Den Schweizern haftet ein wenig das Vorurteil an, nicht unbedingt zu den lebhaftesten Zeitgenossen zu gehören. Das liegt vielleicht auch ein wenig an der bedächtig langsam genutzten Sprache und dem zögerlich klingenden Schwyzerdütsch überhaupt. Dennoch gibt es zahlreiche Gründe, einmal in das Land von Heidi, Käse und Wilhelm Tell zu reisen. Einfach frisch fröhlich und mutig voran oder wie es im "Wilhelm Tell" auch heißt: "Wer gar zuviel bedenkt, wird wenig leisten!"

25 Gründe, um in die Schweiz zu reisen:

  • Die Berge

In der Schweiz liegen 48 Viertausender und 1161 Dreitausender - Tausende Kilometer von Wander- und Kletterrouten und hunderte Aufstiegshilfen. Die Schweizer und ihre Berge - wer in die Schweiz reist, muss einfach "hinauf"!
Schweizer Berge

  • Die Seen

In der Schweiz liegen die mondänsten und "teuersten" Seen der Welt: Ob der Genfer See mit seiner meterhohen, eindrucksvollen Fontäne, ein Teil des riesigen Bodensees, der alpine Vierwaldstättersee oder der mediterrane Lago Maggiore im Tessin. Hier wurde immer schon Geld verdient und Geld ausgegeben. Aber die malerische Kulisse der Seen, eingebettet in die Bergwelt, das muss den Schweizern erst mal ein Land nachmachen.

Verschweizert! Ein Roadtrip durch die Normannische Schweiz

Schweizer Seen

  • Die Architektur

Dass sie eine Ader für alles Moderne haben, das kann man den Schweizern nicht gerade nachsagen. Dass sie aber auf ihre hochalpine Architektur im ländlichen Raum stolz sind, das merkt man. Allerorten werden die Dörfchen herausgeputzt und renoviert, vor allem die Steinhäuser in den Bergen sind sehenswert.

Schweizer ArchitekturFenster mit Schlagläden in der Schweiz

  • Die "Zürcher Verlobung"

Eine typische 1960er Jahre Filmkomödie mit zur damaligen Zeit den bekanntesten Schweizer Darstellern: Paul Hubschmied, Lieselotte Pulver und Bernhard Wicki in der verwickelten Liebesgeschichte rund um einen vermeintlich begehrenswerten Schweizer Zahnarzt - muss man gesehen haben. Auch im Jahre 2016 sind die Inhalte modern und vollkommen nachvollziehbar.

  • Das Zürcher Geschnetzelte mit Rösti

Ein Schweizer Nationalgericht mit Kalbfleisch und viel Obers in der Sauce - dazu Kartoffeln als "Rösti" zubereitet, das gibt es auf jeder Schweizer Speisekarte. Und zu Recht.

  • Rivella, Engadiner Nusstorte und Graubündner Suppe

Einige kulinarische Köstlichkeiten, die es auch in die internationale Gastronomie geschafft haben: Das alkoholfreie Kräutergetränk "Rivella", die nussigsüße Sünde der Engadiner Nusstorte und die deftige Graubündnersuppe mit ordentlich Speck und Rollgerste. Deftig und urig, so wie es in die Schweiz passt. Unbedingt durchkosten!

Verschweizert in England? Über Stock und Stein in den North Pennines

Kuchen, Suppe und Getänk: schweizer Küche

  • Die Sprachen

Schweizerinnen und Schweizer pflegt man oft für unglaublich polyglott zu halten - einfach deshalb, weil sie meist mehrere Sprachen fließend und beeindruckend perfekt beherrschen. Während unsereins auf Reisen oft mühsam zwischen deutsch und französisch oder gar französisch zu parlieren versucht, können die meisten Schweizer mühelos in fast jeder beliebigen Sprache antworten. Vier Amtssprachen sind in der Schweiz festgeschrieben: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Letzteres klingt in meinen Ohren wie eine hochcharmante Mischung aus latein, jiddisch und italo-französisch - ist ja auch eine romanische Sprache. Ach ja, und englisch sprechen die meisten auch noch.

