Wie oft hatten Sie schon aufgrund von Platzmangel einen weniger angenehmen Flug? Wenn Sie größer als der Durchschnitt sind oder sich schon mal in einen sehr engen Sitz quetschen mussten, wissen Sie, was es bedeutet, auf engem Raum zu reisen.

Ein Artikel von Andrea Indiano

Die Fluggesellschaften neigen dazu, den Platz zwischen den Sitzen zu verringern, damit mehr Personen pro Flug reisen können, doch manchmal wirkt sich dies negativ auf das Kundenerlebnis aus. Zur Lösung dieses Problems hat ein Politiker in den USA sogar eine Regierungsuntersuchung in Auftrag gegeben.

Senator Charles Schumer hat einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der Standardmaße etablieren soll, damit die Menschen komfortabel reisen können, ohne sich "wie Sardinen" fühlen zu müssen, wie Schumer es ausdrückt.

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Weniger Platz für Flugreisende

"Flugzeugsitze werden immer kleiner und enger. Das ist nicht in Ordnung und muss anders werden", so der Demokrat während eines Hearings in Washington.

1970 betrug der Abstand zwischen zwei Sitzen 90 cm. Heute beträgt er nur noch 75 cm, und die Sitzbreite wurde von 48 auf 42 cm verringert.

"Wir sind uns darüber im Klaren, dass die Unternehmen Kosten einsparen müssen, doch dies sollte nicht zu Lasten der Kunden gehen. Die Tatsache, dass es Ersatzsitze mit zusätzlicher Beinfreiheit gibt, zeigt, dass die Abmessungen zu eng und nicht förderlich sind, optimale Bedingungen für die Reisenden zu schaffen", so Schumer.

US-Regierungsbeauftrage für das Transportwesen prüfen Schumers Anliegen in den kommenden Monaten. Falls die Gesetzesvorlage genehmigt wird, könnte es künftig vorgeschriebene Mindestmaße geben, wobei die Verbraucher Einfluss auf die Sitzbreite und -abstände nehmen können.

Alle Viel- und Langstreckenflieger würden davon profitieren.

Abos im Flugbuchungssystem

Vielfliegern könnte eine weitere Neuerung auf dem Markt außerdem das Buchen von Flügen künftig erleichtern. Eine neue App bietet ein monatliches Abonnement für Flugbuchungen.

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Indem sie alle 30 Tage eine feste Gebühr zahlen, können die Kunden auf festgelegten Strecken so oft fliegen, wie sie möchten. Die Innovation nennt sich One Go und ist derzeit nur in einigen Regionen der USA erhältlich. Für ein Monatsabo über USD 1.000 können Sie beispielsweise beliebig oft an der Westküste der USA hin und her fliegen. Für USD 3.000 im Monat können Sie alle Ziele in den USA anfliegen. Ein interessantes Angebot, das an Interrail für Züge oder Netflix und Ähnliches erinnert. One Go berechnet zudem eine Anmeldegebühr von USD 500, aber die Zielgruppe der App scheint dies nicht abzuschrecken. Insbesondere Vielflieger, die aus geschäftlichen Gründen reisen, haben keine Zeit, ständig nach den günstigsten Flugtarifen zu suchen.

Normale Freizeitreisende jedoch vertrauen besser auf sicherere Buchungs-Websites.