Obwohl es inzwischen hinlänglich bekannt ist, dass Katar ein ganzjähriges Sonnenziel mit traumhaften Stränden ist, wird das kleine Emirat an der Ostküste der arabischen Halbinsel noch immer als Geheimtipp gehandelt. Es misst nur etwa 11.500 Quadratkilometer und hat mit 2,6 Millionen Einwohnern über eine Million weniger als Berlin.

Der Flug in die Hauptstadt Doha am Persischen Golf dauert von Deutschland aus knappe sechs Stunden, der Zeitunterschied beträgt aber lediglich zwei Stunden.

Dank riesiger Erdgas- und Erdölvorkommen gilt Katar als reichstes Land der Welt. Dieser Reichtum spiegelt sich in den futuristischen Wolkenkratzern, künstlichen Inseln mit ihren Marinas und zahlreichen Luxushotels wider, doch es gibt auch überraschende Naturkleinode und sehr ursprüngliches Leben.

Damit Ihr Eure Reise nach Katar problemlos planen könnt, lest hier von den besten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Katar!

1. Die Hauptstadt Doha

Schon beim Anflug werdet Ihr die vielen Wolkenkratzer sowie einige der natürlichen und aufgeschütteten Inseln am Ufer der pulsierende Metropole sehen können.

Auch die berühmte sieben Kilometer lange Uferpromenade Corniche, die die gesamte Bucht von Doha säumt, ist von oben gut erkennbar.

Eure erste Bekanntschaft mit dem Land macht Ihr auf dem Flughafen, der nur eine zwanzigminütige Taxifahrt vom Stadtzentrum entfernt ist. Der Airport ist riesig und hat sich zu einem internationalen Drehkreuz entwickelt, wie Ihr vielleicht schon mal bei einer Zwischenlandung festgestellt habt.

Der Bauboom in der faszinierenden Stadt ist ungebrochen und so entstehen immer neue Stadtviertel mit immer noch schickeren Hotels und Apartmenthäusern, denn schon längst hat auch der internationale Jetset die Stadt für sich erobert.

Doch da Katar immer bestrebt ist, die Balance zwischen Tradition und Moderne zu halten, beleben nicht nur immer neue Wolkenkratzer die Metropole, sondern auch ein vielseitiges und weiterhin wachsendes Freizeit- und Kulturangebot, das sich auf hingebungsvolle Weise der eigenen Geschichte widmet.

Die Kataris sind sehr stolz auf ihre reichhaltige Kultur, und damit das auch jeder sehen und nachempfinden kann, ist der Eintritt in allen Museen frei. Auch das Fotografieren ist erlaubt.

qatar_boat_doha-2580370_1920.jpg?1574435280

2. Das Museum für Islamische Kunst

Das Gebäude, das der amerikanisch-chinesische Stararchitekt I. M. Pei für die einmalige Kunstsammlung entworfen hat, verdient das Prädikat spektakulär mehr als viele andere so betitelte.

Auf einer eigens vor der Corniche aufgeschütteten Insel vereint es kubistische und arabische Stilelemente und über das großzügige Atrium erheben sich fünf Stockwerke bis zu einer Höhe von 45 Metern.

Wendeltreppen führen in die achtzehn Ausstellungssäle, in denen um die achthundert der kostbarsten und schönsten Kunstwerke der islamischen Welt aus dreizehn Jahrhunderten zusammengeführt wurden. Ihr könnt Euch bei Eurem Besuch dieser bedeutenden Kulturstätte auf eine großartige Reise in die Welt von Tausendundeiner Nacht und noch viel mehr begeben.

3. Der orientalische Markt Souq Waqif

Ebenfalls in vergangene Zeiten, als an die futuristische Skyline Dohas noch nicht mal zu denken war, versetzt Euch ein Besuch des traditionellen, größten und atmosphärischsten orientalischen Marktes der Hauptstadt. Der Souq Waqif (Stehender Markt) fasziniert mit einem Treiben, wie es vielleicht im 19. Jahrhundert üblich war.

Kein Wunder, dass er das bekannteste und beliebteste Ziel aller Katar-Touristen ist. Er ist so groß, dass Ihr ihn stundenlang durchstreifen und beim Schauen, Kosten und Feilschen mit allen Sinnen dieses einmalige Flair einsaugen könnt.

Ein Wechselbad der Gefühle ist inbegriffen, denn Ihr kommt vom Kamel- und Pferdemarkt zu dem für Falken, an den fast unüberschaubaren Textilmarkt schließt sich der Antiquitätenmarkt an, andere Bereiche sind für Gold und Schmuck, für Haustiere, Gewürze und andere Köstlichkeiten reserviert.

Wenn Ihr ein ausgefallenes Souvenir sucht - im Souq findet Ihr es garantiert. So richtig zum Leben erwacht er erst bei Einbruch der Nacht, wenn sich die Wüstenluft abgekühlt hat, alles festlich illuminiert wird, die Falkner mit ihren Tieren Kunststückchen aufführen und Ihr den unwiderstehlichen und verlockenden Düften der frisch zubereiteten orientalischen Speisen mit Begeisterung nachgebt.

