Eine ungebändigte Natur unterhalb des Polarkreises, die wilden und romantischen Landschaften, steile Felsen, enge Fjorde, riesige Schluchten, Wasserfälle, kochende Geysire, heiße Quellen, ausgedehnte Gletscher, grollende Vulkane und schwarzsandige Wüsten - Willkommen auf der wunderschönen Insel Island.

Auf der Insel gibt es viele Möglichkeiten für einen romantischen Urlaub zu zweit. Wieso also Malediven, Seychellen oder Mauritius, wenn man auch das komplette Kontrastprogramm in einer einzigartigen und überwältigenden Umgebung erleben kann? Es ist eines der am wenigsten dicht besiedelten Länder Europas und so muss man nicht weit weg, um dem Großstadttrubel zu entfliehen.

Etwa ein Drittel der Bewohner Islands leben in der Hauptstadt Reykjavik, rund ein weiteres Drittel in den anderen Orten. Sobald man außerhalb dieser Gegenden ist, wird es ganz ruhig und fast schon einsam. Perfekte Bedingungen für eine romantische Auszeit weit weg von allem. Am besten man mietet sich einen Wohnwagen und der Zweisamkeit steht nichts mehr im Wege.


Auf nach Reykjavik

Die am nördlichsten gelegene Hauptstadt der Welt "Reykjavik" ist ein guter Ausgangspunkt für eine Reise durch das Land. Hier gibt es nicht nur wunderbar frischen Fisch sondern auch eine blühende künstlerische und musikalische Szene. Künstler wie "Sigur Rós", "Björk" oder "Emiliana Torrini" sind heute weit über die Grenze Islands bekannt. In der Stadt gibt es zahlreich interessante Museen und Galerien wie das Nationalmuseum oder die Nationalgalerie. Vor allem bei schlechtem Wetter bietet sich ein Museumstag hervorragend an.

Die Hauptmeile "Laugavegur" führt bis zum Hafen hinunter. Hier findet man nicht nur individuelle Café, Restaurants und Galerien sondern auch eine Vielzahl an Bars. Das bunte Treiben der Isländer versprüht Charme und ein ganz eigenes "nordisches Flair".

Neben vielen alten und historischen Gebäuden findet man in der Hauptstadt zahlreiche moderne Bauwerke. Auffallend sind vor allem die modernen Kirchengebäude der Stadt. Eines der höchsten Gebäude des Landes ist die Hallgrímskirkja. Sie überragt die Innenstadt und wird als Wahrzeichen Reykjaviks angesehen.

Zudem sticht das hypermoderne Opernhaus am Hafen hervor. Highlight dieses Prachtbaus ist die besondere Glasfassade, die je nach Tageslicht die Farben ändert. Das Konzerthaus Harpa wurde 2011 eingeweiht und verfügt über einen Konzertsaal mit 1600 Plätzen und weitere Konzert- und Konferenzräume. Direkt neben dem Busterminal an der Harpa findet zudem jeden Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr der"Kolaportið Flohmarkt" in einer großen Auktionshalle statt. Hier findet man Secondhand-Klamotten, uralte Bücher und andere kuriose Mitbringsel und Fundstücke.

Tipp: Auf der Insel gibt es keine internationalen Café-Ketten, umso besser dass es viele kleine gemütliche und individuelle Cafés gibt. Wer sich bei den kalten Temperaturen aufwärmen will und dazu noch Lust auf einen köstlichen Kaffee hat, der sollte ins Reykjavik Roasters gehen. Der kleine, minimalistische Laden bietet den besten Kaffee der ganzen Stadt! Im Café Loki direkt gegenüber der Hallgrímskirkja kann man in einem gemütlichen kleinen Café traditionell isländische Küche probieren. Und wer am Ende des Tages mal ein HotDog probieren will, wie es einst schon Bill Clinton tat, der sollte am Hafen Ausschau nach einem kleinen HotDog-Wagen halten. Einfach "eina með öllu" bestellen - ein HotDog mit allem bitte!


Wellness in der "BlaueN Lagune"

Die berühmte Blaue Lagune ("Bláa Lónið") befindet sich zwischen Reykjavik und dem Flughafen und zählt zum Highlight einer jeden Island-Reise. Das blau schimmernde Wasser besitzt eine heilende Kraft und lindert wissenschaftlich erwiesen Hautkrankheiten. Das schwarze Lavagestein und das türkisfarbene Wasser prägt diesen beeindruckenden Ort. Bei einem Temperaturniveau von 37 bis 42 °C muss hier niemand frieren. Rein ins Wasser, abschalten und einfach nur genießen! Wichtig: Tickets unbedingt vorab buchen.


Der berühmte "Golden Circle"

Eine der beliebtesten Touren ab Reykjavik ist die "Golden Circle Tour". Während dieser spannenden Tour sieht man u.a. Geysire, den berühmten Gullfoss Wasserfall. Das Wasser stürzt über zwei Stufen insgesamt 30 Meter in die Tiefe mit einer durchschnittlichen Wasserführung von etwa 110 m³ pro Sekunde. Ein weiteres schönes Fotomotiv bietet der Wasserfall Seljalandsfoss. Das Wasser des Flusses stürzt 60 Meter in Tiefe. Man kann hinter den Wasserfall gehen und durch die Wasserschleier auf die Umgebung blicken. Am intensivsten sind die Farben am späten Abend.

