Die Hauptstadt Italiens ist nicht nur eine Ansammlung historischer Sehenswürdigkeiten und kultureller Angebote; sie bietet sich auch als idealer Ausgangspunkt für Erkundungen an. Ein Roadtrip von Rom aus führt Reisende an den Strand oder in die Natur der Region Latium.

Urlauber, die etwas mehr sehen wollen als nur die berühmte Hauptstadt, sollten etwas Zeit und Abenteuerlust mitbringen. Die Region Latium hat nämlich wesentlich mehr zu bieten als Roms berühmte Sehenswürdigkeiten. Wer zwei Stunden Zeit mitbringt, kann sich über die Autobahn A1 und die Bundesstraße SS 156 auf den Weg in das Küstenstädtchen Sperlonga machen. Der feine Sandstrand und die Ursprünglichkeit der Region sind nicht nur sehenswert, sondern bieten Gästen auch wundervolle Gourmeterlebnisse. Genießen Sie im Restaurant Da Martini Sul Ponte lokale Gerichte - die atemberaubende Aussicht auf die Küste und die angenehme Meeresbrise gibt es natürlich umsonst. Wer noch einige Minuten mehr Zeit hat, kann auf seinem Roadtrip von Rom aus noch etwas weiter südlich nach Gaeta fahren. Der Hafen des Städtchens Gaeta wird hauptsächlich für den Fischfang genutzt - mit etwas Glück können Besucher die heimkehrenden Boote beobachten. Die felsige Landschaft, die wilde Natur und die historische Altstadt sind definitiv eine Reise wert. Wer das Auto lieber in Rom stehen lassen möchte, kann Gaeta auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Einfach den Zug vom Bahnhof Roma Termini nach Neapel nehmen und dann per kurzer Busreise von Neapel nach Gaeta fahren. Im Allgemeinen gilt: Auf der Suche nach Strand und Sonne sollten sich Urlauber eher an die südlich von Rom gelegenen Küsten halten. Die Städte sind ursprünglicher, das Wasser klarer und die Strände länger als in der Region Latium.

Roadtrip grenzenlos: Ausflüge nach Sardinien und Afrika

Urlauber, die etwas mehr Zeit mitbringen, können von Rom einen Roadtrip starten, der sie nicht nur in das italienische Umland führt, sondern sogar auf einen anderen Kontinent. Etwa eine Autostunde nördlich von Rom finden Abenteuerinteressierte die Hafenstadt Civitavecchia. Übersetzt bedeutet der Name "Alte Stadt", aber heute ist die Region bekannt als "Hafen Roms". Von hier aus fahren täglich Fähren auf die Mittelmeerinseln Sardinien und Sizilien, aber auch ins etwas weiter entfernte Barcelona. Ein besonderes Erlebnis ist das Übersetzen mit der Fähre nach Tunis, der Hauptstadt Tunesiens. Etwas Zeit sollte man schon einplanen: Die Fahrt dauert eine Nacht und einen halben Tag. Oft legen Fähren am späten Nachmittag in Civitavecchia ab und erreichen Tunis am nächsten Tag gegen Mittag. Auch das Auto können Gäste mitnehmen. Wer doch lieber etwas näher an Italien bleiben möchte, sollte sich einen Ausflug nach Sardinien nicht entgehen lassen. Die Fähren brauchen etwas mehr als fünf Stunden, um auf die Insel überzusetzen. Belohnt werden Urlauber mit einer faszinierenden Landschaft und einer Kultur, geprägt von den byzantinischen und römischen Einflüssen der Antike. Die grüne Landschaft, durchzogen von Bergketten, die naturbelassene Küste und die sardische Küche sind eine Reise wert. Besonders beliebt ist auf Sardinien das Pastagericht Malloreddus campidanese. Die Beigabe von Safran und Salsiccia, gewürzt mit Fenchelsamen, verleihen dem Gericht seine besondere Note. In Cagliari finden Urlauber besonders viele Lokale, doch es lohnt sich auch, die ausgetretenen Pfade zu verlassen, um beispielsweise die Hirtendörfer im Landesinneren zu besuchen. Hier duftet es häufig gut nach frischem Schafskäse und frischgebackenem Fladenbrot.