
April 2018
Mit der Bahn in den Urlaub fahren hat viele Vorteile. Wir verraten sie dir und haben auch einige Tipps, wie du entspannt mit der Bahn an deinem Ziel ankommst
Eine Bahnfahrt ist immer ein Erlebnis – sei es, weil die Durchsagen der Bahnmitarbeiter mal wieder besonders unterhaltsam waren, weil man mit netten Mitreisenden ins Gespräch gekommen ist oder weil man es endlich geschafft hat, diesen superspannenden Krimi fertig zu lesen. Falls du dem Bahnfahren eher skeptisch gegenüberstehst und dich von dem ewigen Geschimpfe über die Bahn bisher hast abschrecken lassen, haben wir hier mal eine kleine Faktensammlung sowie ein paar Tricks gesammelt, die dich vielleicht auch bald zum passionierten Bahnfahrenden werden lassen.

Für alle, die bislang noch keine Fans von Zugfahrten waren, haben wir hier einige der schlagkräftigsten Argumente für Bahnreisen gesammelt:
Bahnzeit ist Freizeit! Man steigt ein, lehnt sich zurück und macht, worauf man Lust hat. Beobachte die vorbeiziehende Landschaft, hör Musik, lies ein Buch oder schau einen Film auf dem Tablet. Im Zug brauchst du dich nicht auf die Straße zu konzentrieren und kannst einfach abschalten. Falls du in einer Gruppe reist, hast du Zeit zum Plaudern oder kannst gemütlich ein paar Runden Karten spielen.
Von München nach Hamburg gelangst du mit der Bahn in 5 ½ Stunden – ohne Umsteigen. Die ICEs erreichen auf dafür ausgelegten Strecken Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h. Und das Schöne beim Bahnfahren: Man muss nicht erst vom Flughafen durch die halbe Stadt gurken, sondern kommt in der Regel direkt im Stadtzentrum an.
Schon die Buchung ist denkbar einfach: Du gibst einfach deine Reisetermine ein, wählst deine Wunschverbindung aus und fertig. Für die Bahnreise selbst erscheinst du einfach rechtzeitig am Gleis und steigst ein – keine Sicherheitskontrollen, kein Check-in. Und keine Extragebühren für Übergepäck – du kannst mitnehmen, was in deinen Koffer passt. Und ganz Spontane marschieren sogar direkt zum Bahnsteig, kaufen ihr Ticket am Automaten und schon geht die Reise los.
Die Beinfreiheit in den Zügen der Bahn ist deutlich größer als in so manchen Bussen oder Flugzeugen und auch die Sitze sind ziemlich bequem. Bei Vierersitzen gibt es einen Tisch in der Mitte, der viel Ablagefläche bietet. Außerdem kann man auch einfach mal aufstehen, um sich die Beine zu vertreten und sich im Bordbistro mit frischem Kaffee und Snacks zu versorgen.

Alles hat Vor- und Nachteile. Natürlich gibt es auch einige nervige Aspekte beim Bahnfahren:
Wenn man kein Sparangebot der Bahn ergattert hat, kann eine Fahrt mit dem ICE von Berlin nach München schon mal teurer werden als ein Flug. Wer spontan längere Strecken zurücklegen möchte und bei der Bahn kein günstiges Angebot findet, sollte also vielleicht auf alternative Fortbewegungsmittel ausweichen. Allerdings kann man bei früher Buchung dieselbe Strecke auch mal für 29 Euro zurücklegen – dass die Bahn immer teuer ist, stimmt also nicht.
Insbesondere freitags und sonntags, am ersten Samstag der Ferien oder wochentags auf Pendlerstrecken können die Züge der Bahn schon mal unangenehm voll sein. Zu solchen Stoßzeiten reservierst du also am besten einen Sitzplatz. Noch besser: Stoßzeiten möglichst vermeiden und bevorzugt unter der Woche am späteren Vormittag fahren – da hat man manchmal den halben Waggon für sich allein.
Zugegeben: An Bahnstreiks gibt es nichts schön zu reden. Zugausfälle kosten Nerven und Zeit. Wenn man das Ganze allerdings mit der Luftfahrt vergleicht, wo es ja auch häufiger zu Streiks kommt, ist das bei der Bahn eigentlich alles nur halb so wild, weil man meist auf alternative Verbindungen ausweichen kann, sodass man in der Regel zumindest noch am selben Tag an sein Ziel kommt.

Die Vorteile des Bahnfahrens haben dich überzeugt und jetzt fragst du dich, wie du an deine Tickets kommst? Das geht ganz bequem von zu Hause aus: Buche einfach online über die Website Deutschen Bahn oder die DB Navigator App. Und wenn du schon online unterwegs bist, kannst du gleich deine Unterkunft am Reiseziel mit dazu buchen. Wer sein Bahnticket lieber persönlich bei Mitarbeitenden der Bahn erwerben und sich dabei beraten lassen möchte, kann dies in den Reisezentren der Bahn tun, die sich in jedem größeren Bahnhof befinden. Und ganz Spontane gehen einfach an einen der Automaten direkt am Gleis und kaufen ihr Ticket direkt vor der Abfahrt.

Ganz einfach: In deiner Reservierung sind Wagen- und Platznummer angegeben. Die Wagennummer benötigst du, um dich am Gleis schon mal günstig zu positionieren, damit du nicht durch den ganzen Zug irren musst. Schau einfach im Wagenreihungsplan (auch „Wagenstandsanzeiger“ genannt) nach, an welchem Gleisabschnitt dein Wagen planmäßig hält. Den Wagenreihungsplan findest du meistens an den Anzeigetafeln am Gleis, manchmal auch noch an Aushängetafeln auf Papier oder online über die DB Navigator App bzw. in deinem Reiseplan. Bist du erst mal im richtigen Waggon, suchst du einfach deine Platznummer an den Sitzen bzw. an der Abteiltür.
Viele Züge der Deutschen Bahn verfügen über Steckdosen, an denen du wichtige Reiseutensilien wie Handy oder Tablet kostenlos aufladen kannst. Im ICE findest du die rettenden Stromversorger im Fußbereich unter deinem Sitz, in den ICs ist die Steckdosenverteilung dagegen noch nicht einheitlich, je nachdem, ob ein älteres Modell oder die neue Flotte eingesetzt wird. Auch in den Regionalbahnen hängt die Verfügbarkeit stark vom Zugtyp ab. In den neueren Modellen werden Steckdosen aber auch immer häufiger.
