Die "Rosenstadt" Petra, die weiße Stadt Amman, das Rote Meer, die ockerfarbene Wüstenlandschaft des Wadi Rum - Jordanien ist ein farbenprächtiges Fleckchen Erde!

Dieses kleine Land im Nahen Osten überrascht mit einer wahren Fundgrube an Kulturdenkmälern und Naturschätzen: die antiken Ruinen von Gadara, die Mosaike von Madaba, die biblischen Stätten Bethanien und der Berg Nebo am Rande des Toten Meers, die Schlucht des Wadi Mujib, die Kreuzritterfestung von Kerak, das Dorf Dana und der Tauchort Akaba gehören alle zu den Highlights, die Ihr auf Eurem Roadtrip durch Jordanien gesehen haben müsst.

Hier ist Eure Reiseroute für eine Rundreise durch Jordanien. Los geht es in Amman.

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1. Amman und das Amphitheater

Die jordanische Hauptstadt ist eine der ältesten Städte der Welt und hat sich mittlerweile zu einer riesigen, dynamischen Großstadt entwickelt.

Einen herrlichen Blick hat man von der Zitadelle (Jabal al-Qala'a), die auf einem Hügel im Herzen der Stadt thront. Hier befinden sich römische Ruinen aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. (Festungsmauern, Herkules-Tempel), eine byzantinische Kirche aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. und ein Umayyaden-Palast aus dem Jahr 720 n. Chr.

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Herkules-Tempel, Amman

Unterhalb steht im Stadtzentrum inmitten von römischen Ruinen das größte römische Amphitheater in Jordanien. Es bietet Platz für 6.000 Personen und öffnet noch heute seine Pforten für Großveranstaltungen.

Ein weiteres Wahrzeichen von Amman ist die große blaue Kuppel der majestätischen König-Abdullah-Moschee. Auf einem Rundgang könnt Ihr die Stadt Amman gebührend besichtigen und jordanische Weine probieren!

Wer gerne ausgeht und Streetfood liebt, sollte unbedingt durch die Rainbow Street flanieren und dort die Falafel probieren - Ihr werdet nicht enttäuscht sein.Amphitheatre_Amman.jpg?1565358721

Amphitheater von Amman

2. Gadara, der Garten Jordaniens

Sobald Ihr die Hauptstadt erkundet habt, mietet Euch ein Auto in Amman (am besten einen Geländewagen) und fahrt weiter Richtung Norden zu einer eindrucksvollen Kulturstätte.

In Jordanien werdet Ihr nämlich auf Schritt und Tritt Spuren der Antike finden.

Das zeigt sich auch in Gadara am Fuße der osmanischen Stadt Umm-Qais ganz im Norden des Landes und etwa 120 km nördlich der Hauptstadt Amman.

Diese antike Stadt ist voller gut erhaltener griechischer und römischer Ruinen aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. (Theater, Thermen, Säulenstraßen, Triumphbogen ...).

Zu sehen gibt es auch eine byzantinische Kirche aus dem 6. Jahrhundert n. Chr. und ein osmanisches Dorf aus dem 12. Jahrhundert n. Chr. Außerdem ist der Blick über das Jordantal, den See Genezareth und die Golanhöhen atemberaubend schön.

Die Region ist äußerst fruchtbar und reich an Olivenbäumen, Zitronenbäumen und Gemüsegärten. Man nennt sie deshalb auch "den Garten Jordaniens".

Sogar im Buch Exodus wird Gadara erwähnt: Beim Auszug aus Ägypten sollen die Israeliten hier an der Königsstraße Halt gemacht haben.

3. Die Bibelstätten Bethanien und der Berg Nebo

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Strand von Bethanien

Auf der Spitze des Berges Nebo, der 817 Meter in die Höhe ragt, soll Moses vor seinem Tod in das gelobte Land geblickt haben.

Der Ausblick in diesem umwerfenden Panorama auf das Tote Meer und das Judäische Bergland in Israel, die Oase von Jericho und die Anhöhen von Jerusalem ist grandios.

In den Überresten einer byzantinischen Kirche lassen sich herrliche Mosaike aus dem 6. Jahrhundert n. Chr. bestaunen. Ein geschichtsträchtiger Ort, den man gesehen haben muss!

Nicht weit von hier befindet sich Al Maghtas (Bethanien), die Taufstätte Jesu, am Ufer des Jordans. Zu sehen sind ein großes Taufbecken aus dem 6. Jahrhundert n. Chr. und die Überreste der Kirche St. Johannes der Täufer aus dem 5. Jahrhundert n. Chr.

Der Ort ist bei Touristen sehr beliebt und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Aufgrund der Nähe zu Israel ist eine Besichtigung nur im Rahmen einer geführten Tour möglich.

