Eine Safari durch Uganda steht bei vielen Afrikabegeisterten weit oben auf der Wunschliste. Schließlich verfügt das kleine ostafrikanische Land über eine Vielfalt, die weltweit ihres Gleichen sucht. Landschaftlich atemberaubend und bewohnt von freundlichen Menschen ist es vor allem die artenreiche Tierwelt, die lange in Erinnerung bleiben wird.

Die Perle Afrikas

So bezeichnete Winston Churchill einst Uganda. Die meisten Reisenden betreten das Land über den internationalen Flughafen von Entebbe. Hier bietet sich auch die erste Übernachtung an, um am nächsten Tag möglichst früh den dichten Verkehr der Hauptstadt Kampala hinter sich zu lassen und sich aufzumachen, die vielfältigen Nationalparks des Landes zu besuchen. Idealerweise besucht man mehrere der Parks, um die ganze Vielfalt der Natur und Tierwelt entdecken zu können. Dabei liegt die beste Reisezeit in der Trockenzeit zwischen Juli und September oder zwischen Dezember und Februar.

So trifft man bereits einige Kilometer nördlich von Kampala auf die letzten Nashörner des Landes im Ziwa Rhino Sanctuary und kann sich am selben Tag noch auf die Suche nach Schimpansen im Budongo Forest machen. Nach einer Übernachtung direkt im Dschungel setzt man seine Safari in Uganda im Murchison Falls Nationalpark fort. Der nach dem imposanten Wasserfall, an dem sich der mächtige Nil durch eine schmale Felsspalte quetscht, benannte Nationalpark beherbergt in seiner Savannen- und Flusslandschaft viele der Wildtiere, die man auf einer Safari anzutreffen erhofft. Unweigerlich kreuzt man den Weg der zahlreichen Giraffen und begegnet großen Herden afrikanischer Büffel und Elefanten. Es lohnt sich auch nach Löwen Ausschau zu halten, wobei schon etwas Glück dazugehört, dem König der Steppe hier zu begegnen.

Teeplantagen, Savannen und Berggorillas

Auf dem Weg in die Nationalparks im Südwesten des Landes bietet sich eine Übernachtung umringt von Teeplantagen unweit der Stadt Fort Portal an. Das angenehm kühle Klima in dieser hoch gelegenen Region ist genau das Richtige um etwas durchzuatmen nach der Hitze der Savanne. Von hier aus ist der Queen Elizabeth Nationalpark schnell erreicht, der seinen Namen zu Ehren der britischen Königin erhielt, als diese Uganda besuchte. Der Park beeindruckt durch seine abwechslungsreiche Landschaft, die voller Antilopenherden und einer Vielzahl von Elefanten ist, die man selbst von den meisten Unterkünften und direkt an der Straße beobachten kann. Auch Begegnungen mit Löwen und Leoparden sind hier keine Seltenheit. Das Highlight für die meisten Besucher ist allerdings eine Bootsfahrt auf dem Kazinga Kanal. Der Kanal, der die Seen Edward und George verbindet, weist auf kleinster Fläche die größte Population an Flusspferden in Afrika auf. Er wird von vielen Tieren zum Trinken und Baden aufgesucht und ist einer der besten Orte in Ostafrika um seltene Vögel zu fotografieren.

Hauptgrund für viele Reisende Uganda anderen ostafrikanischen Ländern vorzuziehen ist sicherlich die Möglichkeit einigen der letzten lebenden Berggorillas zu begegnen. Der Bwindi Impenetrable Nationalpark ist die Heimat der stark vom Aussterben bedrohten Menschenaffen und man kann einer habituierten Gruppe dieser sanften Riesen nach einem schweißtreibenden Marsch durch den dichten Dschungel ganz nahe kommen. Ein Erlebnis, dass man sicher sein Leben lang nicht vergessen wird. Auf dem Rückweg nach Kampala bietet sich ein Abstecher zum wunderschönen Bergsee Bunyonyi mit seinen vielen kleinen Inseln an. Auch den kleinen Lake Mburo Nationalpark sollte man nicht auslassen. Dort ist der einzige Ort in Uganda, an dem man Zebras sehen kann und auch für seine regelmäßigen Leopardensichtungen ist Lake Mburo bekannt.