
April 2026
Die größte Stadt des Ruhrgebiets lockt mit einem riesigen Angebot an Aktivitäten und Unternehmungen. Lass dich für ein Wochenende in Dortmund inspirieren
Längst denkt man bei Dortmund nicht mehr hauptsächlich an Stahl, Kohle und Bier und auch der Fußball, der zwar sicher ein wichtiger Pfeiler ist, dominiert nicht mehr das Image der Stadt. Denn jenseits von Borussia Dortmund hat die größte Stadt des Ruhrgebiets viel Spannendes im Gepäck. Nimm dir also ein Wochenende Zeit, um dieses unkonventionelle Urlaubsziel zu entdecken.
Wir stellen dir hier die wichtigsten Sehenswürdigkeiten vor, entführen dich in Szeneviertel und an einen See und zeigen dir Dortmund von seiner schmackhaftesten Seite.

01
Frühstücken mit Herz und Stil im Kreuzviertel
Was gibt es Schöneres, als den Wochenendanfang genüsslich mit Milchkaffee und einem leckeren Frühstücksbuffet zu zelebrieren?
Das charmante Kieztörtchen im Kreuzviertel eignet sich perfekt zum Wachwerden und Wohlfühlen. Hinterm Tresen leuchtet eine goldene Wand, davor kuscheln selbstgebackene Kuchen mit Muffins und Zimtschnecken in der Vitrine.
Selbstverständlich gibt es auch ein Frühstückbuffet, das mit hübsch angerichteten Pasten, Salaten und anderen Leckereien alles andere als 08/15 ist. Nett: Kaffee, Tee und Orangensaft gibt es „so lange, bis alle wach sind”. Der Kaffee ist übrigens eine nur für das Kieztörtchen hergestellte Spezialröstung.

02
Kunst und Kultur im Industriedenkmal
Gestärkt schlenderst du durch die Stadt und erreichst einen Backsteinturm mit einem riesigen goldenen U auf dem Dach. Der 1927 fertiggestellte Solitär war das erste Hochhaus in Dortmund und diente bis 2004 als Gär- und Lagerkeller der Dortmunder Union-Brauerei.
Später wurde dem Turm als Kunst- und Kreativzentrum „Dortmunder U” ein zweites Leben eingehaucht. Seine Hauptattraktion, das Museum Ostwall mit seiner berühmten Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst lädt auf den Ebenen 4 und 5 zur Reflexion über lebensnahe Themen ein.
Ein Besuch im U lohnt sich auch wegen des famosen Blicks von der Dachterrasse über das halbe Ruhrgebiet sowie auf die LED-Filminstallation Fliegende Bilder in der Dachkrone unterhalb des U.

03
Kirchen und Shopping auf dem Hellweg
Vom Dortmunder U erreichst du in wenigen Schritten den Westenhellweg, die weit über die Stadtgrenze hinaus bekannte Haupteinkaufsmeile Dortmunds.
Entlang dieser 1 km langen Fußgängerzone reihen sich lückenlos Kaufhäuser, Modeketten, Buchhandlungen, Dekoläden, Cafes und hippe Gastrokonzepte wie das Frittenwerk, Five Guys sowie leckere Eisdielen aneinander. Dazwischen liegt ein Trio gotischer Kirchen, das daran erinnert, dass der Hellweg bereits im Mittelalter eine bedeutende europäische Handelsstraße war.
Nimm dir unbedingt ein paar Minuten Zeit, um in der Petrikirche den riesigen und unglaublich detaillierten Antwerpener Schnitzaltar – genannt Goldenes Wunder von Westfalen – zu bestaunen. Auch die älteste Dortmunder Kirche, die Marienkirche, beherbergt zwei bedeutende Altäre.
04
Eat the World Tour
Das dritte mittelalterliche Gotteshaus im Bunde, die Reinoldikirche, ist Treffpunkt der Tour mit Eat the World. Statt eines Mittagessens im Restaurant füllen die Tourteilnehmer auf dieser dreistündigen kulinarisch-kulturellen Entdeckungsreise ihren Magen mit schmackhaften Häppchen aus aller Welt.
Die Route führt quer durch das angesagte Kaiserviertel, das mit einer Reihe von Gründerzeit- und Jugendstilbauten sowie einer Vielzahl an inhabergeführten Cafés und Läden besticht.
Besonders schön ist es hier im Frühjahr, wenn eine rosarote Kirschblütenpracht die Moltkestraße in eine beliebte Selfie-Kulisse verwandelt.

05
Ein Abend im Kreuzviertel
Was der Prenzlauer Berg für Berlin ist, ist das Kreuzviertel für Dortmund: ein urbanes Szenequartier mit sanierten Altbauten, baumgesäumten Straßen und vielen, mit Liebe und Kreativität gestylten Kneipen, Cafés und Boutiquen.
Wenn du Craft Beer, Third Wave Coffee, Bowls, Superfood und Bio-Limo liebst, wirst du dich bei einem Bummel durch das Kreuzviertel wohlfühlen. Eine rustikal-kultige Anlaufstelle fürs Abendessen ist Mit Schmackes, wo neben frischen Salaten und Schnitzeln auch Ruhrpott-Tapas und eine Malocher-Pfanne auf der Karte stehen.
Davor oder danach kannst du beispielsweise im Balke den Tag bei einem Kaltgetränk Revue passieren lassen. Wer dann noch Lust auf Lokalkolorit hat, macht einen Schlenker zur Möllerbrücke. In lauen Nächten trifft sich hier die halbe Nachbarschaft bis tief in die Nacht zum „Möllern”, sprich: zum Quatschen und auf ein Bier.

06
Ausflug ans Wasser
Bevor dich am Montag der Alltag wieder einholt, könntest du das Wochenende entspannt am Phoenixsee ausklingen lassen. In nur zehn Minuten bringt euch die U-Bahn zu diesem Wunderwerk des urbanen Recyclings. Denn wo heute spaziert, gejoggt und gesegelt wird, wurde 150 Jahre lang Stahl gekocht und Eisen gegossen.
Nach seiner Stilllegung 2001 wurde ein Großteil des Stahlwerks nach China verschifft, der Rest abgerissen und das Areal mit Wasser befüllt. Seit 2011 ist der 1,2 km lange Phoenixsee nicht nur Dortmunds neuestes Naherholungsgebiet, sondern auch eine gehobene Wohngegend mit schicken Villen, in denen angeblich auch Spieler von Borussia Dortmund residieren.
Am besten schnappst du dir ein Eis an der Hafenpromenade und schaust dir das Ganze bei einem Bummel entlang der Uferpromenade näher an. Wer es bis zum Kaiserberg (eher ein Hügel) am Ostufer schafft, wird mit einem fotogenen Überblick über den See und das Gelände belohnt.
07
Abschiedsessen in historischem Ambiente
Schlendere noch ein Stück weiter, dann findest du nur 200 Meter vom Phoenixsee entfernt das Treppchen 1763. Es ist zwar das älteste und auch traditionsreichste Gasthaus in Dortmund, seine Küche ist jedoch schmackhaft und gesund in der Gegenwart verankert.
Lass dich hinter den denkmalgeschützten Gemäuern des Restaurants aus dem 18. Jahrhundert mit einer inspirierten Mischung aus altbewährten und modernen gutbürgerlichen Speisen verwöhnen! Bei schönem Wetter können die Gäste auf der Terrasse oder im Biergarten im Freien schmausen.
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