Rom, Venedig oder Paris sind wohl die Top Adressen für ein romantischen Städtetrip an Valentinstag. Aber wie wäre es stattdessen mit der wunderschönen Kykladeninsel Santorini? Zwar zählt der Monat Februar nicht gerade zu den beliebtesten Monaten zum Reisen, dennoch lohnt sich eine Reise ins Ausland. Und immerhin sagen sich am 14.02. mehr Menschen das "Ja-Wort" als an allen anderen Tagen des Jahres.

Santorini, die kleine Perle mit den weißen Häusern, dessen blaue Kuppeln mit dem Meer zusammen eine einzigartige Kulisse zaubern. Keine andere griechische Insel versprüht so viel Charme und Flair wie Santorini. Die Insel ist magisch und komplett anders, als der Rest von Griechenland. Die Schönheit gibt es nicht nur auf Postkarten sonders auch in der Realität.

Auch in der kälteren Jahreszeit gibt es auf der Insel viel zu entdecken und unzählige romantische Orte. Zwar klettert das Thermometer nur auf 15 Grad Celsius. Mit einem wunderschönen Blick auf die Ägäis, einem Glas Rotwein und der besseren Hälfte im Gepäck wird man auch trotz der kühlen Temperaturen in den Bann gezogen.

Schon alleine die Landschaft der Insel mit dem heute erloschenen Vulkan, den wunderschönen Kiesel-, Lava- und Sandstränden, den dramatischen Felswänden sowie den vielen romantischen Orten ist ein echter Hingucker. Viele dieser kleinen Orte im traditionellen Baustil der Kykladen wurden in 300m Höhe am Felshang gebaut.


Romantischer Sonnenuntergang in Oia

Der kleine Ort an der Nordküste der Insel bietet zwar nicht die dramatischen Klippen, ist aber dennoch ein gemütlicher und schöner Ort auf der Insel. Die weiß getünchten Gebäude, die verwinkelten Gassen und das unvergleichbare Ambiente machen diesen Ort aus. Die Hauptattraktion ist der Blick auf die Lagune Caldera.

Ein Spaziergang am Abend zum alten Hafen von Ammoudi in Oia sollte nicht fehlen. In den vielen Tavernen ringsherum wird der fangfrische Fisch vor den Augen der Gäste zubereitet. Das Motto lautet: Entspannen, Verweilen und Genießen! Tipp: Der Sonnenuntergang in Oia zählt zu den eindrucksvollsten der Kykladen - also nicht verpassen! Im Restaurant "Canaves" gibt es zudem eine atemberaubende und romantische Aussicht inklusive fantastischem Essen von Starkoch Andreas Evangelatos.


Gipfelstürmer und heiße Quellen

An jeder Straßenecke werden Touren zum Vulkan "Nea Kameni" angeboten. Es gibt kurze Trips aber auch Ganztagesausflüge. Bei den ganztägigen Touren geht es nicht nur zum Vulkan, sonder auch zu den heißen Quellen, Zur Insel Thirassia und Caldera. Bei einer Führung erfährt man vieles über die Geschichte Santorinis und über den Vulkanismus.

Die Aussicht vom Gipfel über das Meer und auf die Stadt Thira ist einmalig. An einigen Stellen des Kraters kommt sogar Schwefel aus dem Boden. Nur ein paar Meter von der Insel entfernt, befinden sich die heißen Quellen.


Lecker Schlemmen mit Aussicht

Ein Abend mit Aussicht - das gehört zum guten Ton auf Santorini. Mit Blick auf den Vulkan, die weißgetünchten Häuser und die Ägäis kann man den Abend entspannt und vor allem romantisch ausklingen lassen. Meist zahlt man für die schöne Aussicht gleich mit, hier lohnt aber jeder Cent.

Im Restaurant "The Athenian House" bekommt man regionale Gerichte der Extraklasse. Ob Meeresfrüchte, Pasta oder die Calamari in Pilz-Trüffelsoße - es schmeckt einfach verdammt gut. Die grandiose und traumhafte Aussicht bildet das i-Tüpfelchen.

Weitere Restaurants mit wunderbarem Blick auf das Meer: Lauda Restaurant, La Maison, Kapari Wine Restaurant, Terra Nera, Metaxy Mas Tavern oder auch die V Lounge Café & Cocktail Bar.


Spaziergänge durch die verträumten Gassen

Santorini - das ist einfach ein Lebensgefühl. Eine der schönsten Routen auf Santorini ist die Wanderung von Firá nach Oía am Krater entlang. Mal geht es bergab, mal geht es bergauf. Immer wieder hat man eine schöne Aussicht auf die Caldera mit den Inseln Néa Kaméni, Paléa Kaméni und Thirassía.

