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Erlöserkirche Sankt PetersburgDie Erlöserkirche in Sankt Petersburg

Adresse

Auferstehungskirche
Griboedov canal embankment 26
Sankt Petersburg

Auferstehungskirche

1907 wurde die Auferstehungskirche in Sankt Petersburg im altrussischen Stil fertiggestellt. Begonnen wurde der Bau bereits im Jahr 1883. Die Sehenswürdigkeit ist auch unter den Namen Erlöserkirche, Blutkirche oder Bluterlöserkirche bekannt. Als bauliches Vorbild diente die im Jugendstil errichtete Moskauer Basilius-Kathedrale, die auf dem Roten Platz steht.

Die Auferstehungskirche sticht mit ihren reich verzierten Giebeln und Kuppeln als einziger Jugendstilbau in einem Umfeld aus barocken und klassizistischen Bauten hervor. Sie steht am Ufer des Gribojedow-Kanals, ganz in der Nähe des Newski-Prospektes. Die Pläne für das Bauwerk schuf der damals berühmte Architekt Alfred Parland. Von außen wie von innen ist die Auferstehungskirche in Sankt Petersburg großflächig von prachtvollen Mosaiken geschmückt.

Im Inneren der Kirche markiert ein prächtiger Schrein die Stelle, an der Zar Alexander II. im Jahr 1881 tödlich verwundet wurde. Der Zar befand sich auf dem Weg in seinen Winterpalast, als seine Kutsche von einer Bombe getroffen wurde. Zur Erinnerung an das Attentat wurde die Kirche an dieser Stelle errichtet. Den Auftrag zum Bau erteilte Alexander III., der Sohn des Ermordeten. Die Eröffnung fiel außerdem mit der Hundertjahrfeier des Sieges gegen die Truppen Napoleons und mit dem 300-jährigen Jubiläum der Romanow-Familie zusammen.

Die Kirche diente nie rein sakralen Zwecken. Ursprünglich konzipiert als Denkmal, wurde sie zwischenzeitlich als Konzerthalle, Theater, Museum und sogar als Kartoffellagerhaus genutzt. Nach einer in den 1990er Jahren abgeschlossenen Restaurierung wurde das Bauwerk als Museum wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Eine große goldene Kuppel überspannt den Innenraum, der auf vier gigantischen Säulen aus kostbarem grau-violetten Jaspis ruht. Auffällig sind auch die Mosaikikonen, welche die Schutzpatronen der Familie Romanow zeigen. Viele weitere Mosaike zieren den prächtigen Innenraum.

Kommentare zu diesem Artikel

Gast, 28.03.2008
Dies ist ein Gebäude, was die Stadtbewohner einst spaltete: In den 1960er Jahren wurde das Bauwerk als sinnloses Beispiel des Eklektizismus bezichtitgt und sollte abgetragen werden. Jedoch reichten die Stimmen für den Erhalt, und nun ist in St. Petersburg eine Art Kirche zu sehen, die es so nicht mehr gibt. Ähnliche Bauwerke wurden in Moskau errichtet, als der altrussische Stil mit Mosaiken und Zwiebelkuppeln im Kommen war. Die Kirche ist ein starker Kontrast zu der sonst sehr europäischen Architektur der Stadt und äußerst reizvoll und farbenfröhlich. Interessant, aber vielleicht nicht jedermanns Geschmack, sind die Flächenmosaiken im Innenraum. Die Kirche ist dadurch in ein feierliches Hellblau getaucht. Die Entwürfe für die Mosaiken lieferten viele bekannte russische Künstler und manche sind auch sehenswert. Das Äußere bleibt jedoch mein Favorit.
Gast, 18.05.2011
ausgezeichnet sehr schoen
Gast, 21.07.2011
Unbeschreiblich, einfach wunderschön!!!!

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