Genießt die herrliche Landschaft am Toten Meer, wo Ihr baden und Euch durch den extrem hohen Salzgehalt auf dem Wasser treiben lassen könnt. Außerdem sind die Inhaltsstoffe des Toten-Meer-Schlamms gut für die Haut ... Nehmt Euch auch die Zeit, das Tote Meer und Bethanien jenseits des Jordans zu erkunden.

4. Madaba, das Navigationssystem der Antike

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Mosaike, Madaba

Madaba liegt ganz in der Nähe des Flughafens Queen Alia International Airport in Amman und ist ein lohnenswerter Umweg auf Eurem Roadtrip in Jordanien.

Die Stadt ist berühmt für ihre byzantinischen Mosaike. Das bekannteste Mosaik ist eine Karte Palästinas aus dem Jahr 560, die Pilger im 6. Jahrhundert n. Chr. leitete. Besichtigen könnt Ihr dieses Meisterwerk in der Sankt-Georgs-Kirche.

Zahlreiche weitere Mosaike lassen sich in den beiden archäologischen Parks in der Innenstadt bewundern.

5. Wadi Mujib, der Grand Canyon Jordaniens

Nur 55 km weiter südlich kommen Abenteuer- und Naturliebhaber in der tiefsten Schlucht Jordaniens auf ihre Kosten. Wadi Mujib liegt östlich an der Küste des Toten Meeres. Das umgebende Naturschutzgebiet ragt 900 Meter in die Höhe und fällt an der tiefsten Stelle bis auf 410 Meter unter dem Meeresspiegel ab, bevor es schließlich in das Tote Meer mündet.

Dieser starke Höhenunterschied bietet den Lebensraum für eine bemerkenswerte Vielfalt an Pflanzen und Tieren, die Ihr bei wunderschönen Spaziergängen entdecken könnt.

Die schmale und spektakuläre Schlucht aus rotem Sandstein führt auf ein Plateau, wo Ihr einen traumhaften Blick auf die Berge und das Tote Meer genießen könnt.

Für Sportbegeisterte gibt es zwischen den gewaltigen Felsen auch - vorzugsweise geführte - Canyoning-Touren.

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Wadi Mujib. Foto: Virgilio Aviani

6. Kerak und die mittelalterliche Burg

Eine Stunde weiter südlich von hier - und auch nicht wesentlich mehr, wenn Ihr die alte Königsstraße durch die Wüste nehmt - wird Euch Kerak verzaubern, die eindrucksvolle Festung mit ihren zahllosen Gängen und Tunneln.

Die berühmte Kreuzritterburg "Kerak de Moab" wurde im 12. Jahrhundert von Rainald von Chatillon errichtet und bietet einen herrlichen Blick auf die umliegenden Berge und Täler.

Angesichts dieses imposanten Gebäudes und den 200 Metern Festungsmauern versteht man, warum hier im Laufe von Jahrtausenden immer wieder die Schicksale von Königen und ganzen Nationen entschieden wurden.

Besucht die Burg von Kerak am besten während der abendlichen Licht- und Tonshow, wenn das Bauwerk im Licht erstrahlt und ein Dokumentarfilm die Geschichte des Ortes erzählt.

Ein kleiner Rat: Nehmt eine Taschenlampe mit, wenn Ihr Euch in die zahlreichen unterirdischen Tunnel und Gänge wagen wollt - die meisten sind nämlich nicht beleuchtet.

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Die Burg von Kerak. Foto: Virgilio Aviani

7. Naturschutzgebiet Dana

Dana, ein bezauberndes, ruhiges Dorf aus Steinhäusern, liegt am Eingang eines 308 Quadratkilometer großen Naturschutzgebietes und ist ein gutes Beispiel für gelingenden Ökotourismus.

Auf einer Höhe von nur 1.700 Metern beherbergen die Schluchten des Wadi Dana vier Ökosysteme und Hunderte Pflanzen- und Tierarten. Im Besucherzentrum unter Leitung der Royal Society for the Conservation of Nature (RSCN) im Dorf Dana findet Ihr Vorschläge für Touren aller Schwierigkeitsstufen auf den sieben Wanderwegen durch das Naturschutzgebiet.

Die ortsansässigen Beduinen führen Euch auch bei langen Exkursionen (Trekking, Canyoning, Mountainbiken). Der Berg Rummana, das Geheimnis der antiken Ruinen von Feynan, die enormen Felswände aus rotem und weißen Sandstein des Wadi Dana - dieser fantastische Ort steckt voller Wunder, die Ihr entdecken könnt ...

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Wadi Dana

8. Das Schatzhaus von Petra

Petra ist eines der sieben Weltwunder und somit ist diese Stadt auf Eurem Roadtrip durch Jordanien ein absolutes Muss! Sie ist das Aushängeschild Jordaniens und auch das beliebteste Ziel bei Touristen.

Die großflächige Stadt, die von den Nabatäern vor über 2.000 Jahren in Stein gehauen wurde, war ein strategischer Knotenpunkt auf den Handelsstraßen für Seide und Gewürze, die China, Indien und Südarabien mit Ägypten, Syrien, Griechenland und Rom verbanden.

