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London gilt weltweit als eine der besten Städte, um bekannte Kunstwerke zu bestaunen. Von den kleinen, lokalen Galerien über die großen Säle der National Gallery bis hin zur Tate Britain - für Kunstliebhaber ist London ein wahres Paradies. In die zahlreichen Galerien durften viele der berühmtesten Gemälde der Welt einziehen. Doch auch die Stadt selbst diente vielen Künstlern bereits als Quelle der Inspiration.

Neben den Parlamentsgebäuden wurden auch zahlreiche Schauplätze entlang der Themse immer wieder dazu genutzt, die Magie Londons aus den Augen unterschiedlicher Künstler in Form von Pinselstrichen auf Leinwände zu übertragen. Wir haben für Euch einige der berühmtesten Gemälde Londons zusammengestellt, darunter auch Werke von Monet und Canaletto. Ob Ihr selbst ambitionierte Künstler seid oder Euch einfach für ihre Werke begeistert - während Eures nächsten Urlaubs in London könnt Ihr auf den Spuren dieser inspirierenden Künstler wandeln.

Die berühmtesten Gemälde Londons

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Parlamentsgebäude von Claude Monet (1899-1901)

Da der Name Claude Monet gleichzeitig auch der bekannteste auf dieser Liste ist, ist es mehr als angemessen, auch mit diesem Künstler zu beginnen. Auch wenn viele seine Werke mit seinen impressionistischen Gemälden Frankreichs assoziieren - hier fallen einem spontan seine Darstellungen der Seerosenteiche an seinem Heimatort Giverny ein - verbrachte Monet viel Lebenszeit in London, wo er eine ganze Reihe an Ölgemälden der Parlamentsgebäude anfertigte.

Obgleich er die Stadt bereits 1870 zum ersten Mal malte, sind die Darstellungen, die er Anfang des 20. Jahrhunderts anfertigte, wesentlich bekannter. Morgens malte Monet oft von seinem Hotel an der South Bank aus und genoss dabei den Blick auf die Waterloo Bridge. Später am Nachmittag und bis in die Abendstunden ließ er sich von den sich verändernden Lichtverhältnissen an der Themse und den Parlamentsgebäuden inspirieren. Besonders die Farben des Abendhimmels vor der Westminster Bridge faszinierten ihn. Heute zählen diese Gemälde zu seinen eindrucksvollsten Werken.

Wo Ihr diese Gemälde findet: Die Reihe Parlamentsgebäude von Monet kann in Museen und Privatsammlungen in aller Welt bewundert werden, darunter auch im Art Institute of Chicago, im Metropolitan Museum of Art in New York sowie im Musée d'Orsay in Paris.

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Die Charing-Cross-Brücke in London von Camille Pissarro (1890)

Genau wie Monet lebte Camille Pissarro Anfang der 1870er-Jahre in London, da in seinem Heimatland Frankreich der Deutsch-Französische Krieg ausgebrochen war. Dort traf er auch auf Monet. Beide waren zutiefst beeindruckt von den Werken der britischen Künstler John Constable und J. M. W. Turner, die es bevorzugten, statt in einem Studio im Freien zu malen.

Möglicherweise ließ sich Pissarro in seinen Werken davon inspirieren, als er 1890 nach London zurückkehrte und zehn Gemälde vom Zentrum Londons anfertigte, darunter auch das der Charing Cross Bridge. Obwohl der Aussichtspunkt heute völlig anders aussieht, kann man es sich sehr gut vorstellen, wie Pissarro damals vor seiner Staffelei am Ufer der Themse an seinem berühmten Kunstwerk arbeitete.

Wo Ihr dieses Gemälde findet: In der National Gallery of Art in Washington, D.C.

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Piccadilly Circus von George Hyde Pownall (ca. 1910)

Der in Nottinghamshire geborene Künstler George Hyde Pownall wurde für seine Gemälde der Straßen von London berühmt. Er malte zum Beispiel den Piccadilly Circus, den Haymarket, den Leicester Square, die Westminster Bridge und die Parlamentsgebäude.

Da seine künstlerische Schaffenszeit etwas später war als die der Impressionisten Monet und Pissarro, lebte Pownall zu einer Zeit in London, in der sich Pferdekutschen mit motorbetriebenen Fahrzeugen die Straßen teilten. Die Stadt wurde damals noch von Gaslaternen beleuchtet, sodass sich seine Gemälde oft durch eine in warme Töne getauchte Momentaufnahme des abendlichen Londons auszeichnen.

Wo Ihr dieses Gemälde findet: Viele von Pownalls Werken befinden sich in Privatsammlungen. Einige sind jedoch auch in der Cowen Gallery der State Library of Victoria zu finden.

