In Berlin könnt Ihr rund um die Uhr abfeiern und tanzen - theoretisch - denn dazu müsst Ihr erst einmal an den Türstehern vorbei und die sind in der Party- und Technometropole unerbittlich. Die Frauen und Männer am Eingang gelten als die härtesten deutschlandweit.

Vielerorts scheint die Türpolitik willkürlich: Der Einlass ins weltberühmte Berghain gleicht einem Sechser im Lotto und das "Heute nicht" der Türsteher schmerzt besonders, wenn Ihr Euer Hotel in Berlin nur für ein Wochenende gebucht habt. Das muss nicht sein: Feiern in Berlin ist nicht nur im Berghain, Kit Kat Club und Sisyphos möglich.

Es gibt auch viele angesagte und hippe Clubs mit einer entspannten Türpolitik. Wo Ihr Euch nicht stundenlang die Beine in den Bauch steht und in welche zehn Clubs Ihr ohne "Musterung" hineinkommt, erfahrt Ihr hier:

1. Sympathisch und offen - das Polygon

In der einheimischen Szene gehört das ehemalige "Kosmonaut" zu den beliebtesten Clubs der Stadt. Die Betreiber des Elektrotempels in dem rauen Backsteingebäude im Osten geben sich tolerant und offenherzig. Sie lassen fast jeden hinein. Einzige Bedingung: Ihr müsst älter als 21 Jahre sein. Das "erwachsene" Konzept zahlt sich aus! Im Polygon könnt Ihr jenseits von Starallüren und Mainstream Spaß haben und abrocken - so wie es sich für waschechte Berliner gehört.

2. Ritter Butzke - nicht nur für Lokalheros

In diesem Hotspot in Berlin-Kreuzberg könnt Ihr zu Techno und House vom Feinsten abtanzen. Wenn Euch das zu heiß ist, dann bietet der nostalgische Innenhof Rückzugsmöglichkeiten zum Relaxen. Der Club in der Ritterstraße hat ein großes Stammpublikum und eine freundliche Einlassregelung - hier wird niemand, der in Berlin feiern möchte, so schnell abgewiesen.

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3. Prince Charles - Poolpartys in Kreuzberg

In einem ehemaligen Schwimmbecken befindet sich dieser angesagte Kreuzberger-Szeneclub. Im Prince Charles wird sich gerne schick gemacht und zu Hip-Hop oder Elektro-Sound abgetanzt. Das Publikum ist etwas jünger und internationaler. Wenn Ihr lieber Longdrinks und Cocktails als Flaschenbier trinkt, seid Ihr im Prince Charles genau richtig. An der Tür ist der Andrang dementsprechend groß. Doch das Warten lohnt sich, fast alle Partywilligen werden in den atmosphärischen Club in der Prinzenstraße hineingelassen.

4. Birgit & Bier - der Biergartenclub

Am Schleusenufer befindet sich dieser beliebte Biergartenclub. Hier könnt Ihr bereits am Nachmittag Spaß haben und Euch für die Nacht stärken. Auf den Dancefloors wird Musik der 80er- und 90er-Jahre sowie Elektro gespielt. Für die typische und etwas schräge Berlinatmosphäre sorgen ein umgebautes Kinderkarussell, Flipperautomaten und Sofalandschaften. Der Club, der von 16:00 bis 06:00 Uhr morgens offen hat, ist perfekt für alle, die nur kurz in der Hauptstadt verweilen und Little-Berlin in einem Tag erleben möchten.

5. Griessmühle in Neukölln

Berliner Originale versammeln sich gerne in der Griessmühle. In diesem Neuköllner Club, der sich selbst auch als "Mekka für Subkultur" bezeichnet, geht es alternativ und szenig zu - eben genau so wie es sich für Berliner Großstadt-Gören geziemt. In diesen Tanzpalast in der Sonnenallee kommen fast alle rein. Es lohnt sich, bis zum Morgengrauen zu bleiben, denn dann glitzert die Sonne im Wasser der am Kanal gelegenen Griessmühle.

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6. House of Weekend - den Sternen ganz nah

Gute Aussichten verspricht das House of Weekend: Der Club am Alexanderplatz befindet sich in den oberen Stockwerken des Hauses der Reisen und ist nicht nur aufgrund des Blickes von der Dachterrasse bei Berlinbesuchern sehr beliebt, sondern auch aufgrund seines etwas schickeren Ambientes. Im Gegensatz zu den angesagten Underground-Clubs der Stadt kommen hier alle easy rein.

7. Schokoladen - süß und geschmackvoll

Mit seiner persönlichen Atmosphäre heißt dieser kleine Club in Mitte Einheimische und Berlinbesucher gleichermaßen willkommen. Die Toleranz und Weltoffenheit der multikulturellen Partys spiegelt sich im Musikangebot wider: Es reicht von Punk, Rock, Garage, Surf, Soul, Funk, Hip-Hop, Indie, Pop bis zum Blues. Der Szenetreff in der Ackerstraße zählt zu einem der letzten Clubs im Bezirk Mitte.

8. Das ://about blank mit weiblichen Türsteherinnen

Funky und trendig präsentiert sich das ://about blank. Der Club im Partybezirk Friedrichshain ist vor allem bei einem jungen Publikum beliebt. Gespielt wird House, Techno und Dubstep. Ein besonderes Plus ist der verwunschene Garten, der sich herrlich zum Chillen eignet. Die Einlasspolitik ist entspannt, die Eintrittspreise liegen etwas über dem Berliner Durchschnitt.

9. Der Tresor für Technofans

Wenn Ihr ins weltberühmte Berghain nicht hineingekommen seid, lohnt sich der Besuch des Tresors in Mitte. Seit 2007 befindet sich der legendäre Club der 90er in dem ehemaligen Heizkraftwerk in Mitte. Wenn Ihr zur Fraktion der Techno-Jünger gehört, sollte es kein Problem sein, an den Türstehern vorbei und in die heiligen Tanzhallen zu gelangen. Der Besuch des Tresors gehört für Technofans genauso dazu wie der Besuch des Brandenburger Tors für Städtereisende in Berlin.

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10. Sage- und Kit Kat-Club

Auf zwei Clubs in einem könnt Ihr Euch an der U-Bahnstation Heinrich-Heine-Straße freuen. Besonders donnerstags locken die offenen Türen des Sage-Clubs Rockfans zu Afterworkpartys. An der Tür gibt es keinen Dresscode. Das sieht am Wochenende leider anders aus, dann bezieht der Kit-Kat-Club die Räumlichkeiten und lässt nur das etwas freizügiger gekleidete Partyvolk hinein.

Obwohl die Hauptstadt der Bundesrepublik weltweit einen Ruf als Party- und Technometropole besitzt, kann Feiern in Berlin recht anstrengend werden. Die Wege sind weit und die Türsteher mitunter streng. Doch das muss nicht sein: Mit ein bisschen Planung und Vorbereitung vermeidet Ihr lange Fahrtwege und findet coole Locations.

Am besten sucht Ihr Euch gleich mehrere interessante Clubs in der Nähe aus. Als besonders feierfreudige Stadtteile gelten zum Beispiel Kreuzberg und Friedrichshain. Mit unseren zusätzlichen Party- und Reisetipps für Berlin dürft Ihr Euch auf ein entspanntes Partywochenende freuen. Dazu gibt es viele tolle Festivals in Berlin!