  • Die Uhren

Die Schweizer Präzision ist international bekannt und macht auch bei den bekannten Schweizer Uhrenmarken nicht Halt.

  • Der Käse

Ebenfalls in der ganzen Welt bekannt ist der Schweizer Käse und da besonders der Emmentaler. Schon im 12. Jahrhundert wurden verschiedene Käsearten bereits urkundlich erwähnt.

  • Die Eisenbahnen

Die Schweiz hat ein vergleichsweise unglaublich dichtes Schienennetz - und zwar nicht nur im dicht bewohnten städtischen Gebiet, sondern auch und vor allem im alpinen Bereich. Dazu gehören neben den normalen Zügen und touristischen Bahnen natürlich auch hunderte Seilbahnen, Trams und Schmalspurbahnen.Vor allem die Alpen- und Gletscherbahnen sind ein touristisches Atout.Zugfahrt durch die Landschaft der schweizer Alpen

  • Der Dialekt

Zum Verlieben finden manche den Schweizer Dialekt, genauer das Schwyzerdütsch. Es ist ein alemannischer Dialekt, der für ungeübte Ohren ungewohnt, charmant aber doch manchmal etwas holprig klingt. Auf jeden Fall sollte man viel Zeit zum Zuhören mitbringen.

  • HEIDI

Die Schweizer Autorin Johanna Spyri hat im ausgehenden 19. Jahrhundert eines der bekanntesten deutschsprachigen Kinderbücher geschrieben: Heidi, Peter, Klara und die Großmutter sowie Herr Sesemann und Fräulein Rottenmeier - allen voran der Alpöhi als Heidi´s Held - da braucht man nicht viel zu erklären. Die Geschichte auf der Alm spielt in GraubündenHeidis Dorf Graubünden in der Schweiz

  • "Wilhelm Tell" Verstehen

Der legendäre Schweizer Freiheitskämpfer aus dem 14. Jahrhundert ist im der Schweiz benachbarten deutschsprachigen Raum hauptsächlich durch das dramatische Werk von Schiller bekannt. Tell ist ein Nationalheld der Schweizer und zahlreiche Zitate aus dem Schiller´schen Werk haben sich in unseren heutigen Sprachschatz eingeschlichen. So auch "Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt" und "Der Starke ist am mächtigsten allein". Außerdem: "Durch diese hohle Gasse muss er kommen. Es führt kein anderer Weg nach Küsnacht." Schweizer Landschaft

  • Die Schweizer Schokolade

Ähnlich wie der Schweizer Käse gilt die Schweizer Schokolade als eine kulinarische Errungenschaft der Schweizer, ist zugleich aber auch ein geschützter Herkunftsbegriff. Seit dem 17. Jahrhundert wird sie in der Schweiz produziert und da lassen sich die Schweizer bei der Bezeichnung halt nicht lumpen.Macarons und schweizer Schokoladenpralinen

  • Die Sauberkeit

Was kann man dazu noch sagen, wenn man auf den Schweizer Straßen vom Boden essen könnte (so man das beabsichtigte). In der Schweiz pflegt alles blitzblank zu sein. Ob das geplante Strategie oder einfach eine angeborene Obsession ist?Schweizer Haustür mit Besen

  • Die Ruhe

Abends nach Feierabend, wenn die Geschäfte geschlossen haben, ist es in Zürich so still wie in einem österreichisches Skidörfchen mittags im Hochsommer. Still und sauber. Hier halten die Geschäftsleute noch eine verdiente Mittagspause und auch in der Hochsaison und in touristischen Regionen schließen die Shops gerne zwischen 18 und 19 Uhr. So kommt man auch als Reisender zum verdienten Mittagsschläfchen.Schweizer Landschaft mit Kirche, Alpen und Fahrrad

