Namibia ist ein Safariziel, welches seinesgleichen sucht. Spektakuläre Tiersichtungen sind nicht nur im grünen Busch möglich, sondern auch in den entlegensten und sandigsten Regionen des Landes. Die Kombination von großartiger Tierwelt und einzigartiger Landschaft macht eine Safari in Namibia zu einer Traumreise im südlichen Afrika.

Die Art und Weise Namibia zu bereisen ist ebenso vielfältig wie das Land selbst. Bereits vor Reisebeginn sollte man sich darüber Gedanken machen, wie man durch das Land reisen möchte. Soll es mehr eine Reise werden, bei der man sich um nichts kümmern muss und einfach nur die geniale Natur und Tierwelt des Landes auf sich wirken lässt, ist man mit einer geführten Gruppenreise genau richtig unterwegs. Will man eher unabhängig sein und seine Reise individuell gestalten, ist eine Tour auf eigene Faust die perfekte Reiseart. Namibia lässt sich trotz Linksverkehr ohne Probleme ohne Reiseführer erkunden. Auch die unzähligen Übernachtungsmöglichkeiten spielen bei der Planung eine große Rolle. Die Möglichkeiten reichen von bequemen Betten in kleinen Lodges bis hin zum Campingabenteuer im eigenen Dachzelt mitten in der Natur. Letztendlich wird bei dieser Entscheidung auch die geplante Reisezeit eine Rolle spielen. Denn während man in den Sommermonaten von November bis April mit mollig warmen Temperaturen rund um 30°C rechnen kann, findet man im August durchaus auch mal gefrorene Wasserstellen am Morgen. Besonders wenn ein Campingabenteuer geplant ist, sollte man das im Hinterkopf behalten. Afrika bedeutet nicht immer warme Temperaturen! Die beste Reisezeit für Tierbeobachtungen ist ganz klar der August bzw. September. Ein Schnappschuss mit Zebra, Elefant, Giraffe und Löwe nebeneinander an einem Wasserloch könnte während der Dürrezeit tatsächlich Wirklichkeit werden.

Safari im Norden des Landes

Das bekannteste Safariziel in Namibia ist ohne Zweifel der Etosha-Nationalpark. Der Park gilt als Big Five Gebiet, was bedeutet, dass hier die Chancen auf ein Treffen mit Nashorn, Löwe, Elefant, Büffel und Leopard sehr gut sind. Die westliche Region des Parks ist noch recht unerforscht und erst seit kurzer Zeit für Besucher zugänglich. Die Lodges und Camps im gesamten Park organisieren regelmäßig Pirschfahrten für ihre Gäste. Wer den Park lieber auf eigene Faust erkunden möchte, kann dies natürlich auch tun. Viele Besucher Namibias sind mit ihrem eigenen Fahrzeug in der Etosha Pfanne unterwegs. Aber immer dran denken: Aussteigen aus dem Fahrzeug ist strengstens verboten! Wenn man einmal hautnah die Tierwelt Afrikas erleben möchte, sollte man unbedingt die privaten Game Reserves rund um den Etosha Nationalpark besuchen. Die Parks Ongava und Onguma bieten neben den Pirschfahrten auch Walking Safaris an. Fährt man vom Etosha Nationalpark weiter Richtung Osten erreicht man die Zambezi Region (früher Caprivi Streifen). Wer sich der Vogelkunde verschrieben hat, kommt hier voll und ganz auf seine Kosten. Insgesamt haben in Namibia ca. 660 verschiedene Vogelarten ihr zu Hause gefunden, alleine 620 findet man davon im Mamili und Mudumu Nationalpark. Elefant, Löwe und Co. sind natürlich auch dort und im Mahango Game Reserve zu finden.

Der unbekannte Süden

Bei einer Safari in Namibia wird oft der südliche Teil des Landes außer Acht gelassen. Völlig zu unrecht! Denn gerade hier macht die einzigartige Landschaft das Safarierlebnis zu etwas ganz Besonderem. Bei einer Wanderung über die roten Sanddünen von Sossusvlei trifft man oftmals auf Oryx-Antilopen und Springböcke. Ebenso streifen Geparden gerne einmal durch die Region. Wenn man im Norden Namibias die Big Five bereits auf seiner "Liste" abgehakt hat, begibt man sich in den Dünen rund um Swakopmund auf die Suche nach den Little Five (Radspinne, Wüstengecko, Peringuey-Otter, Wüsteneidechse, Chamäleon). Wenn man auch diese fünf Tierchen gefunden hat, war die Safari in Namibia ein voller Erfolg und die Reise ein Erlebnis, das auf ewig im Gedächtnis bleibt.