Bei der Anfahrt hatten wir Schwierigkeiten wegen der ungenauen Adressangabe (Keine Straße/Hausnummer angegeben), aber ein Telefonanruf beim sehr netten Vermieter half schnell, auch wenn die Sparchbarriere groß war. Tipp: das Haus befindet sich nahe der Kreuzung D65/D165 zwischen der D65 und dem Sträßchen "Boulevard des Pins".
Die Wohnung erstreckt sich über zwei Stockwerke eines alten Hauses aus Bruchstein mit mächtigen Balken. Man wohnt mitten im Dorf in einem kleinen,originalen, rustikalen Bauernhaus mit landestypischer Einrichtung. Kein Viersternehotel, aber innen saniert, mit allem ausgestattet, was man in einer Ferienwohnung braucht. Zum Flair würde ich sagen; einfach, aber urig und individuell. Das Haus ist in den Hang gebaut, selbst das Untergeschoss thront mit seinem Balkon (Grill vorhanden) hoch über der Straße und ist angenehm kühl (mit einer Doppel-Liegecouch im Aufenthaltsraum). Das obere Geschoss mit zwei Zimmern/4 Betten und einem kleinen Bad sollte im Sommer bei Einbruch der Dunkelheit erst mal quergelüftet werden, wegen der Hitze. Aber wir fanden das Schlafen auch dort erträglich.
Montbrun selbst ist ein typisch mediterranes Dorf mit viel alter Bausubstanz, das einen der Hügel besiedelt hat, mit einer Kirche auf dem Gipfel. In der Umgebung kann man viele schöne Stellen zum Wandern finden, das Meer ist etwa eine Autostunde entfernt, ebenso einige Badegelegenheiten in den sehenswerten Schluchten der umliegenden Berge. Gut einkaufen (Bio oder Supermarkt) kann man in Lezignan, etwa 20-30 Autominuten entfernt oder an einem der Obst- und Wein-Stände am Straßenrand. Sehenwerte Orte in der näheren Umgebung sind z.B. Narbonne, Bezieres, Gruissan und - natürlich - Carcassonne. Die Berge im Süden mit ihren Katharerburgen und dem Kloster Fontfroide sind ebenfalls mehrere Ausflüge wert.
Wir haben unseren Urlaub jedenfalls sehr genossen und gern in diesem urigen alten Haus gewohnt.