Die breite Einkaufsstraße Nanjing Road führt direkt zum Bund, wer die UBahn nimmt, muss früher aussteigen. Das mit 538 Kilometer lange U-Bahn-Netz ist einfach zu benutzen - auch ohne Chinesisch Kenntnisse. Sogar unterirdisch eingekauft wird hier auf einem der größten hiesigen Märkte, wo es so ziemlich alles gibt.

Unterirdischer U-Bahn Markt

Einkaufsstraße Nanjing Road

25 Millionen Menschen wohnen heute in Shanghai - authentische Viertel gibt es kaum mehr, es überwiegen die Hochhäuser - auch um die Wohnungsnot unter Kontrolle zu bekommen. Fast alle Tempel sind verschwunden, mit Ausnahme etwa des Jing´an Tempel, der mit jeder Sightseeing City Tour in Shanghai angefahren wird. Dort liegt auch das berühmte Huxingting teahouse - ein Pavillion auf einem See, der nur über eine Zickzack-Brücke erreichbar ist. Die ganze Anlage ist eingebettet in eine "nachempfundene" Shanghai-Altstadt mit vielen Shops und Lokalen. Die Reste der Altstadt beherbergen noch den Yu-Garten, einst einer der berühmtesten Gärten in China.

Blumen Tee im Teahouse
Beigabe zum Tee im Teahouse