Im Markttreiben mit zu schwimmen und dabei Flaneure, Käufer und Verkäufer, ausgebuffte Schnäppchenjäger und vor allem legendäre Marktschreier zu beobachten, macht in jeder Stadt und in jedem Ort Spaß und ist doch überall anders und von Besonderheiten geprägt. Also macht Euch auf, auch einmal die Märkte in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden kennenzulernen und dabei so manches zu erstehen, was Ihr anderswo ganz bestimmt nicht kaufen könnt. Schon allein, weil Obst, Gemüse und Fleisch aus regionalem Anbau stammen, also nachvollziehbarer Herkunft, und so mancher frischer Fisch aus den Gewässern der Umgebung kommt. Wir stellen Euch einige Märkte in Dresden vor.

Der Striezelmarkt

Auch wenn der Striezelmarkt, der traditionelle Dresdner Weihnachtsmarkt - leider - nur in den letzten Wochen des Jahres seine immer wieder begeisterten Besucher empfängt, gehört er doch an die erste Stelle unserer Liste. Schließlich ist er Deutschlands ältester Weihnachtsmarkt, der schon seit 1434 auf dem Altmarkt mit seinen unwiderstehlichen Düften nach Stollen, Mohnstriezeln, gebrannten Mandeln und Schmalzgebackenem seine weihnachtsvorfreudigen Gäste anlockt.

Im Zentrum des Marktes steht stets die mit vierzehn Metern höchste Erzgebirgspyramide, die je gebaut wurde. Für die Kleinen ist die Kindererlebniswelt besonders aufregend, in der jeden Tag der Weihnachtsmann ein Türchen des Adventskalenders öffnet. Natürlich unterhält er vor Ort auch seine Werkstätten, in denen Ihr den Handwerks- und Bäckermeistern bei der Arbeit zusehen könnt.

Ein Striezel, der Namensgeber des Marktes, ist übrigens ein Hefegebäck. Unter diesen Oberbegriff fallen die bekannten Mohnstriezel, aber auch die berühmten Dresdner Stollen.

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Der Weihnachtsmarkt in Dresden - Pixabay

Die Neustädter Markthalle

Die Markthalle in der Dresdner Neustadt wird von vielen als Deutschlands schönste angesehen. Sie entstand als Sandsteinbau auf dem Gelände einer abgerissenen Infanterie-Kaserne und wurde 1899 mit 229 Verkaufsständen eröffnet. Inzwischen tummeln sich nicht mehr so viele Anbieter auf den 4757 Quadratmetern, dafür aber ist das Einkaufen in dem im Jahre 2000 sanierten Bau ein wunderschönes, denkmalgeschütztes Gründerzeit-Erlebnis.

Kunst-, Antik- und Trödelmarkt am Haus der Presse

Samstags und am ersten Sonntag im Monat kommen Flohmarktliebhaber auf der zentral gelegenenOstra-Allee auf ihre Kosten. Das ist ein historischer Ort, denn die Allee war einst ein alter Fahrweg, der Dresden mit dem Ostvorwerk verband. Gesäumt wurde er vom Prinz-Max-Palais, von Glas-Hütten, Manufakturen und herrschaftlichen Ställen und Gärten. Heute breiten auf dem großen Trödelmarkt am Haus der Presse vor allem private Händler ihre Schätze aus. Ihr könnt Euch mit Second-Hand-Kleidung und Modeschmuck eindecken, könnt unter all dem Nippes und Hausrat nach Brauchbarem suchen, Bücher und CDs preiswert erstehen und abschätzen, ob Omas antikes Mobiliar zu Euch passt. Wie auf allen Trödelmärkten gehören auch Bilder und Kunsthandwerkliches zum Angebot. Im Winter schlagen die Händler ihre Stände übrigens in der Neustädter Markthalle auf.

Der Frühjahrsmarkt

Die jeweils vier Wochen dauernden großen Märkte im Frühjahr und im Herbst haben in Dresden eine lange Tradition. Mit dem Aufstellen des traditionellen Maibaums durch zahlreiche Zimmerleute, dem dazugehörigen Bändertanz und einem zünftigen Fassbieranstich wird auf Dresdens Altmarkt Ende April feierlich das Frühjahr ausgerufen. Um die achtzig Händler bieten ihre Ware feil, meistens regionale Produkte. Kleine Wein- und Biergärten sorgen für angenehme Verschnaufpausen. Unterdessen können sich die Kleinen auf dem historischem Riesenrad, der Kindereisenbahn und dem Karussell amüsieren.

