Im jüdischen Viertel können Sie die bewegte Geschichte der jüdischen Bevölkerung Prags an jeder Ecke spüren. Kein Wunder – die Wurzeln der historischen Josefstadt reichen zurück bis ins 10.Jahrhundert. Heute können Sie sich hier über jüdische Bräuche und Traditionen informieren, auf den Spuren Franz Kafkas wandeln und erfahren, weshalb das jüdische Ghetto während der NS-Besatzung nicht zerstört wurde.Das jüdische Viertel, das mitten in der Prager Altstadt liegt, war ursprünglich ein Ghetto für die Flüchtlinge historischer Pogrome. Nachdem es jahrhundertelang den immer wieder aufflammenden antisemitischen Ressentiments und Anfeindungen standgehalten hatte, wurde ein Großteil des Josefov (Josefstadt) im frühen 20.Jahrhundert im Zuge einer Umgestaltung der Stadt zerstört. Heute gehören die bedeutendsten Gebäude des Viertels, darunter sechs Synagogen, das Jüdische Rathaus, der Alte Jüdische Friedhof und die Jüdische Zeremonienhalle, zum Jüdischen Museum.In den verschiedenen Ausstellungen des jüdischen Viertels erfahren Sie auch mehr über die Bewohner der Josefstadt und deren bedeutende Persönlichkeiten. In den sechs Synagogen des Viertels erleben Sie die würdevolle Atmosphäre historischer und aktiver Stätten des jüdischen Glaubens. Die Altneu-Synagoge ist das älteste jüdische Gotteshaus Europas. Die Spanische Synagoge dagegen ist heute ein beliebter Ort für Konzerte.Viele Touristen empfinden den Besuch des jüdischen Viertels als eines der bewegendsten Erlebnisse Ihrer Reise nach Prag. Die Gebäude dort sind auch während der NS-Besatzung intakt geblieben, da Adolf Hitler das Viertel als ein "Museum einer ausgestorbenen Rasse" erhalten wollte.Das jüdische Viertel erstreckt sich über eine relativ kleine Fläche, sodass Sie die Wege zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß zurücklegen können. Viele lokale Anbieter organisieren Führungen, von denen einige auch den Eintritt in die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Viertels umfassen. Die Reiseführer im jüdischen Viertel haben meist eine individuelle Geschichte zu erzählen und vermitteln einen sehr persönlichen Eindruck in das Leben der Prager Juden. Sie erreichen das jüdische Viertel von der Altstadt aus am besten zu Fuß und von anderen Gegenden aus am besten mit der Straßenbahn oder der U-Bahn. Die Ausstellungen sind an Samstagen sowie an jüdischen Feiertagen geschlossen und schließen im Winter etwas früher.
Reiseführer Josefov: 2026 das Beste in Josefov entdecken
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