Der "Große Geysir" eruptiert nur sehr selten, der kleine Bruder "Strokkur" nebenan bricht da schon regelmäßiger aus (alle 5 bis 10 Minuten). Die heiße Wasserfontäne wird bis zu 35 Meter in die Höhe katapultiert. Im gesamten Areal finden sich mehrere kleinere und größere Wasserpfützen, in denen es konstant brodelt. Ein wirklich sehenswertes Spektakel.

Tipp: Romantische Stunden zu zweit gibt es im "SPA Laugarvatn Fontana". Hier kann man die Zeit vergessen und komplett entspannen. Diese Wellnesseinrichtung befindet sch auf dem Weg zu Geysir und Gullfoss direkt am See.


Romantische Nordlichter

Island und Nordlichter - das ist wie New York und die Freiheitsstaue. Die beste Reisezeit für das Sichten der Lichter ist zwischen den Monaten Februar und März sowie September und Oktober. Je abgelegener und nördlicher man sich befindet, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man die vielen bunten Lichter sehen kann. Das farbenfrohe Lichtspektakel am nordischen Himmel kann man vor allem weit weg von den künstlich beleuchteten Städten Reyjkavik und Akureyri sichten.


Wale beobachten in Husavik

In Nordisland befindet sich das Zentrum für Walbeobachtungen. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 99% kann man hier in Husavik neben Buckelwalen, Schweinswalen auch Delfine und Tümmler beobachten. Das kleine und beschauliche Städtchen an der wunderschönen Skjalfandi-Bucht lädt zum Verweilen ein. Also...Fernglas einstecken und ab in den Norden!


Einzigartige Gletscher und Seen

Einer der größten und bekanntesten Gletscherseen in Island ist die Gletscherflusslagune "Jökulsárlón" im Südosten Islands. Dieser Gletschersee diente bereits als Filmkulisse für James Bond, Beowulf oder auch Tomb Raider. Die abgebrochenen Eisschollen treiben langsam in der Lagune Richtung Meer hinaus. Mit dem Veranstalter "Icelagoon" können Touren unternommen werden. Erfahrene Guides bieten zudem Gletscherwanderungen inklusive professioneller Ausrüstung an (auch für Anfänger geeignet).

Die traumhafte Seenlandschaft Mývatn (Mückensee) bietet eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten. Bei einer Rundfahrt um den See hat man dann die Qual der Wahl: Lavaburgen von "Dimmuborgir", Ringwallkrater "Hverfjall", Geothermiegebiet "Námaskarð", Kratersee "Víti", Pseudokrater "Skútustaðir" und die Bademöglichkeit "Mývatn Nature Bath".


Abenteuer pur im Hochland

Neben Eis, Feuer und Wasser hat die Insel aber noch viel mehr zu bieten. Das Hochland Islands ist spektakulär und abwechslungsreich. Eine geführte Tagestour mit Bus oder Jeep bringt Besucher zu den schönsten Orten Islands. Leider darf man diese Straßen nur im Sommer mit einem 4x4-Wagen befahren. Nur sogenannte Super-Jepp Touren führen auch im Winter Reisende in das Hochland bringen.

Das bergige Landesinnere ist der perfekte Ort, um Allem zu entkommen. Die Felswüsten, schroffen Gipfel, die Eiskappen, Vulkane, Täler und die heiße Quellen katapultieren einen in eine völlig andere Welt - eine einzigartige Welt! Hier gibt es nicht viel Vegetation, nicht viel Leben. Doch der Weg ist das Ziel und in diesem Fall die atemberaubende Kunst aus Stein, Sand, Eis, Dampf und Wasser unserer Erde.


Trolle und Elfen in Island

Kurios aber wahr: viele Isländer glauben an Trolle und Elfen. Und wenn man selbst durch Island reist, kann man die Isländer wohl auch verstehen. Die einzigartige Landschaft Islands gleicht einem Fantasy-Roman und so vermutet man hinter jedem Stein eines dieser kleinen Wesen. Man sagt sogar, dass es neben einer Elfenschule auch Experten gibt, die extra Straßenumfahrungen eingeplanen, um die geheimnisvollen Bewohner nicht zu stören.

Erla Stefansdottir ist so etwas wie die Elfenbeauftragte Islands. Die über 70 Jahre alte Frau spürt Orte auf, an denen Gnome, Trolle oder Elfen leben können und gibt dem Bauamt in Reykjavik des Öfteren Ratschläge, ob an diesem oder jenen Ort gebaut werden kann. 2004 veröffentlichte sie sogar ein Buch über die geheimnisvollen Wesen mit all ihrem Wissen.

Ob es nun Feen, Elfen, Trolle und Gnome wirklich gibt? Am besten man überzeugt sich selbst davon bei einer Erkundungstour quer durch das Land. Island ist eines der schönsten Flecken unserer Erde - versprochen! Und mit der besseren Hälfte an der Seite kann man all die unglaublichen Momente teilen.