An den Wochenenden und am Maifeiertag geht es besonders turbulent zu, dann wechseln sich auf der Marktbühne Bands, Solisten und Orchester ab und die Gärtnerbetriebe aus Dresden und Umgebung versorgen die Besucher mit frischen Pflanzen für Garten und Balkon und geben Tipps für deren Pflege. Wenn die Tage des Internationalen Dixieland Festivals Dresden anbrechen, geben die Künstler ihre Leidenschaft auch auf der Markbühne und auf der Abschlussparade, die über den Altmarkt führt, lautstark und mitreißend zu Gehör.

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Bildnachweis: Pixabay

Der Herbstmarkt

Jedes Jahr im September verwandelt sich der Altmarkt für vier Wochen in den Herbstmarkt mit buntem Markttreiben, Musik, geschmückten Hütten, einladenden Bier- und Weingärten, historischem Riesenrad, Kinderkarussell und Kindereisenbahn. Passend zur Erntezeit bieten die Händler vor allem Obst und Gemüse aus der Region, Imkereierzeugnisse und Handwerkskunst an.

Das erste Wochenende gehört immer dem traditionellen Brotmarkt der Bäcker-Innung Dresden. DiePilzsammler, die sich der Essbarkeit ihrer Funde nicht ganz sicher sind, können sich von Pilzexperten beraten lassen.

Sachsenmarkt Lingnerallee

Der größte Dresdner Wochenmarkt findet jeden Freitag von 8 bis 16.30 Uhr auf der Lingnerallee in der Nähe des Deutschen Hygiene-Museums statt. Er ist aus dem sogenannten Forum-Markt hervorgegangen. Das war eine Initiative der Bürgerbewegung Neues Forum, mit der nach der deutschen Wiedervereinigung die regionalen Produkten eine faire Chance im gesamtdeutschen Markt erhalten sollten. Und so werden auch heute noch Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch sowie etliche andere Produkte angeboten, die ihren Ursprung vorrangig in Sachsen haben.

Der Dresdner Bauernmarkt

In der Inneren Neustadt gibt es ein Barockviertel und dort wiederum die Königstraße. Die verwandelt sich jeden Sonnabend von 9 bis 13 Uhr in einen stattlichen Bauernmarkt. Die Landwirte und Erzeuger der Region offerieren ihre frischen und ökologisch produzierten Waren: Obst und Gemüse, frisches Brot, schmackhaften Käse und vieles mehr.

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Bildnachweis: Pixabay

Wochenmarkt am Schillerplatz

Am Blauen Wunder, Dresdens weltbekannter Elbbrücke, wird jeden Dienstag, Donnerstag und Sonnabend ein Markt aufgebaut, der vor allem wegen der Vielfalt an frischen Waren sehr beliebt ist.

Wochenmarkt am Münchner Platz

Sehr zentral liegt der Markt, der jeden Mittwoch in der Nähe der Technischen Universität seine frischen und regionalen Waren ausbreitet. An den Ständen drängt sich eine angenehme Mischung aus Studenten und den jungen und alten Bewohnern des angrenzenden Wohngebiets.

Ein passendes Hotel in Dresden finden

Jetzt seid Ihr nach Herzenslust über Märkte gebummelt und habt geshoppt und fragt Euch, wohin mit den Neuerwerbungen. Klarer Fall: Ihr bucht Euch ein Zimmer in einem der tollen Hotels in Dresden und nutzt Euren Aufenthalt, auch noch so viel wie möglich der großartigen Sehenswürdigkeiten der Stadt anzuschauen - bei Expedia findet Ihr viele tolle Aktivitäten in Dresden.

Weitere Tipps findet Ihr beispielsweise in dem Artikel 14 Highlights in Dresden für Kunstbegeisterte oder auch unsere Tipps für ein Wochenende in Dresden.

Titelbild: Bauernmarkt - Pixabay