
April 2026
Schon Mark Twain verglich Mauritius einst mit dem Paradies – und das absolut zu Recht. Wir haben die besten Tipps für deine Individualreise zusammengestellt
„Zuerst schuf Gott Mauritius, dann das Paradies. Aber das Paradies war nur eine Kopie von Mauritius.“ Man muss vor Ort gewesen sein, um die Worte verstehen zu können, mit denen laut Mark Twain ein Einheimischer seine Insel Mauritius beschrieb. Die kleine Perle im Indischen Ozean mit ihren kilometerlangen Sandstränden der Extraklasse, saftig grünen Palmen, einsamen Bergwelten, einer Kultur unterschiedlicher Religionen, einem vorgelagerten Korallenriff, dessen Unterwasserwelt in bunten Farben schillert – wer jemals Mauritius besucht hat, der hat das Paradies besucht.

01
Der Mikrokosmos im Indischen Ozean
Mauritius ist wie ein Mikrokosmos – die Insel führt eine Art Eigenleben weit weg von allem. Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein, man akzeptiert und respektiert einander. Hier leben die Menschen verschiedenster Herkunft äußerst friedlich zusammen, jeder auf seine Art und Weise. So sieht man immer wieder hinduistische Tempel, katholische Kirchen und Moscheen. Gelegentlich spricht man neben Kreol auch Indisch oder Chinesisch. Im Supermarkt findet man indische Gewürze, französisches Baguette oder deutschen Käse, während aus den Boxen Musik à la Bollywood schrillt.
Auch die Feste auf der Insel sind kulturell vielfältig. Muslimische Feste, chinesische Feierlichkeiten und hinduistische Zeremonien werden gerne gefeiert. Und genau das ist es, was Mauritius so faszinierend macht. In den Straßen der Hauptstadt trifft man auf die verschiedensten Länder dieser Welt. Alle hier auf einem Fleckchen Erde.

02
Die Reise des Lebens
Die meisten Urlauber erleben auf der Insel wohl die Reise ihres Lebens. Einige heiraten am Strand, andere verbringen ihre Flitterwochen in einem der besten Hotels der Welt. Einige genießen den Luxus der 5-Sterne-Anlagen, andere wiederum erkunden die Insel auf eigene Faust. Eines steht aber auf jeden Fall fest: Auf Mauritius ist kein Platz für schlechte Laune.
Und wer jetzt denkt, Mauritius wäre unbezahlbar, der hat sich geirrt. Unterkünfte, Essen, Ausflüge, Shopping – das alles kostet nicht mehr als in Deutschland. Verlässt man nämlich die Ressortanlagen, so ist die Insel wie eine Art Europa auf knapp 2000 Quadratkilometern. Die Autos fahren links wie in England, haben aber Nummernschilder wie in Frankreich. Die eigentliche Amtssprache ist Englisch, dennoch reden die meisten hier Französisch. Und sogar Croissants und ein Tässchen Tee gibt es am Nachmittag.

03
Unterkünfte schon für 40 € die Nacht
Auf Expedia findet man schon für wenig Geld pro Übernachtung verschiedene Unterkünfte. Zwar sind es oft nur einfache, altmodische 1-Zimmer-Apartments, dennoch erfüllen sie ihren Zweck zum Schlafen, Kochen und Duschen. Mit einem etwas größeren Budget findet man auch hübsche 3-Sterne-Hotels am Strand mit Beach-Bar und anderen Annehmlichkeiten. Mauritius bietet einfach die volle Bandbreite.
Zu den beliebtesten Regionen gehören Pereybere, Grand Bay, Mon Choisy, Trou aux Biches, Port Louis, Flic en Flac, Belle Mare, Blue Bay, Le Morne, Black River oder auch La Gaulette. Wer einen längeren Aufenthalt plant, der sollte auch in den Facebook-Gruppen von Mauritius unterwegs sein. Hier tummeln sich viele Mauritianer und Menschen die vor Ort leben. In diesen Gruppen findest du schnell den richtigen Ansprechpartner bei Problemen und speziellen Fragen. Auch kann man hier einfach eine Unterkunft oder einen Mietwagen finden. Einige Unterkünfte haben es nämlich noch immer nicht in die Online-Welt geschafft.

04
Transport auf der Insel
Mauritius ist unkompliziert und einfach. Mit den einheimischen Bussen kann man für kleines Geld die Insel erkunden. Die Busse fahren zwar nicht nach einem festgelegten Zeitplan, aber regelmäßig. Eine Fahrt kostet meistens zwischen 1 und 3 €. In Port Louis findest du zwei große Busterminals: den „Nord-Bahnhof“ für Fahrten Richtung Norden und den „Süd-Bahnhof“ für Reisen in den Süden und Westen. Zwischen Port Louis und Grand Bay fährt ein Express-Bus, der im Gegensatz zu allen anderen Bussen nur gelegentliche Zwischenstopps einlegt.
Wer die Insel flexibel und auf eigene Faust erkunden möchte, kann vor Ort zu günstigen Preisen einen Mietwagen finden. In der Hauptsaison empfiehlt sich allerdings eine Reservierung vorab, denn die Verfügbarkeit von Autos ist auf einer Insel eben begrenzt. Bei Maki Car Rental wirst du schon ab rund 70 € für die Mindestmietzeit von zwei Tagen fündig. Eine Alternative sind private Taxifahrer, mit denen du einen Preis von ungefähr 70 € pro Tag aushandeln kannst.

