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April 2026
Diese fünf Brutalismus-Hotels zeigen, dass roher Beton wieder voll im Trend liegt
Der Begriff „Brutalismus“ leitet sich vom französischen Ausdruck béton brut („roher Beton“) ab und beschreibt einen Architekturstil, der ehrliche Materialien, markante Formen und eine kompromisslose Gestaltung in den Mittelpunkt stellt. Es ist nicht lange her, dass dieser Architekturstil scheinbar überall auf der Welt verhasst war. Diese „Monstrositäten aus Beton“ standen für einen Baustil der Nachkriegsjahre, für den nur der Preis entscheidend war oder Lösungen für den sozialen Wohnungsbau, die Architekten wie Le Corbusier berühmt machten. Aber was lange Zeit als kühl oder unnahbar galt, erlebt heute eine Renaissance. Immer mehr Reisende und Architekturinteressierte schätzen die charakterstarken Gebäude, die mit klaren Linien, eindrucksvollen Proportionen und einer unverwechselbaren Ästhetik überzeugen. Besonders Hotels in ehemaligen brutalistischen Bauwerken verbinden den Charme der Nachkriegsmoderne mit zeitgemäßem Design und zeigen, wie eindrucksvoll historische Architektur neu interpretiert werden kann.
Ob mitten in einer pulsierenden Metropole oder an einem abgelegenen Küstenabschnitt – brutalistische Hotels beweisen, dass außergewöhnliche Architektur ein Reiseziel zusätzlich bereichern kann. Wer gerne Orte mit Charakter entdeckt, findet in diesen Gebäuden nicht nur eine Unterkunft, sondern oft auch ein Stück Architekturgeschichte.
Diese fünf Brutalismus-Hotels zeigen, dass roher Beton heute wieder voll im Trend liegt.

01
The Park Tower Knightsbridge, London
In London gibt es so viele Beispiele für den Brutalismus, dass es sich lohnen kann, sich eine Karte zu besorgen, auf der die bekanntesten Exemplare vermerkt sind. So findest du deinen Weg zu etwa 50 berühmten Gebäuden und weniger bekannten Plattenbauten in der Stadt. Das Hotel The Park Tower Knightsbridge ist ein hervorragendes Beispiel für die Architektur des Brutalismus in der britischen Hauptstadt. Die trommelartige Form und die hervorstehenden Fenster bilden nicht nur ein einmaliges architektonisches Werk, sie bieten auch eine atemberaubende Aussicht auf die Skyline von London. Wer sich für Architektur begeistert, kann den Aufenthalt ideal mit einem Spaziergang durch das Viertel Knightsbridge verbinden und weitere bekannte Bauwerke der Moderne entdecken. So wird das Hotel nicht nur zur stilvollen Unterkunft, sondern auch zum perfekten Ausgangspunkt für eine architektonische Entdeckungstour durch London. Besuchenswert ist auch der denkmalgeschützte Centre Point in London, ebenfalls entworfen vom Architekten Richard Seifert – das einzige Gebäude der Welt mit einer gewissen Ähnlichkeit zum Park Tower.
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02
The Westin Grand, München
Auch München ist ein wahres Juwel für alle Bewunderer des Brutalismus. Das für die olympischen Spiele 1972 errichtete Hotel Westin Grand ist ein ausgezeichnetes Beispiel für den Architekturstil. Bis heute zählt das markante Hochhaus zu den bekanntesten Beispielen der Nachkriegsmoderne in München und prägt die Skyline des Stadtteils Bogenhausen. Seine klare Formensprache und die unverkleideten Betonflächen machen das Gebäude zu einem Klassiker des deutschen Brutalismus. Steil, roh und unverwechselbar überragt der 22 Stockwerke hohe Turm einen riesigen, zweistöckigen, monolithischen Betonblock. Direkt am Arabellapark gelegen mit seinem brutalistischen Wolkenkratzer ist dieses komfortable, gehobene Hotel nicht weit entfernt von der Kunst und Kultur in der Münchener Innenstadt. Das im selben Stil erbaute olympische Dorf auf der anderen Seite der Isar bietet weitere Bauwerke des Brutalismus in München.
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03
At Six, Stockholm
Ganz in der Nähe der schönen Altstadt Gamla Stan von Stockholm ragt das At Six als riesiger Betonklotz in die Höhe. Das ehemalige Bankgebäude, in dem heute dieses moderne Hotel sein Zuhause gefunden hat, entstand Mitte des 20. Jahrhunderts im Bauboom der Nachkriegsjahre. Anstatt es abzureißen, entschieden die Eigentümer aus dem Gebäude ein angesagtes Design-Hotel zu machen, das eine der bedeutendsten Kunstsammlungen in einem Hotel in ganz Europa beherbergt. Die gelungene Verbindung aus ursprünglicher Architektur und modernem Interieur macht das At Six zu einem Paradebeispiel dafür, wie sich brutalistische Gebäude erfolgreich neu nutzen lassen. Kunst, Design und Geschichte gehen hier nahtlos ineinander über und verleihen dem Hotel eine Atmosphäre, die weit über eine klassische Übernachtungsmöglichkeit hinausgeht. Das Hotel bietet dir einen perfekten Ausgangspunkt, um die Schönheit der Architektur in der schwedischen Hauptstadt vom 12. Jahrhundert bis heute zu erkunden.
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04
Mauna Kea Beach Hotel, Hawaii
Weit weg von den Städten Europas war das Mauna Kea Beach Hotel das erste Strand-Resort auf Hawaii. Der im Auftrag von Risikoinvestor Laurance S. Rockefeller errichtete Gebäudekomplex war, als es 1965 erstmals eröffnete, das teuerste jemals erbaute Hotel. Da der Beton die Farbe des Sandes am schönen Strand der Kauna’oa Bay hat, könnte man meinen, dass die extremen Formen des Brutalismus hier etwas zurückgenommen sind. Doch beim Schwimmen im türkis-blauen Wasser oder beim Spaziergang an der Promenade wirkt das Hotel mehr als eindrucksvoll. Gerade der Kontrast zwischen der markanten Architektur und der tropischen Landschaft macht den besonderen Reiz des Hotels aus. Statt mit seiner Umgebung zu verschmelzen, setzt das Gebäude einen selbstbewussten architektonischen Akzent, der bis heute Besucher aus aller Welt fasziniert. Ein traumhafter Ort für einen luxuriösen Urlaub.
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05
Terminal Neige – Totem, Flaine, Frankreich
Hoch oben in den französischen Alpen liegt der ehemalige Künstlertreffpunkt Flaine, heute ein beliebter Wintersportort und ein anerkanntes Baudenkmal. Bauhaus-Architekt Marcel Breuer gestaltete Anfang der 1960er-Jahre die gesamte Hotel- und Freizeitanlage. Die konsequente Gestaltung des gesamten Ortes gilt bis heute als außergewöhnliches Beispiel dafür, wie Architektur und Landschaft miteinander in Einklang gebracht werden können. Dadurch ist Flaine nicht nur für Wintersportfans, sondern auch für Liebhaber moderner Architektur ein beliebtes Reiseziel. Wie die meisten Gebäude der ursprünglichen Anlage wurde auch das Totem in den letzten Jahren renoviert, wobei sowohl seine Geschichte als auch die besondere Umgebung eingebunden wurden. Benannt ist das Hotel nach der Skulptur von Picasso vor dem Hotel. Die endlosen Pisten, ein fantastischer Wellnessbereich und das mitreißende Après-Ski locken wieder mehr Besucher an diesen Ort und man hofft, auch das künstlerische Flair der Anfangsjahre wiederzubeleben.
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