Wer die Kultur in Dresden entdecken möchte, der sollte nicht nur die traumhaften barocken Bauten bewundern und in die Museen eintauchen. Das Stadtviertel Äußere Neustadt erlaubt den Besuchern einen erfrischenden Blick auf die alternative Seite von Elbflorenz.

Die Kultur in Dresden könnte vielfältiger nicht sein, denn 60 Galerien, 48 Museen und 36 Theater verwöhnen die Besucher das ganze Jahr über. Die Musikstadt Dresden, liebevoll auch Elbflorenz genannt, kann zudem auf eine über 700 Jahre alte Tradition zurückblicken. Wer einen musikalischen Genuss erleben möchte, der hat die Wahl zwischen hochkarätigen Konzerthäusern wie Semperoper, Staatskapelle und Philharmonie. Dresden kann hier mit den ganz großen Bühnen dieser Welt mithalten. Doch auch Festivals, moderne Tanzproduktionen und filmische Highlights stellen Dresden ganz oben auf die Liste der sehenswerten europäischen Metropolen. Allein optisch verzaubert die Stadt jeden Besucher, da sich die Architektur über Jahrhunderte entwickeln konnte und Tradition und Moderne perfekt miteinander harmonieren. Wer sich für historische Bauwerke und deren Geschichte interessiert, der kann sich auf die Dresdner Frauenkirche, den Zwinger und die Semperoper freuen.

Bekannte Museen erkunden

Die Museen Dresdens haben ebenfalls Weltruhm erlangt, denn August der Starke und weitere sächsische Kurfürsten haben mit ihrer Sammelleidenschaft über die Jahre unvergleichliche Museen wie beispielsweise die "Türckische Cammer" gegründet. Sie zählt zu den weltweit wichtigsten Sammlungen osmanischer Kunst, die außerhalb der Türkei ausgestellt sind. Auch das Grüne Gewölbe ist absolut sehenswert, denn die Nachbildung der Schatzkammer von August dem Starken ist ein Prachtwerk. Wer nach so viel Schönheit noch nicht genug hat, der kann bei einem Spaziergang durch die barocke Innenstadt den Charme von Elbflorenz auch im Freien erleben.

Äußere Neustadt: Dresdens Facetten erleben

Natürlich hat Dresden noch mehr als imposante Architektur zu bieten. Im Szeneviertel Äußere Neustadt, besonders in der Alaunstraße und in der Louisenstraße, kann man kunstvoll gestaltete Street Art von lokalen Künstlern an den Häuserwänden entdecken. Ebenso hübsch sind viele romantisch gestaltete Hinterhöfe, und so gilt die Äußere Neustadt nicht nur unter den Bewohnern längst als kreativstes Viertel in der Stadt. Wer hier eine Stadtführung macht, der wird viel über die alternative Seite Dresdens erfahren. Man findet eine lebendige Mischung aus Großfamilien, Punks, Hunden und Dauergästen, die alle den Charme dieses Stadtteils ausmachen. In den Straßenzügen des Gründerviertels gibt es über 250 Kneipen mit vielen leckeren Biersorten zu entdecken, kleine Shops und natürlich die unverzichtbaren Spätis. Und das BRN-Museum verrät dem neugierigen Besucher Details über die "Punknoten" sowie über die "Bunte Republik Neustadt", die dem Museum ihren Namen gibt. Auch ein gleichnamiges Stadtteilfest ist seit 1990 fester Bestandteil des kulturellen Lebens im Viertel. Mit über 100.000 Besuchern hat es sich im Laufe der Zeit zum größten Stadtteilfest Ostdeutschlands entwickelt. In der Kulturmeile Kamenzer Straße finden Kunstinteressierte eine Reihe schöner Galerien und Werkstätten, in denen die Künstler einen Blick auf ihre Arbeiten erlauben. Auch das Nachtleben in der Äußeren Neustadt ist übrigens nicht zu verachten, denn es kann am Wochenende ganz ohne Sperrstunde zelebriert werden. Und da die öffentlichen Verkehrsmittel - wie es sich für eine Weltstadt gehört - durchgängig fahren, kommt man auch gut nach Hause.