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Die Themse und die Stadt von Canaletto (1746-47)

Giovanni Antonio Canal, besser bekannt als Canaletto, war ein italienischer Maler, der London als ebenso inspirierend empfand wie Venedig und Rom. Von 1746 bis 1755 lebte er in England. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Gemälde von London, darunter auch von der Westminster Abbey, der St Paul's Cathedral, der Themse sowie der neu errichteten Westminster Bridge.

Obwohl - oder gerade weil - Ihr in seinen Gemälden niemals das London Eye oder The Shard finden werdet, bieten seine Werke einen seltenen und gleichzeitig faszinierenden Einblick in das London des 18. Jahrhunderts.

Wo Ihr dieses Gemälde findet: Viele von Canalettos Werken befinden sich im Royal Collection Trust. Einige seiner Gemälde können jedoch auch in der National Gallery, im Museum of London, im National Maritime Museum und der Wallace Collection bewundert werden.

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Blick auf London mit der St Paul's Cathedral und der Canon Street Station von der Southwark Bridge aus von John Crowther (um 1880)

Auch wenn der Name John Crowther eher zu den weniger bekannten auf dieser Liste zählt, spielte er bei der viktorianischen Kunst eine wichtige Rolle. Er arbeitete mit Aquarellfarben im Auftrag von Charles Chadwyck-Healey, einem prominenten Londoner Anwalt und Baronet, für den er die Straßen und die Architektur Londons im viktorianischen Zeitalter malte.

Über ein Jahrzehnt lang - in den 1880er- und 1890er-Jahren- fertigte er 440 Gemälde von London an. So gelang es ihm, das Londoner Stadtbild aus dieser Zeit gekonnt einzufangen. Viele der Gebäude und Straßen, die Gegenstand seiner Werke waren, wurden seitdem zerstört, sodass seine Arbeit eine visuelle Rückblende ins viktorianische London darstellt.

Wo Ihr dieses Gemälde findet: Eine Sammlung von Crowthers Werken wurde an die London Metropolitan Archives gespendet.

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Auf der Terrasse der Trafalgar-Taverne in Greenwich von James Tissot (ca. 1878)

Jacques Joseph Tissot (oft James Tissot genannt) ist ein weiterer französischer Künstler, der für seine Gemälde von London - insbesondere seine Porträtmalereien von Frauen - berühmt wurde. In seinen Werken thematisierte er häufig die moderne Welt der gehobenen Gesellschaft in der Stadt und malte nicht nur im Freien, sondern auch in seinem Studio in St. John's Wood. An seinen Werken lässt sich erahnen, wie das Leben in der Oberschicht von London Ende des 19. Jahrhunderts gewesen sein mag.

Wo Ihr dieses Gemälde findet: Tissots Werke sind in Kunstgalerien in aller Welt zu finden, darunter auch in der Tate Britain, der National Portrait Gallery und der National Gallery of Canada.

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Brücke von Charing Cross von André Derain (1906)

Auch André Derain stellte seine Staffelei bevorzugt im Freien auf. Es war der Kunsthändler Ambroise Vollard, der ihm den Auftrag erteilte, all seine Eindrücke von London festzuhalten. Derains Werke entstanden ab 1905 und repräsentieren die Stilrichtung des Fauvismus, wodurch sich auch die starken Kontraste zu seinen impressionistischen Vorgängern erklären lassen. Das französische Wort "les Vauves" bedeutet übersetzt in etwa "wilde Bestien", und Künstler wie Derain und Henri Matisse verwendeten in ihren Werken anstelle von realistischen Darstellungen starke und leuchtende Farben.

Aus diesem Grund sind die 30 Malereien von London, die von Derain stammen, auch so herrlich stimmungsvoll und einzigartig. Es gibt nicht viele Künstler, die die Themse gelb oder die Parlamentsgebäude grün darstellten.

Wo Ihr dieses Gemälde findet: In der National Gallery of Art in Washington, D.C.

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Der Brand im großen Lagerhaus des Tower of London von J. M. W. Turner (1841)

Obwohl dies mit Sicherheit keines von J. M. W. Turners berühmtesten Werken ist, wäre diese Liste ohne diesen Künstler, der zu den beliebtesten und gefeiertsten in ganz Großbritannien zählt, schlichtweg nicht vollständig. Turner war bekannt für seine Landschaftsmalereien und wählte als Themen seiner Gemälde oft englische Landschaften oder Seestücke und Seekämpfe.

Seine Aquarellzeichnungen vom Tower of London wurden in einem Skizzenbuch gefunden und es wird vermutet, dass sie den verheerenden Brand im Tower of London darstellen, der am 30. Oktober 1841 ausbrach.

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