Wandern in München und Umgebung könnte nicht abwechslungsreicher sein. Ob Stadtwanderung oder Höllentalklamm, es gibt viele Wandermöglichkeiten für unterschiedliche Ansprüche.

Wandern in München und Umgebung ist ein tolles Erlebnis für Naturfreunde, denn die herrliche Mischung aus Berglandschaft, grünen Wiesen und tiefen Schluchten macht jede Tour zum Erlebnis. Von Anfänger bis Fortgeschritten findet man hier für jeden Schwierigkeitsgrad die richtige Strecke. Es lohnt sich auch immer ein Tagesausflug zu umliegenden Zielen, wie beispielsweise zur Höllentalklamm. Übrigens sind München und Umgebung auch im Winter ein wunderschöner Ort zum Wandern, wenn der Schnee die Berghänge überzieht und leichte Nebelschwaden eine märchenhafte Atmosphäre zaubern. Doch wer bei dem Begriff Wandern immer nur an die freie Natur denkt, der sollte einmal eine Stadtwanderung in München machen. So kann man Stadtführung, historische Details und körperliche Bewegung auf schönste Weise miteinander verbinden.

Der Planetenwanderweg

Für eine ausgefallene Stadtwanderung in München begibt man sich auf den Planetenwanderweg, der vom Deutschen Museum zum Tierpark Hellabrunn führt. Die 4,6 Kilometer lange Strecke ist besonders leicht zu bewältigen und auch für Kinderwägen geeignet. Das Deutsche Museum veranschaulicht auf verblüffende Weise die eigentlich unfassbare Größe des Sonnensystems. Auf der gesamten Wegstrecke zwischen dem Museum und dem Tierpark sind Säulen mit den Planeten unseres Sonnensystems aufgestellt, die die Wanderer über physikalische Details informieren. Wenn man die Strecke auf dem Planetenwanderweg mit kosmischem Maßstab misst, dann legt man mit jedem Schritt etwa 1 Million Kilometer zurück. Dass Pluto seit 2006 offiziell nicht mehr zu den Planeten zählt, darf man auf dieser schönen Wanderung getrost außer Acht lassen. Er ist trotzdem Teil des Planetenwanderweges.

Wanderung von Kirchseeon nach Ebersberg

Naturfreunde kommen bei dieser herrlichen Wanderung voll auf ihre Kosten, denn die über 10 Kilometer lange Strecke mit mäßigem Schwierigkeitsgrad führt von Kirchseeon über den Egglburger See sowie den Klostersee bis nach Ebersberg. Der südliche Teil des Ebersberger Waldes ist von wunderschönen Wasserflächen durchzogen, denn hier liegen der Egglburger See und die Ebersberger Weiherkette direkt aneinander. Zahlreiche Vogelarten haben in dieser Wasserlandschaft ihren Lebensraum und können vom Wanderweg aus beobachtet werden. Da die Strecke fast ausschließlich über freies Gelände führt, kann man bei schönem Wetter sehr viel Sonne tanken. Feste Schuhe sind für die Strecke aber in jedem Fall empfohlen, da der Untergrund in Ufernähe je nach Wetterlage matschig beschaffen sein kann. Den Wanderweg erreicht man von München aus mit der S-Bahn-Linie 4 in Richtung Ebersberg, Ausstieg ist an der Haltestelle Kirchseeon.

Wanderung an der Höllentalklamm

Circa 80 Kilometer von München entfernt lohnt sich eine Abwanderung der Höllentalklamm. Die 3,5 Stunden dauernde Tour mit einfachem Schwierigkeitsgrad beginnt mit dem Abstieg, nachdem man den Osterfelderkopf bequem mit der Seilbahn erreicht hat. Zunächst geht es recht gemütlich hinab ins Hupfleitenjoch. Doch auch der weitere Abstieg ins Höllental ist überraschenderweise recht einfach, denn in den Felsen wurden Holzstege und Treppen eingebaut. An einigen Stellen gibt es Drahtseile zum Festhalten, und man kann ganz tief unten die Ehrfurcht einflößende Höllentalklamm erspähen. Dieser eindrucksvolle Anblick bietet ein wunderbares Fotomotiv. Man sollte die Kamera allerdings gut festhalten, damit sie nicht den Tiefen der Schlucht verschwindet. Wenn man den Talschluss erreicht, hat man einen einmaligen Blick auf die Zugspitze.