Wer viele Fotos machen möchte und gerne mal ein Päuschen einlegt, der sollte für die 9 Kilometer in etwa drei bis fünf Stunden einplanen. Wer nicht die ganze Strecken wandern möchte, der sollte die 2,5 Kilometer zwischen Firá und Imerovigli wählen. Hier geht es immer am Kraterrand entlang durch die engen Gassen der kleinen malerischen Dörfer.


Romantische Momente am Leuchtturm

Am südwestlichen Ende der Insel befindet der wunderschöne Leuchtturm Akrotiri. Man kann zwar nicht komplett um den Leuchtturm laufen, dennoch hat man von hier aus eine schöne Aussicht auf das Meer, die Vulkaninseln und Thira. Der Leuchtturm wurde 1892 am Kap Akrotiri erbaut. Betrieben wird dieser von der griechischen Marine und ist aus diesem Grund auch nicht zugänglich.

Vom Parkplatz aus kann man noch einige Meter hinauf, auf einen kleinen Hügel hinter dem Turm laufen, der einen noch schöneren Ausblick verspricht.


Die edelsten Weine der Insel probieren!

Santorini kann nicht nur mit Stränden und grandiosen Aussichten punkten, sondern auch mit köstlichen Weinen. Wieso also nicht kurzerhand eine Weinverkostung machen? Die Weine von Santorini haben sich in den vergangen Jahren einen Namen in der Weinwelt gemacht. Ob exquisite Dessert-Weine oder köstliche Weißweine - Santorin steht für Qualität.

Wer ein ersten Eindruck der Weinregion von Santorini bekommen möchte, der sollte das Weingut der Familie Gavalas besuchen. Die Familie produziert schon seit Jahrhunderten die edelsten Weine der Insel. Es ist ein toller Ort um die Welt der Weine zu entdecken.


Die Santorinische Küche hautnah erleben

Passend zum Wein sollte auch ein Kochkurs nicht fehlen. Die Insel ist voller Kräuter, die ausschließlich auf dem Boden von Santorini wachsen und gedeihen. Kochkurse vermitteln interessante Einblicke und Kenntnisse der Santorinischen Küche. Besonders beliebt sind die lokalen Spezialitäten Koufeto, Meletinia oder andere Leckereien aus Griechenland.

Genießt die mediterranen Aromen und versucht Euch selbst bei einem Kochkurs in einem der vielen traditionellen Restaurants auf Santorini. Immer montags, mittwochs und freitags um 13 Uhr finden bei "Santorini Gastronomy" 3-stündige Kochkurse. Kosten belaufen sich auf 60€ pro Person.


Mit dem Fahrrad die Insel erkunden

Santorini lässt sich wunderbar mit dem Fahrrad erkunden. Meist ist nichts auf der Insel weiter als 20km entfernt, hin und wieder gibt es allerdings Steigungen. Und damit auch hier die Romantik nicht zu kurz kommt, sollte ein kleiner Picknick-Korb für den wunderschönen Sonnenuntergang nicht fehlen. Im "Eco Bike Santorini" in Perissa kann man klassische E-Bikes schon für 20€ am Tag mieten. Bei Motorinn in Kamari bekommt man normale Trekking-Bikes schon ab 12€ am Tag.


Tipp Anreise:

Wer Geld sparen will, kann zum Beispiel von Berlin oder Hamburg aus mit Easyjet günstig nach Athen fliegen. Von dort aus geht es dann mit Ryanair weiter auf die Kykladeninsel. Und es sei gesagt: Athen lohnt sich für einen kurzen Städtetrip. Auch viele andere griechische Inseln kann man sehr günstig von Athen aus anfliegen. So spart man sich die meist teuren Flüge ab Deutschland.

Tipp Unterkunft:

Santorini ist längst nicht so teuer, wie man vermutet. Auf der Insel gibt es zahlreiche gute und bezahlbare Pensionen, Gästehäuser und Zimmer. So kann man vor allem in der Nebensaison viel Geld sparen und ein Zimmer für nur 15 bis 20€ die Nacht buchen.

Tipp Transport:

Auf der Insel gibt es zahlreiche Busse, die zwischen den Hauptorten hin und her fahren. Man sollte es aber nicht eilig haben, da die Busse nicht ganz so schnell durch die engen Gassen kommen. Eine Fahrt zwischen Firá und Oia kostet dennoch nur unschlagbare 2€. Keine Lust auf Bus? Auf Santorini kann man ebenfalls einen Mietwagen buchen und so flexibel die Insel erkunden.