05
Shopping und Essen
Auf Mauritius kannst du am kleinen Kiosk, in großen modernen Shopping Malls, westlichen Supermarktketten oder in lokalen Geschäftchen einkaufen. Auf dem Central Market in Port Louis findest du täglich frisches Obst, Gemüse, Gewürze und einheimische Gerichte. In den Supermärkten, deren Angebot alle üblichen Produkte umfasst, sind die Preise tendenziell etwas höher als in Deutschland. Pflegeprodukte sind meist teurer, da fast alles Importware ist.
Eine beliebte Mall ist die „Bagatelle Mall of Mauritius“ mit einem Food Court und bekannten Marken und Geschäften. Einkaufsmöglichkeiten in der „Cascavelle Shopping Village“ in Flic en Flac reichen von einem riesigen Supermarkt, Technik-Geschäften, Friseur, Cafés und Restaurants bis hin zu kleineren Geschäften. Supermärkte, Cafés, Restaurants und andere Geschäfte sind auch in Grand Bay in einer Mall versammelt.
An den meisten Stränden bieten Einheimische die verschiedensten Gerichte und Snacks zu kleinen Preisen an. Besonders lecker sind Samosas (gefüllte Teigtaschen). Auch die mit Hühnchen und Curry gefüllten Roti sind sehr zu empfehlen.
06
Highlights auf Mauritius
Abgesehen von den Bilderbuchstränden hat die Insel genügend Unterhaltung und Aktivitäten zu bieten. In 14 Tagen kann man auf Mauritius einiges erleben und entdecken. Hier unsere Top-Highlights:
• Ausflug zur Insel Île aux Cerfs
• Wanderung auf den Le Morne Brabant
• Wanderung auf den Tamarin Tourelle
• Ausflug zu den Wasserfällen „7 Casacades”
• Besichtigung des Wasserfalls Charamel
• Ausflug zur Insel Île aux Benitiers
• Kayak mieten in der Blue Bay
• Schnorchelausflug in der Blue Bay
• Shopping auf dem Central Market in Port Louis
• Ausflug zur Teeplantage Bois Cherie mit Tee-Verköstigung
• Wassersport- und günstige Fun-Aktivitäten in den vielen Buchten
• Besichtigung der Kirche am Cap Malheureux
• Spaziergang an der Hafenpromande in Port Louis (bis zu den bunten Regenschirmen)
• Aufstieg zum Le Pouce
• Wandern im Black River National Park
• Ausflug zur wilden Küste von „Gris Gris”
• Surfstunden in Tamarin
• Kite-Surfing in Le Morne
• Tagesausflug mit dem Katamaran.
07
Sicherheit und Einreise
Mauritius ist ein sicheres Reiseland mit stabiler politischer Lage, einer guten Gesundheitsversorgung, Schulbildung und geringer Arbeitslosenrate. Die stabile Wirtschaftspolitik, ein relativ hoher Lebensstandard, Pressfreiheit und eine geringe Kriminalitätsrate machen Mauritius nicht nur zu einem der reichsten Länder in Afrika sondern eben auch zu einem beliebten Reiseziel.
Für die Einreise nach Mauritius benötigen deutsche Staatsbürger kein Visum. Für einen Mauritius-Urlaub darfst du dich bis zu 90 Tage im Land aufhalten. Und selbst wenn du dann noch länger bleiben möchtest, kannst du dir in der Hauptstadt Port Louis kostenfrei eine Verlängerung für weitere 3 Monate ausstellen lassen (mit allen erforderlichen Unterlagen).
08
Beste Reisezeit
Die Insel bietet sich das ganze Jahr über als Reiseziel an. Viele Urlauber kommen in den Monaten Dezember und Januar, wobei für uns der angenehmste Monat der November war. Auch Oktober, März und Mai sind wirklich zu empfehlen. Im Januar und Februar wird es so richtig heiß und luftfeucht auf der Insel. Da können Aktivitäten schon ziemlich anstrengend sein. Während unseres viermonatigen Aufenthalts auf der Insel hatten wir es nur selten mit Regen zu tun. Es können immer mal wieder Zyklone die Insel treffen, oft driften sie aber schon vorher ab und bescheren der Insel lediglich heftige Regenschauer und etwas stärkeren Wind (diese Zyklone können natürlich auch heftiger ausfallen). Ansonsten war es auf Mauritius stets warm bis heiß. Einheimische sagen, dass die Wintermonate (Juni, Juli und August) mit nur 14 Grad Celsius ziemlich frisch sind. Naja, immer noch besser als Minus 15 Grad in Deutschland oder?
