Die Stadt Karlsruhe legt großen Wert auf kulturellen Reichtum. So finden das ganze Jahr über die unterschiedlichsten Festivals in Karlsruhe statt, bei denen auch viele internationale Künstler zu Gast sind. Gezielt werden mit dem breit gefächerten Angebot verschiedene Publikums- und Altersklassen angesprochen.

Die badische Fächerstadt Karlsruhe bietet ein breites Spektrum an regelmäßig wiederkehrenden Festivals, die von Rockkonzerten bis zu Klassikhighlights reichen und zahlreiche Zielgruppen ansprechen. Die Stadt legt großen Wert darauf, ihr bestehendes Image als kulturelle Metropole immer weiter zu stärken. Vor allem unter der Dachmarke "Festivalsommer Karlsruhe" finden von Juli bis September zahlreiche Festivals statt, zu deren besonderen Attraktionen die abendlichen Schlosslichtspiele am imposanten und zentral gelegenen Karlsruher Schloss zählen. Aber auch jenseits des Festivalsommers findet man hochkarätige und ganz spezielle Festivals in Karlsruhe.

Das internationale Fest am "Mount Klotz"

"Das Fest" ist eine der größten Open-Air-Veranstaltungen in Deutschland und zieht jährlich über 250.000 Besucher nach Karlsruhe. Bei der Programmgestaltung werden vom Veranstalter ausdrücklich alle Bevölkerungsgruppen angesprochen, unabhängig von Alter oder Einkommen. Hier traten bereits international bekannte Künstler wie Clueso, The BossHoss, Fury in the Slaughterhouse, BAP oder Die Fantastischen Vier auf. Darüber hinaus gibt es einen speziellen Kultur- und Abenteuerbereich für Kinder und Familien, einen "Fest"-Cup im Skate- und Fingerboarden und vielfältige Begegnungsmöglichkeiten, wie das "Fest"-Café, die Kulturbühne oder das sonntägliche Klassik-Frühstück. "Das Fest" findet immer an drei Tagen des letzten Wochenendes vor den baden-württembergischen Sommerferien in der Günther-Klotz-Anlage am sogenannten "Mount Klotz" neben der Europahalle statt.

Festivals im Badischen Staatstheater

Seit 1983 widmen sich die Europäischen Kulturtage Karlsruhe der weltweiten kulturellen Vielfalt. Das vor allem am Badischen Staatstheater Karlsruhe lokalisierte Festival setzt sich jährlich einen Themenschwerpunkt, zu dem es ein spartenübergreifendes und für alle Kunstformen offenes Programm zeigt und aktuelle gesellschaftspolitische Fragen zur Diskussion stellt. Die möglichen Themenstellungen reichen von "KunstStück Zukunft" (2000) über "Frieden+Krieg" (2014) bis zur künstlerischen Auseinandersetzung mit einzelnen europäischen Städten. Dabei arbeitet das Festival in Karlsruhe eng mit örtlichen kulturellen Institutionen und Initiativen zusammen. Einer langen Tradition erfreuen sich im Badischen Staatstheater Karlsruhe auch die Internationalen Händel-Festspiele, die alljährlich, rund um Georg Friedrich Händels Geburtstag am 23. Februar, dem großen Barockkomponisten hochkarätige Interpretationen seiner Orchester- und Bühnenwerke widmen. Dazu werden stets international renommierte und auf Alte Musik spezialisierte Solisten und Ensembles eingeladen und auch Sonderprogramme wie beispielsweise eine Gesprächsrunde mit der händelbegeisterten Donna Leon standen bereits auf dem Programm.

Tollhaus, Tanz und queere Kunst

Vom Karlsruher Kulturzentrum Tollhaus wird jährlich das "Zeltival" organisiert, das sich im Sommer über fast einen Monat erstreckt und eine enorme Bandbreite an Veranstaltungen bietet: Hier treten z. B. internationale Zirkuskünstler und Kabarettisten auf, zudem ist internationale Musik verschiedenster Stilrichtungen zu hören. Dabei werden auch immer wieder auf Karlsruhe bezogene oder künstlerisch interessante Projekte initiiert, wie beispielsweise 2015 das Aufeinandertreffen von Wolfgang Ambros und Wolfgang Niedecken. Freunde des Tanzes kommen vor allem beim Inter­na­tio­nalen Tanzfes­ti­val im Kultur­zen­trum Tempel auf ihre Kosten, das drei Wochen lang Highlights und Neuheiten aus der Tanzszene präsentiert. Aufgrund der wachsenden Nachfrage wurden mittlerweile weitere Bühnenräume erschlossen, darunter das Karlsruher Kulturzentrum Tollhaus und das Zentrum für Kunst und Medientechnologie ZKM. Ein weiterer Kooperationspartner ist schon seit Langem die Kinemathek, die das Tanzfestival um filmische Beiträge ergänzt. "Schrill im April" ging es 20 Jahre lang mit dem gleichnamigen schwul-lesbischen Kulturfestival zu. Seit 2015 setzt sich das ähnlich konzeptionierte Nachfolgefestival "queerKultur" mit allen denkbaren queeren Themen auseinander: In einer immer Ende April stattfindenden Kulturwoche werden Kultur-Radtouren, Podiumsdiskussion und Beratungsabende veranstaltet, Lesungen und Comedy-Shows angeboten sowie thematisch ausgerichtete Filme gezeigt.