Bali ist nicht nur für Strand- und Kulturliebhaber ein beliebtes Ziel. Eine immense Artenvielfalt unter Wasser, faszinierende Begegnungen mit Mola Molas oder Mantas und eine gute Infrastruktur für Taucher machen das Tauchen in Bali zu einem Highlight in jedem Logbuch.

Die Insel der Götter fasziniert wie kaum ein anderes Reiseziel mit einer unbeschreiblichen Farbenpracht. Über Wasser sind es die weiten, grünen Reisfelder und die bunte Vielfalt an frischen Köstlichkeiten auf den Märkten vor altehrwürdigen Tempelanlagen. Doch unter Wasser wartet noch eine ganz andere Welt. Mit über 3.500 Arten bietet die Unterwasserwelt Balis eines der vielfältigsten Tauchgebiete dieser Erde. Bei Sichtweiten bis zu 40m erfreuen sich Taucher nicht nur an Begegnungen mit den surreal geformten Mondfischen und majestätischen Mantas, sondern können mit geübtem Auge auch Angler- und Skorpionfische in verschiedenen Farben versteckt in Korallengärten entdecken. Tauchen in Bali ist das ganze Jahr über möglich, doch die besten Sichtweiten und Bedingungen herrschen zwischen April und November. Wer viel Zeit unter Wasser verbringen möchte, meidet das Urlaubszentrum im Südwesten um Kuta und findet seine Unterkunft entlang der Tauchspots im Norden oder Osten der Insel. Um die Insel wirklich kennenzulernen und verschiedene Tauchspots zu erkunden, lohnt es sich während der Reise an zwei oder drei Orten Unterkünfte zu suchen - auf Bali ein Kinderspiel.

Ein unvergessliches Erlebnis - das Wrack der Liberty im Morgengrauen

Im Norden bzw. Nordosten der Insel haben Anfänger beste Bedingungen. Die Strömungen sind weniger stark und viele Plätze sind vom Strand aus zu erreichen. Weltbekannt ist Tulamben mit dem 1942 gesunkenem Frachtschiff Liberty. Anders als viele andere Wracks gelangen die Taucher direkt vom Strand zu der atemberaubenden Fischvielfalt, die sich rund um das imposante Wrack angesiedelt hat. Die beste Zeit für einen Tauchgang ist früh morgens, wenn die im Wrack schlafenden Bumpheads am Ort verweilen und Tauchgruppen aus anderen Teilen der Insel noch auf dem Weg sind. Bekannt sind die nördlichen Küsten Balis jedoch nicht nur für Wracks, sondern vor allem für Makrotauchen. An Plätzen wie Seraya Secrets können Taucher in flachen Gewässern nach Pygmäenseepferdchen, Minioktopussen oder Seenadeln suchen - beste Aussichten für Unterwasserfotografen.

Von Padang Bai auf zu Großfischbegegnungen

Etwas weiter südlich liegt Padang Bai, ein kleiner Ort, der nicht nur als Verbindung zu den Gili Inseln und Lombok lohnenswert ist. Viele Tauchspots sind in nur 5min zu erreichen und von Makro- bis Großfischbegegnungen ist alles möglich. Die Blue Lagoon ist ein beliebter Strand, der sich sehr gut zum Schnorcheln eignet. Zu später Stunde bekommen Taucher bei faszinierenden Nachttauchgängen knallrote Spanische Tänzerinnen oder die seltenen Katzenhaie zu Gesicht. Die Bucht ist auch einer der Plätze, die sich gut für Anfänger und Tauchkurse eignet. Fortgeschrittene Taucher müssen in Padang Bai aber nicht viel weiter rausfahren. Bereits der Channel ist aufgrund seiner Lage in der Straße von Lombok häufig starken Strömungen ausgesetzt, die Tarierungsgeschick verlangen. Dafür sind in den vielen kleinen Höhlen im Riff häufig Weißspitzenhaie anzutreffen. Begegnungen der besonderen Art warten in Mempang, neben Schildkröten und Weißspitzenhaien sind hier in der von Juli bis Oktober dauernden Saison Mondfische anzutreffen. Namen wie Mantas Point verraten bereits, dass bei einem Ausflug nach Nusa Penida noch mehr Großfischbegegnungen zu erwarten sind. Auch hier sind jedoch gute Tauchfähigkeiten gefragt - gerade wenn Strömungen und hoher Wellengang herrschen.

Tauchen auf Bali ist nicht nur ein Highlight, es ist auch unkompliziert. Nach der Ankunft am Flughafen Denpasar sind Transfers zu den Tauch-Hotspots Tulamben, Ahmed, Padangbai und Menjangan einfach zu finden bzw. von der vorgebuchten Unterkunft organisiert. Die gut ausgestatteten Tauchbasen vor Ort verfügen häufig über deutschsprachige Tauchlehrer und bieten Ausflüge zu allen beliebten Tauchplätzen.