Seit den 1980er-Jahren ist Street-Art aus San Francisco nicht mehr wegzudenken. Allerdings hat sich seit den einfachen Tags der Anfangsjahre einiges getan und die Werke der Street-Artists sind um einiges vielfältiger, kunstvoller und tiefgründiger geworden. Wo die beste Street-Art der City of the Bay zu finden ist, verraten diese Reisetipps für San Francisco.

In San Francisco mangelt es nun wirklich nicht an interessanten Kunstmuseen und Galerien, doch die spannendsten Werke finden sich in den Straßen der Stadt. Dabei sind die einfachen Tags aus den Anfangsjahren der Street-Art in San Francisco, sprich der 1980er, längst übermalt und wurden durch kunstvolle Wandgemälde in leuchtenden Farben ersetzt. Mittlerweile gilt "Frisco" als eine der Top-Destinationen für Street-Art in den USA und zieht reihenweise große Namen der Szene an.

Um die Kunst in den Straßen San Franciscos zu entdecken, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder schließt man sich einer der geführten Touren an, die von zahlreichen Street-Art-kundigen Anbietern regelmäßig durchgeführt werden. Solche kunstsinnigen Rundgänge vermitteln meist einen guten Überblick über die Hintergründe der Szene, die Künstler mit ihrem charakteristischen Stil und ihren Botschaften, sodass man hinterher bei eigenen Streifzügen viele Werke schnell zuordnen kann. Oder man zieht auf eigene Faust los und schaut einfach mal, auf was für Street-Art man so stößt. In welchen Gegenden von San Francisco solche Erkundungstouren am erfolgreichsten sein werden, verraten wir unten. Wer nicht ganz planlos auf die Suche nach Street-Art in San Francisco gehen möchte, dem sei die App von SF Mural Arts ans Herz gelegt, die über hunderte Wandgemälde in einer interaktiven Karte anzeigt und Hintergrundinformationen zu den Werken bietet. Die interaktive Karte kann übrigens auch über den Browser aufgerufen werden, falls die App auf dem eigenen Handy nicht laufen sollte. Und dies sind die Gegenden, in denen die coolste Street-Art in San Francisco zu finden ist:

Mission District

Ein ganzes Stadtviertel als Open-Air-Galerie - so könnte man den Mission District beschreiben. Wer Street-Art in San Francisco sucht, schlendert einfach die 24th Street hinunter und schaut auch mal in die Seitengassen - und wird unweigerlich fündig. In dieser Straße, in der ein ausgeprägtes lateinamerikanisches Flair herrscht, hat auch Precita Eyes Muralists ihren Sitz. Diese nicht kommerzielle Organisation ist eine Plattform für lokale Künstler und bietet auch fachkundige Street-Art-Touren an. Ein weiteres Highlight des Mission District ist die Clarion Alley, an deren Hausfassaden und Mauern Street-Artist seit 1992 sozialkritische Botschaften in kunstvolle Bilder verpacken. Und auch das großartige MaestraPeace Mural am Women's Building (18th Street, zwischen Linda und Lapidge Street) sollte man keinesfalls verpassen. Dort wird den Frauen dieser Welt in leuchtenden Farben ein Denkmal gesetzt.

South of Market

Das hippe SoMa (kurz für "South of Market") war schon immer ein Ort dynamischer Veränderungen und eine der Kunsthochburgen San Franciscos, in der sich zahlreiche interessante Museen und Galerien angesiedelt haben. Auch die Street-Art floriert hier, was wohl unter anderem durch die industriell geprägte Vergangenheit des Viertels begünstigt wurde, die zahlreiche großflächige Wände zum Besprühen hinterlassen hat. Zum Beispiel am Berwick Place, an dem sich ein Graffiti neben, über und unter das andere reiht.

Haight-Ashbury

Haight-Ashbury gilt als Wiege der freigeistigen Hippiekultur in San Francisco, die dort seit den 1970er-Jahren floriert. Dieses bunte, blumige Flair ist bis heute ganz gut in der Haight Street zu spüren, die von zahlreichen kleinen Läden und hippiesken Cafés gesäumt wird. Passenderweise sind diese Lokale zumeist in bunten Farben gestrichen und werden häufig von kunstvoller Street-Art verziert. Die meisten Werke sind im Abschnitt zwischen Stanyan Street und Central Avenue zu finden.