Auf Safari in Sri Lanka asiatische Elefanten und Leoparden entdecken, wie nirgendwo sonst auf der Welt.

Wie ein kleiner Tropfen liegt Sri Lanka vor dem riesigen Subkontinent Indien. Und doch findet sich hier eine höhere Dichte an asiatischen Elefanten und Leoparden als beim großen Nachbarn oder irgendwo sonst auf der Welt. Safaris in die Nationalparks Sri Lankas führen zu diesen wie auch anderen Exoten und versuchen, die Tiere dabei möglichst wenig in ihren natürlichen Habitaten zu stören.

Zu Gast bei Elefanten im Minneriya National Park

Wer einmal die größten Landlebewesen der Welt aus der Nähe bestaunen will, sollte sich zwischen August und September auf den Weg nach Sri Lanka machen. Im Herzen der Insel herrscht dann die Trockenzeit und riesige Elefantenherden versammeln sich um eines der letzten Wasserreservoirs. Dieses liegt im Minneriya National Park und lockt jedes Jahr Aberhunderte der Dickhäuter an. Besonders in diesem Zeitraum sind Safaris beliebt, die unter anderem auch an Makaken, Languren, Wasserbüffeln sowie Salzwasserkrokodilen vorbeiführen können. Mit etwas Glück lässt sich ab und an auch ein Leopard erspähen. Touren starten in den nahe gelegenen Ortschaften Sirigiya und Habarana, wo sich zahlreiche Anbieter angesiedelt haben. Es lohnt sich, zunächst Preise zu vergleichen, da diese erheblich variieren können und feilscherisches Geschick oft belohnt wird. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um Jeeps, deren hintere Ladeflächen mit Querbänken oder Sitzreihen ausgestattet sind. Sie bieten Platz für 6-10 Personen und der Preis für die Safari kann mit den anderen Teilnehmern geteilt werden. Zunächst führt die Tour durch das Dickicht eines Waldstückes. Die rustikale Cabriofahrt lässt sich auch gut im Stehen genießen, denn erste Elefanten kreuzen möglicherweise bereits die Fahrbahn und der Fahrtwind beflügelt das Gefühl der Wildnis und Freiheit. Schon aus der Ferne lassen sich dann die Herden am Wasserreservoir ausmachen. Die Fahrzeuge wahren einen respektvollen Abstand, doch viele der Tiere kommen bis auf wenige Meter an sie heran. Die Tour führt dann entlang des Wassers zu weiteren Gruppen mit ihren Jungen, die teils an Land grasen oder im Wasser baden und spielen. Bevor es nach ca. 3-4 Stunden zurückgeht, wird noch an einem Hochsitz haltgemacht. Dabei sind tolle Aussichten auf weite Ebenen und die Berge im Hintergrund garantiert.

Leoparden im Yala Nationalpark erspähen

Ein weiteres Highlight Sri Lankas ist der Yala Nationalpark am südlichen Zipfel der Insel. Er ist insbesondere für seine Leoparden berühmt, die ihn so dicht besiedeln, wie keinen anderen Ort der Welt. Da die Raubkatzen allerdings eher scheue Jäger sind, dürfen hier keine ähnlichen Zahlen erwartet werden, wie bei den Elefantenherden des Minneriya National Parks. Eine Safari wird jedoch in der Mehrheit der Fälle mit mindestens einer Sichtung belohnt. Die Chancen sind am höchsten zwischen Februar und Juli, sprich zur Trockenzeit des Südens, wenn niedrige Wasserstände die Tiere aus ihren Unterschlüpfen locken. Sie sonnen sich dann oft auf Felsen am Wegrand oder halten Siesta in den Bäumen. Wer während der Safari keine Leoparden entdeckt, darf sich aber dennoch über zahlreiche andere Tiere freuen, seien es Elefanten, Lippenbären, Schakale, Adler oder Kingfischer. Sie können zwischen einem fünfstündigen Trip und einem Ganztagesbesuch wählen. Safaris starten üblicherweise in Tissamaharama oder Kataragama im Süden Sri Lankas. Doch auch von dem beliebten Badeort Arugam Bay im Osten aus lassen sich Touren organisieren.