  • Die Schweizerinnen und Schweizer

Auf die Schweizer kann man sich verlassen, wenn man sie zu Freunden hat. Dem typischen Schweizer sagt man nicht nur ein gut gefülltes und gesichertes Bankkonto und immerwährende Neutralität nach, sondern auch höfliche Reserviertheit und nicht gerade einen Hang zu überschwänglichen Emotionen. Sie sehen meist keinen Grund, in öffentlichen Verkehrsmitteln vor sich hinzuplappern und sind auch sonst eher nüchtern. Als Reisender weiß man deshalb schnell, woran man ist. Hier gibt es keine anbiedernde Gemütlichkeit oder falsche Freundschaften - man kriegt, was man sieht.

  • Mondän und Alpin

Die Schweiz ist zwar ein hochalpines Land, aber nicht immer nur ländlichen Charakters. Dass mitten in den Bergen auch ein Hauch von mondäner Internationalität herrschen kann, demonstriert etwa seit Jahrzehnten das überteuerte und etwas, nun ja, verbaute St. Moritz. Sommers wie winters trifft sich hier alles, was Geld hat.

Klischee oder Wahrheit? - Das ist typisch schweizerischSt. Moritz in den schweizer Alpen

  • Die Schweizer Tourismuswerbung

Wir kennen und wir lieben sie: Einer der besten Social Media-Kampagnen im Tourismus der letzten Jahre, die beiden Schweizer Steinböcke namens Gian und Giachen, die im breitesten Dialekt über die Touristen, Mountainbiker und Wanderer schwadronieren und sich damit eine breite Fangemeinde eingehandelt haben. Eine geniale Idee der Schweizer Touristiker, die bereits zum Kult geworden ist.

  • Berner Sennenhunde

Eine Schweizer Hunderasse, die als ausgesprochen gutmütig gilt, dabei aber hochprofessionelle Arbeit leisten kann: Als Arbeitshund, Rettungs- und Fährtensuchhund sowie als Wachhund gibt es in den Schweizer Bergen für die Berner Sennenhunde von jeher ein breites Betätigungsfeld. Diese Hunderasse liebt ihre aufgetragenen Arbeiten und verrichtet sie fast genauso akribisch wie ein echter, menschlicher, Schweizer.

  • Das Swiss Army Knife, Ricola und Toblerone

Diese Marken stehen für viele bekannte Schweizer Produkte, die über die Grenzen hinaus international bekannt geworden sind.

  • Die Beflaggung

Die Schweizer lieben ihre Flaggen. Das weiße Schweizerkreuz auf rotem Grund hat bei den Schweizern einen hohen emotionalen Wert und hängt an jeder Ecke.
Schweizer Flaggen

  • Die Wander- und Radwege

Auch bei der Ausschilderung der zahllosen Wander- und Radwege, die die Schweiz flächendeckend durchziehen, haben die Schweizer gute und verlässliche Arbeit geliefert. Lieber ein paar Schilder zuviel, als auch nur ein Radfahrer, der mal falsch abbiegt. Ein lobenswerter Ansatz, so fühlt man sich in den Bergen unterwegs gleich viel sicherer. Trotz GPS.

Die Schweizen der WeltWegweiser in der Schweiz

Wegweiser in der Schweiz

  • Die Fauna und Flora der Alpen

In den Alpen sind zigtausende Tier- und Pflanzenarten heimisch - und gerade die Schweiz arbeitet hart daran, diese Artenvielfalt auch weiterhin zu erhalten.
Blaue Blumen

  • Wintersport

Die Schweiz hat einige der größten Wintersportler aller Zeiten hervorgebracht, darunter Vreni Schneider und Simon Ammann. Auch die Namen Daniel Mahrer, Didier Cuche und Bruno Kernen klingen uns noch in den Ohren. Als Geburtsort des schweizerischen Wintersports gilt immer noch das mondäne St. Moritz. Auch Zermatt, Adelboden, Davos-Klosters und die Jungfrauregion sind bekannte Wintersportregionen. Schweizer Alpen mit Hinweisschild auf Wintersport

Statue Cresta Rider