4. The Pearl - die Perle

Ein paar Kilometer nördlich vor den Toren der Hauptstadt erstreckt sich eine künstliche Insel in Form einer Perle. Obwohl The Pearl an die Vergangenheit erinnern soll, als das Land vom Perlentauchen und dem Verkauf dieser Schmuckstücke abhängig war, ist sie nichts anderes als eine weitere Glitzerwelt voller Luxus. Aber dennoch unbedingt einen Besuch wert.

Es wurde an nichts gespart, nicht an weißem Marmor, nicht an eleganten Fassaden, nicht an architektonischen und stilistischen Einflüssen aus aller Welt.

Die Fußgängerwege werden regelmäßig gewischt, denn es sind vor allem die Reichen der Reichen, die dort mit ihren Jachten anlegen, in den Luxushotels und Apartments logieren und in den Edelboutiquen ihre Kreditkarten strapazieren.

qatar_artificial-islands.jpg?1574435238

5. Das Kulturdorf Katara

Entschieden landestypischer geht es in fast direkter Nachbarschaft von The Pearl im Kulturdorf Katara zu. Das riesige Freilichtmuseum ist im altarabischen Stil erbaut, widmet sich sowohl der traditionellen als auch modernen Kunst und Kultur und hat Platz für ein beeindruckendes Amphitheater, ein Opernhaus, ein Freilichtkino, Theater und Galerien.

Wann auch immer Ihr das Dorf besuchen werdet, Ihr könnt Euch darauf verlassen, dass Konzerte, glamouröse Festivals, Events und Ausstellungen stattfinden. Auch für Euer leibliches Wohl wird bestens gesorgt und beim Spaziergang auf der Uferpromenade habt Ihr einen überwältigenden Blick auf Dohas Skyline.

6. Die Stadt ar-Rayyan

Ar-Rayyan steht stets im Schatten von Doha, dabei zählt die Stadt westlich der Metropole Zehntausende Einwohner mehr als die prominente Hauptstadt. Die beiden gehen ziemlich nahtlos ineinander über, so dass ar-Rayyan oft als Vorort der Hauptstadt angesehen oder gar deklassiert wird.

Zu Unrecht, denn die berühmte Glitzerwelt ist auch dort zu finden. Legendär ist ihre riesige Mall, die keinerlei Käuferwünsche offenlässt. Doch die Stadt hat entschieden mehr zu bieten, das einen Besuch lohnt. Zum Beispiel das Arabische Museum für moderne Kunst, welches das erste Museum für moderne Kunst überhaupt auf der gesamten Arabischen Halbinsel ist.

7. Die Festung Zubara

Nach einer neunzigminütigen Autofahrt ab Doha erreicht Ihr im Nordwesten der Halbinsel die imposante Festung Zubara. Einst diente sie militärischen Zwecken, heute ist sie ein beliebtes Ausflugsziel in der Wüste.

Gut bewacht von einer alten Kanone könnt Ihr Euch in dem restaurierten Fort die Zeugnisse seiner militärischen Vergangenheit ansehen und die zinnbewehrten Türme besteigen. Nicht weit davon lädt Euch Zubara Beach zu einem erfrischenden Bad im Meer ein.

8. Das Sheikh Faisal Bin Qassim Al Thani Museum

1998 stellte Scheich Faisal bin Qassim Al Thani sein Privatmuseum in einer historischen Festung westlich von Doha der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Es ist erstaunlich, was der Scheich alles gesammelt hat: 15.000 Exponate von islamischer Kunst, Münzen und katarischen Gebrauchsgegenständen bis hin zu schnittigen Autos können bestaunt werden.

9. Die Mangrovenwälder von Al Kohr und Al Thakira

Nördlich von Doha liegen die ehemaligen Fischerstädtchen Al Kohr (auch Al-Chaur) und Al Thakira (auch adh-Dhachira) an zwei benachbarten Buchten. Schon ihre Häfen und Uferpromenaden lohnen einen Besuch, doch ihre größten Schätze sind die Mangrovenwälder mit reicher Flora und Fauna, die Ihr mit einem Kajak erkunden könnt.

desert_doha-2905459_1920.jpg?1574435111

10. Die Wüste und das Binnenmeer

Nichts gibt es in Katar so viel wie Wüste, also solltet Ihr auch unbedingt eine Wüstensafari unternehmen. Eine der abenteuerlichsten Routen bringt Euch zu einem der schönsten Ziele des Landes, zum Binnenmeer Chaur al-Udaid oder auch Khor Al-Adaid.

Dort könnt Ihr baden, beim Dune-Bashing die Dünen hinaufrasen und oben wie von einer Schanze abheben oder beim Sandboarding die bis zu sechzig Meter hohen Dünen auf einem Brett runterrauschen.

Wo Ihr Euch hinterher den Sand wieder abspülen könnt? Natürlich im Meer oder in Eurem schönen Hotel in Doha!

Hier gibt es noch mehr Top Spots zum Sonnetanken diesen Winter.