Die Kultur in Köln hat nicht nur den imposanten Kölner Dom und die zahlreichen romanischen Kirchen zu bieten. Sehenswert sind auch die vielen Kunstgalerien und die Märchensiedlung mit ihren schönen Fachwerkhäusern. Wer abends ordentlich feiern möchte, der geht am besten ins Belgische Viertel.

Die facettenreiche Kultur in Köln macht jeden Besuch in der Stadt zum eindrucksvollen Erlebnis. Neben eindrucksvollen Bauten wie dem Kölner Dom, den Romanischen Kirchen und Denkmälern ehrenwerter Persönlichkeiten, hat die Stadt einen international anerkannten Kunstmarkt. Seit dem Ende der 1960er Jahre ist hier vor allem die künstlerische Avantgarde vertreten, daher prägen viele Galerien das Stadtbild. In Köln wurde der "Kunstmarkt" erfunden, und die aus dem "Kunstmarkt" hervorgegangene ART COLOGNE ist die weltweit älteste Kunstmesse. Momentan ist zu beobachten, dass sich eigenständige Galeriehäuser gründen, indem mehrere Galerien zusammen die Räumlichkeiten eines Gebäudes anmieten. Einen kulturellen Spaziergang beispielsweise im Kölner Norden sollten sich Kunstinteressierte also nicht entgehen lassen. Doch auch die Musikszene der Stadt kann sich sehen lassen. Bands wie BAP, Bläck Fööß und die Höhner sind seit Jahrzehnten etablierte Künstler und spielen natürlich nicht nur zur Karnevalszeit. Und was wäre Köln ohne Guildo Horn, seine Band "Die orthopädischen Strümpfe" und seine Nussecke? Humor ist ein fester und wichtiger Bestandteil der Kultur in der Stadt. Und auch wenn man deutsche Musik nicht zu seinen Vorlieben zählt, kann man sich der guten Laune die die Kölner Mundart verbreitet, spätestens nach dem zweiten Kölsch nicht länger entziehen. Apropos Bier: In den Kneipen Kölns ist es üblich, dass leere Biergläser so lange vom Kellner nachgefüllt werden, bis der Gast den Deckel aufs Glas legt.

Die Märchensiedlung Köln-Holweide

Die Kultur in Köln ist eng mit den historischen Bauten der Stadt verbunden. Wer einen Stadtrundgang entlang wunderschöner Fachwerkhäuser machen möchte, der begibt sich am besten in den Stadtteil Holweide oder nach Köln-Delbrück, denn hier liegt die Märchensiedlung. Dieses Wohngebiet besteht aus 181 Einfamilienhäusern und hat so schöne Straßennamen wie Schneewittchenweg, Siebenrabengasse und Rapunzelgäßchen - hier haben Gartenzwerge noch ein richtiges Zuhause. Die Siedlung wurde anlässlich der rechtsrheinischen Stadterweiterung zwischen 1922 und 1929 gebaut, deren Häuser im Mittelalter auf den ehemaligen Ländereien des Rittergutes Iddelsfeld standen. Die Straßennamen mit Märchenbezug sollten die wohnreformerischen Ideen des "Wohnens wie im Märchen" ausdrücken, denn die Siedlung ist der aus England stammenden Gartenstadtbewegung nachempfunden. Das Ziel der Bewegung war die Schaffung von Wohnraum mit Garten für Arbeiterfamilien, die auf diese Weise ihr eigenes Obst und Gemüse anbauen und Kleintiere zur Selbstversorgung halten konnten.

Belgisches Viertel - Ausgehen in Köln

Das Belgische Viertel zwischen Rudolfplatz und Friesenplatz ist nicht nur eine ziemlich hippe Shoppingmeile, hier kann in vielen ausgefallenen Bars auch ordentlich gefeiert werden. Wen es im Sommer eher nach draußen zieht, der ist auf dem Kirchplatz genau richtig, denn der wird zum Biergarten und Treffpunkt Nummer eins unter den Kölnern. Wer auf Elektro-Partys steht, der ist am besten am angesagten Club Reinecke Fuchs aufgehoben. (Nein, der Club hat nichts mit der Märchensiedlung Hohlweide zu tun...). Köstliche Cocktails und Longdrinks genehmigt man sich vorzugsweise in der Arty Farty Bar, die in einem großzügigen Kellergewölbe samt Kunstgalerie beheimatet ist. Wo auch immer man die Partynacht in Köln verbringt, Langeweile ist ausgeschlossen.