Was ist Denguefieber?

Bei dem Denguefieber handelt es sich um eine Viruserkrankung, die primär durch die Stiche von bestimmten Mückenarten übertragen wird.Denguefieber-1024x767.jpg

Verantwortlich für die Erkrankung sind die sogenannten Dengueviren, die zu den Flaviviren gehören. Da jedes Jahr über 100 Millionen Krankheitsfälle bekannt werden, gilt das Denguefieber zu den am weitesten verbreiteten Viruserkrankungen, die durch Mückenstiche übertragen werden können.

Wo ist Denguefieber verbreitet?

Da die übertragenden Moskitos eine gewisse Mindesttemperatur zum Überleben brauchen, gibt es die meisten Krankheitsfälle in warmen Gebieten, wie beispielsweise Südostasien, Süd- und Mittelamerika, Indien, Afrika sowie Teile des Pazifiks. Besonders in subtropischen und tropischen Gebieten, also wo es warm und feucht ist, ist Denguefieber verbreitet. Auch in Europa gibt es vereinzelt Krankheitsfälle, etwa auf Madeira.suedostasien-1024x593.jpg

Wie kann ich mich gegen Denguefieber schützen?

Ganz gleich, ob Ihr als Backpacker oder aus geschäftlichen Gründen in ein Risikogebiet reist - denkt immer daran, nötige Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um Mückenstiche zu vermeiden.

Aktuell gibt es noch keine Impfung gegen Denguefieber, sodass Ihr vorbeugend arbeiten solltet. Schlaft unter einem Moskitonetz, benutzt Mückenschutzmittel, um die Insekten von Euch fern zu halten, und tragt lockere, lange Kleidung.

Was sind die Symptome von Denguefieber?

Das Denguefieber ist auch unter Bezeichnungen wie Break-Bone-Fever (Knochenbrecherfieber) oder Siebentagefieber bekannt, wobei der letztere Begriff schon typische Symptome der Erkrankung beschreibt. Es wird üblicherweise zwischen dem normalen Denguefieber und dem hämorrhagischen Denguefieber beziehungsweise dem Dengue-Schock-Syndrom unterschieden.fieber-1024x639.jpg

Beim Denguefieber ereilen den Erkrankten nach der Infektion Symptome wie sehr hohes Fieber bis 40 °C, meist in Kombination mit starken Muskel-, Knochen- und Gelenkschmerzen. Auch Druckschmerzen im Augenbereich und Kopfschmerzen gehören zu den gängigen Symptomen, ebenso wie Schwäche, Übelkeit und Magen-Darm-Probleme sowie eine Verfärbung der Haut. In der Regel kann der Erkrankte nach etwa sieben Tagen ohne Folgeschäden genesen, leidet mitunter aber noch unter Schwächegefühlen.

Bei ein bis fünf Prozent aller Krankheitsfälle kommt es zum Dengue-Schock-Syndrom, bei dem die erwähnten Muskel-, Knochen- und Gelenkschmerzen fehlen können und es stattdessen nach einigen Tagen zu starken Blutungen in verschiedensten Bereichen des Körpers - auch in allen Organen - kommen kann. Ohne Behandlung kann es bei diesem Krankheitsverlauf zu einem Kreislaufschock kommen.

Wie wird Denguefieber übertragen?

Die Übertragung des Virus erfolgt in der Regel durch infizierte weibliche Mücken bestimmter Mückenarten. Meist handelt es sich um die ägyptische Tigermücke, seltener auch um die asiatische oder die polynesische Tigermücke.tigermuecke-1024x678.jpg

Durch den Stich der Mücke wird das Denguevirus vom Insekt auf den Menschen übertragen. Umgekehrt kann sich auch eine nicht infizierte Mücke beim Stechen eines erkrankten Menschen mit dem Denguevirus infizieren.

Was kann ich tun, wenn ich mich mit Denguefieber angesteckt habe?

Habt Ihr den Verdacht, Euch mit Denguefieber angesteckt zu haben, sucht umgehend einen Arzt auf, der mittels des PCR-Verfahren ermittelt, ob Ihr tatsächlich den Virus habt und welchen Serotypen. Bei einem normalen Verlauf könnt Ihr schmerz- und fiebersenkende Medikamente einnehmen, um die Heftigkeit der Symptome zu mildern. Bei einem Schock oder einem schweren Verlauf müsst Ihr Euch umgehend im Krankenhaus behandeln lassen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Denguefieber meldepflichtig.