Etwas 50km südlich von München, malerisch umschlungen von den Bayerischen Alpen, liegt der Tegernsee. Das saubere Wasser und die saubere Luft machen das Wandern am Tegernsee besonders reizvoll.

Auf vielen Wegen kann man den Tegernsee und seine Umgebung kennenlernen. Um die 30 Heilklimawanderstrecken führen entlang des Seeufers, an Wäldern, Wiesen und Auen vorbei. Auf den abwechslungsreichen Rundwanderwegen mit einer Länge zwischen 4km und 33km können Wanderer ganz nebenbei Land und Leute kennenlernen.

Wandern am Ufer des Tegernsees

Der 10km lange Höhenweg Gmund Runde führt den Wanderer fast die Hälfte der Strecke am Ostufer des Sees entlang. Die überwiegend flachen bis mäßigen Anstiege lassen noch genügend Energie, den vom einzigartigen Bergpanorama umgebenen See auf sich wirken zu lassen. Der Weg beginnt südlich von Gmund über St. Quirin zum Ort Tegernsee. Hier lohnt es sich einen Zwischenstopp einzulegen und das Kloster zu besichtigen, das im 8. Jahrhundert gegründet wurde und bis zum 19. Jahrhundert die wichtigste Benediktinerabtei Oberbayerns war. Aber natürlich lädt auch das Westufer zum Wandern am Tegernsee ein: Eine kürzere Route ist die Prinzenruhe Runde mit etwa 4,5km Länge. Sie hat auf kürzeren Passagen auch einige mittlere bis starke Steigungen. Von Bad Wiessee geht es zur Prinzenruhe und von dort weiter zu einem wunderschönen Blick auf den Tegernsee. Die Runde endet wieder im Kurort Bad Wiessee, bekannt auch für seine deutschlandweit stärksten Jod-Schwefel-Heilquellen. Neben dem im typischen Heimatstil erbauten und denkmalgeschützten Rathaus besitzt Bad Wiessee auch eine wunderschöne Seepromenade, die zum Entspannen und Träumen verführt. Für ausdauernde Wanderer führt der Neue Panorama Weg an die schönsten Orte rund um den Tegernsee. Er beginnt am Kloster Tegernsee und kreuzt mehrere andere Wanderwege, um ihre eindrucksvollsten Plätze und Aussichten miteinander zu verbinden. Zahlreiche Möglichkeiten zur Rast bieten sich unterwegs, bei denen der Wanderer sich von den ausgedehnten Streckenabschnitten der über 33km langen Tour erholen kann. Belohnt wird er beim Wandern dafür immer wieder mit spektakulären Ausblicken auf die außergewöhnlich schöne Landschaft rund um das Gewässer. Der Tegernsee bietet dazu auch beste Voraussetzungen für Nordic Walking. Die Trendsportart stärkt nicht nur die Rückenmuskulatur und regt das Herz-Kreislauf-System an, sie ist auch Entspannung für die Seele und das inmitten der Tergernseer Bergwelt.

Auf zur Alm

Was gibt es Schöneres, als beim Wandern am Tegernsee gelegentlich eine verdiente Rast einzulegen? Almen, die regionale Spezialitäten zubereiten, machen die Touren auch zu einem kulinarischen Erlebnis. Viele Almen haben ganzjährig für ihre Besucher geöffnet und sind daher auch im Winter ein lohnenswertes Ziel. So führt der Kreuth-Klamm-Weg mit seinen nur geringen Steigungen von der Gemeinde Kreuth am südlichen Ufer des Tegernsees über Wildbad Kreuth noch einige Kilometer die Weissach entlang. Auch die Schwarzentennalm Runde hält kulinarische Einkehrmöglichkeiten auf der Strecke bereit. Der etwa 8km lange Weg beginnt auf dem Parkplatz Kreuth Winterstube und führt direkt zur Schwarzentennalm. Ein etwas größerer, etwa 16km langer Rundweg führt ebenfalls an der Alm vorbei. Dieser beginnt in der Ortsmitte von Kreuth und ist größtenteils sehr angenehm zu wandern. Ein Abstecher führt hier zum Leonhardstein, dem markanten Felsen, welcher unübersehbar aus dem dichten Bergwald herausragt. Eine kurze Tour führt außerdem hinauf. Bei dieser sollte man jedoch trittsicher und schwindelfrei sein.