
April 2026
Die Idylle am Grundlsee erlebst du am besten am Morgen mit einem ausgedehnten Frühstück auf der Plätte. Entdecke hierzu unsere Tipps
Eine der reizvollsten Gegenden Österreichs ist das Salzkammergut und da besonders das Ausseerland. Wer einmal dort war, kommt immer wieder. Es ist aber auch zu schön gelegen – mit Blick auf den Dachstein und seinen Gletscher. Dort gibt es sogar ein „Meer“, und das im Herzen Österreichs: Der größte See der Steiermark, der Grundlsee, wird nämlich gerne auch das „Steirische Meer“ genannt.
Das Panorama des Dachsteins
Die geografische Lage des Ausseerlandes bietet dramatische Ausblicke. Dominierend im Hintergrund thront der Dachstein mit seinem markanten Gletscher. Das ewige Eis bildet einen scharfen, majestätischen Kontrast zu den sanften, tiefgrünen Tälern und dichten Wäldern der Region. Dieses Zusammenspiel aus schroffen Gipfeln und idyllischer Natur prägt das unverwechselbare Gesicht der Gegend.Das „Steirische Meer“Ein besonderes Highlight im Herzen Österreichs ist der Grundlsee. Er ist der größte See der Steiermark und erstreckt sich über eine Länge von rund sechs Kilometern. Wegen seiner beachtlichen Ausmaße und der tiefen, smaragdgrünen Farbe wird er von den Einheimischen und Gästen liebevoll das „Steirische Meer“ genannt. Die Ufer sind weitgehend frei zugänglich, was den See zu einem Paradies für Badegäste, Segler und Ruhesuchende macht.Kultur und LebensgefühlNeben der Natur ist das Ausseerland für seine unberührte Kultur bekannt:
Möchtest du für eine geplante Reise nähere Informationen? Wir empfehlen Wanderrouten um den Grundlsee.

Seit jeher eine beliebte Sommerfrische-Destination für Gäste aus Wien, werden Grundlsee und der benachbarte Altausseer See auch heute immer noch pittoresk und leise plätschernd von den ehemaligen Arbeitsbooten, den Plätten, befahren.
Der historische Ursprung: Vom Lastenträger zum Kulturgut
Die Geschichte der Plätte ist untrennbar mit dem wirtschaftlichen Aufstieg des Salzkammerguts verbunden. Im Mittelalter reichten die Kapazitäten einfacher Einbäume nicht mehr aus, um den boomenden Salzabbau logistisch zu bewältigen.
Das „weiße Gold“ musste tonnenweise über die Traun und die Seen transportiert werden. Die Lösung war die Konstruktion eines kiellosen, kastenförmigen Bootes mit flachem Boden. Dank dieser Geometrie besaßen die Plätten selbst bei maximaler Beladung mit Salzfässern, Holz oder Vieh einen extrem geringen Tiefgang. Sie konnten seichte Flussabschnitte mühelos passieren und direkt am unbefestigten Seeufer anlanden.
Die traditionelle Bauweise: Ein Meisterwerk der Schiffszimmerer
Der Bau einer originalen Ausseer Plätte erfolgt auch heute noch nach jahrhundertealter, mündlich überlieferter Handwerkstradition ohne feste Baupläne.
Die heutige Nutzung:
Kultur- und GenusserlebnisNachdem die Plätten im 20. Jahrhundert durch Eisenbahn und Straßenverkehr ihre Bedeutung als reine Lastenschiffe verloren hatten, wurden sie für den sanften Tourismus wiederentdeckt. Sie prägen heute das Bild des Grundlsees, des Toplitzsees und des Altausseer Sees.Heute dienen die lautlos gleitenden Holzboote als schwimmende Kulisse für landschaftliche Entdeckungsfahrten. Besonders populär ist das sogenannte Plättenfrühstück: Dabei gleiten Gäste am frühen Morgen über den spiegelglatten See und genießen regionale Spezialitäten direkt an Bord. Zudem sind sie das einzige erlaubte Transportmittel auf dem sagenumwobenen Toplitzsee, um Passagiere zum versteckten Kammersee – dem Ursprung der Traun – zu befördern.
Es sind traditionelle, lange Holzboote, die mit einem Ruder und einer speziellen Rudertechnik angetrieben werden. Früher wurden sie zum Transport von Salz und anderen Gütern im Ausseerland von den Einheimischen täglich eingesetzt. Heute kommen sie bei Rundfahrten, bei speziellen Anlässen wie Hochzeiten oder auch als Location für ein außergewöhnlich romantisches Mahl am See zum Einsatz.
Die Plätten kannst du auch für ein morgendliches, romantisches Frühstück zu zweit (oder mehr) mieten. Dabei erwartet dich ein schön gedeckter Frühstückstisch und ein engagierter Ruderer. So kannst du dich beim Schmausen ganz auf die schöne Bergwelt rundum konzentrieren, das leise Plätschern des Ruders kommt als Untermalung hinzu.
Los geht’s am Grundlsee vom schönen Seehotel aus, wo flinke Finger die Plätte schon früh morgens verlockend köstlich bestücken, sodass du nur noch – vorsichtig – einsteigen und dich auf den schmalen Holzbänken niederlassen musst.
Dann heißt es: Zugreifen, genießen und dabei schauen, schauen, schauen.
Buchen kannst du diese Plättenfahrten in verschiedenen Varianten am Grundlsee und am Altausseer See. Am allerschönsten ist es am frühen Morgen, wenn am Grundlsee die Sonne bei Gössl langsam höher steigt und du den Blick auf die gepflegten Villen im Ausseer Stil und die umliegende Bergwelt fast für dich allein hast. So schön, dass sogar James Bond hier schon auf einer Plätte dahinglitt, allerdings unterstützt von einem Elektromotor. Der hatte es nämlich naturgemäß etwas eiliger als wir.
Hier findest du weitere Hotels am Grundlsee.
