Man muss kein ausgesprochener Wintersportler sein, um sich in Südtirol zur Winterzeit pudelwohl zu fühlen. Die Drei Zinnen sind das Wahrzeichen der Dolomiten mitten im Pustertal und befinden sich in einem Naturpark, der sich auch dem unsportlichen Besucher erschließt.

Info Parkplatz mit dem Einzigen Blick zu den Drei Zinnen vom Tal aus.

Nur an einer einzigen Stelle erschließt sich uns Autofahrern der Blick auf die berühmte Felsformation: Von Toblach fahren wir - ausgehend vom ehemaligen Südbahnhotelauf, einem Prachtbau direkt an der Südbahn - auf der pittoresken Straße durch das Höhlensteintal immer bergan. Die Bergmassive rundum sind unsere Begleiter, aber von den Drei Zinnen ist noch lange nichts zu sehen. Und als es so weit ist, sehen wir erst die mächtigen Bergriesen des Monte Cristallo und des Monte Piano, bis wir dann endlich die Nordwände der Drei Zinnen sehen.

Die Drei Zinnen und die Sextener Sonnenuhr

Auf der Straße von Toblach nach Cortina d´Ampezzo

Besonders gut erschließt sich der Blick auf die Zinnen auf einer wunderschönen Plattform aus Holz - ein Fernrohr und ein Steinrelief helfen uns dabei. Weiter ginge es über den Dürrensee bis nach Cortina d´Ampezzo, doch uns zieht es wieder Richtung Sexten - ein Bergdörfchen, in dem die umliegenden Berge und ihre Gipfel als "Uhr" fungieren: Die Sextener Sonnenuhr zählt die Stunden anhand der Gipfel wie dem "Neuner, dem Zehner, dem Elfer und Zwölfer und dem Einser" - auch sie gehören zum Naturpark der Drei Zinnen.

Das Fischleintal ist ein Eldorado für Winterwanderer

Ein wunderschöner Ausflug auch für Motorisierte führt hinein ins "Fischleintal" - im Anblick der Dreitausender lässt man nach einigen Kilometern gerne das Auto stehen und spaziert hinein ins autofreie, sonnige Tal - man erahnt die nahen Drei Zinnen, aber man sieht sie nicht. Es warten Langlaufloipen und Winterwanderwege, Jausenstationen und bis in den frühen Nachmittag hinein viel wärmende Sonne. Sonne - das kann auch der Helm bieten, der Hausberg der Sextener - der bis spätabends Von Skifahrern, Langläufern und Winterwanderern bevölkert wird.

Winterwandern auf der Rotwand
Blick nach Sexten und zum Helm
Rentiergehege auf der Rotwand

Wer das Auto stehen lassen will und zu bequem zum Sporteln ist, dem sei die Seilbahn empfohlen, die direkt hinter dem fulminanten Bad Moos Spa Resort in Sexten auf die Rotwand hinaufführt. Man muss nur einige Schritte spazieren, um einen Blick auf ein Rentiergehege werfen zu können, oder auf einer Plattform hinunter ins weite Sextener Tal sehen zu können. Die Drei Zinnen erblickt man auch hier erst nach einer kleinen Wanderung über das Plateau.

Winterwandern im Naturpark Drei Zinnen

Wieder mit der Seilbahn unten angelangt, empfiehlt sich eine sonnige Einkehr in die gemütliche Einkehr Putschall mit Sonnenterrasse. Übrigens liegt nicht weit entfernt, direkt am Winterwanderweg, das legendäre Hotel "Drei Zinnen", ein Werk des Architekten Clemens Holzmeister und ein Werk der Tiroler Moderne der 1930er Jahre - ein echtes Gesamtkunstwerk innen wie außen.

Das berühmte Hotel Drei Zinnen in Sexten