Petra wurde 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbeerklärt und beherbergt mehrere Hundert Monumente, die größtenteils zwischen dem 1. Jahrhundert v. Chr. und dem 1. Jahrhundert n. Chr. in die Felsen gehauen wurden.

Das Felsgrab Khazne al-Firaun (das "Schatzhaus"), die Felsengräber an der "Straße der Fassaden", das Theater, die Königsgräber und der Tempel Ad Deir ("das Kloster") sind nur einige der Wunderwerke, die Ihr hier bestaunen könnt.

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Petra

9. Auf den Spuren des Lawrence von Arabien im Wadi Rum

Im Süden Jordaniens liegt die naturbelassene und unter Naturschutz stehende Wüste des Wadi Rum. Auch sie gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und beherbergt bemerkenswerte archäologische Funde, beispielsweise einen nabatäischen Tempel aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. in der Nähe des Dorfes Rum, spektakuläre Sandsteinberge wie den Jebel Um Ishrin mit den zahlreichen Bergkegeln und natürliche Felsbögen, etwa die Felsbrücke Burdah.

In den Felshöhlen und tiefen Klüften finden sich prähistorische Inschriften und Felszeichnungen, besonders in der Khazali-Schlucht.

Die natürliche Quelle Lawrence trägt den Namen des britischen Soldaten Lawrence von Arabien, der sich hier gewaschen hat.

Genießt die prächtige Landschaft auf einem Quad oder leistet Euch eine geführten Tagestour im Wadi Rum direkt von Eurem Hotel in Jordanien aus.

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Wadi Rum

10. Tauchort Akaba

Akaba ist der ideale Ort, um das Rote Meer kennenzulernen. Der Badeort liegt am Golf von Akaba am Roten Meer und ist seit 4.000 v. Chr. besiedelt.

Die Festung Akaba stammt aus der islamischen Ära und liegt direkt neben dem archäologischen Museum.

Besonders beliebt ist Akaba bei Windsurfern und anderen Wassersportlern. Auch Sporttaucher finden hier dank der bemerkenswerten Unterwasserlandschaften wie dem Korallenriff Yamanieh im Meerespark südlich der Stadt günstige Voraussetzungen.

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Reisetagebuch:

Der Jordan Pass: Ein Tourismusangebot speziell für Besucher des Königreichs Jordanien. Mit dem Jordan Pass holt Ihr das Beste aus Eurem Aufenthalt heraus, besucht stressfrei viele Sehenswürdigkeiten und spart dabei Zeit und Geld.

Kulinarische Spezialitäten aus Jordanien:Schawarma (traditionelles Kebab), Köfte (Hackfleischbällchen), Gallayeh (ein warmes Gericht aus Tomaten, Zwiebel, Knoblauch und Hähnchen), Maglouba (Gericht aus Reis und frittiertem Gemüse), Mansaf (Gericht aus gedünstetem Lamm in einer Soße aus fermentiertem Trockenjoghurt, serviert mit Reis oder Bulgur).

Der "Jordan Trail": Dieser 2017 eröffnete Wanderpfad folgt auf über 600 Kilometern der Königsstraße, der antiken Handelsroute zwischen Umm Quais (Gadara) im Norden Jordaniens bis Akaba im Süden am Roten Meer. Die gesamte Route umfasst 40 Tagesmärsche und führt durch 52 Städte und Dörfer, die sich an einem Ökotourismusprojekt beteiligen. Mit dem Auto könnt Ihr der Königsstraße auf der malerischen Route 35 auf einer Länge von 400 Kilometern von Norden nach Süden folgen.

Wann ist die beste Reisezeit? Im Frühling und Herbst ist das Klima am mildesten, dies ist aber auch die touristische Hauptsaison. Eine gute Alternative ist der Winter mit kühlem Wetter in den Höhenlagen (Amman, Petra) und milden Temperaturen am Meer und in der Wüste des Wadi Rum. Zudem bieten die Hotels in Jordanien dann attraktive Preise, und die Sehenswürdigkeiten sind nicht überlaufen. Im Sommer können die Temperaturen 45 °C am Ufer des Toten Meeres und 40 °C im Wadi Rum überschreiten.

Bonus: Erkundigt Euch vor Eurem Roadtripin Eurem Hotel in Amman nach einem Mietwagen mit Fahrer. So könnt Ihr sicher sein, dass Ihr auf Eurer Entdeckungsrundreise durch Jordanien nichts verpasst.

Wenn Ihr aus einem arabischen Staat kommt oder die doppelte Staatsbürgerschaft habt, profitiert Ihr mit Eurem Ausweis an bestimmten Orten, zum Beispiel Petra, von vergünstigten Eintrittspreisen. Es gibt nämlich Preise für "Ausländer" und andere, bessere Preise für Araber.