Reiseführer Cottbus: 2024 das Beste in Cottbus entdecken

Reisetipps
Foto von German National Tourist Board
Die Universitätsstadt an der Spree nahe der Grenze zu Polen ist eine kleine Perle, die nur wenige richtig kennen.

Die nahe der deutsch-polnischen Grenze gelegene Universitätsstadt Cottbus im Bundesland Brandenburg hat sich einst einen Namen als regionales Zentrum der Tuchindustrie gemacht. Heute dient die Stadt als wichtiger Eisenbahnknotenpunkt, was insofern passend ist, als die Stadt ihre Bedeutung auf ihre Nähe zu den früheren Handelsrouten von Schlesien nach Mitteldeutschland und von Dresden und Frankfurt zurückführen kann.

Das Stadtzentrum ist bekannt für seine farbenfrohen Fassaden und seine malerischen Straßen. Auf Ihrer Reise sollten Sie auf jeden Fall einen Spaziergang durch die Altstadt machen und die Wahrzeichen des Ortes wie den Spremberger Turm besichtigen. Der Spremberger Turm wurde im 13. Jahrhundert erbaut und war einst Teil der Stadtmauern und findet sich bis heute im Wappen der Stadt dargestellt.

Machen Sie einen Ausflug zum Schillerplatz, der sich westlich von der Stadtmitte befindet. Diente dieser früher noch als Viehmarkt, so können Sie sich hier heute an den Gebäuden im Jugendstil erfreuen, insbesondere am Staatstheater Cottbus, das von dem Berliner Architekten Bernhard Sehring erbaut wurde. Das Theater bietet zwar alle möglichen Vorstellungen an, hat aber vor allem den Ruf, gesellschaftspolitisch relevante Theaterstücke aufzuführen.

Diejenigen, die an der Geschichte der Stadt Cottbus interessiert sind, und an der damit verbundenen Kultur der sorbischen Minderheit, sollten das Wendische Museum und das Lodka-Kulturzentrum besuchen.

Zu den Hauptattraktionen der Region zählen die weiten grünen Flächen außerhalb der Stadttore. So gibt es eine ganze Reihe an Parks um die Stadt herum, die sich perfekt für einen Spaziergang eignen, beispielsweise der Spreeauenpark, der städtische Zoo und natürlich der berühmte Branitzer Park, der von Prinz Hermann Fürst von Pückler-Muskau angelegt wurde. In dem nach englischem Vorbild gestalteten Landschaftsgarten finden sich ein schlangenförmiger See, der den Mittelpunkt einer Reihe von Gewässern ausmacht, sowie der sogenannte Henriette-Sonntag-Kiosk und mehrere Gartenflächen.

Außerhalb des Stadtzentrums warten noch weitere Sehenswürdigkeiten auf den Besucher. Fünfzehn Kilometer von Cottbus liegt beispielsweise der Spreewald, ein seit 1991 durch die UNESCO geschütztes Biosphärenreservat. Viele kleine Wasserwege und alte Bauernhöfe machen den Wald zu einem beliebten Ausflugsziel für alle, die sich einmal einen Tag erholen möchten.