Vielfältige Länder, Kulturen und Landschaften nah beieinander: Das ist Europa. Ein Roadtrip kreuz und quer über den kleinen Kontinent bedeutet ultimative Freiheit und Flexibilität: Wo es gefällt, da hält man an. Die Reise führt zu Städten mit Jahrtausende alter Geschichte und durch Landschaften voller Gegensätze.

Ein Roadtrip durch Europa ist schon etwas Besonderes. Eine solche Reiseform ist überall der Inbegriff von Freiheit und Spontanität, doch bietet der kleinste Kontinent einige entscheidende Vorteile. Auf überschaubarem geografischen Raum kommen hier so viele Länder mit unterschiedlichen Kulturen zusammen wie sonst kaum irgendwo und zugleich ist das Reisen einfach und bequem. In der Europäischen Union fallen mühselige Grenzüberquerungen und Visabestimmungen weg und mit dem eigenen Auto in ein anderes Land zu fahren, ist auch aus Sicht der Versicherung unproblematisch. Die Verkehrsregeln ähneln sich innerhalb der unterschiedlichen Länder ebenfalls.

Wo soll es lang gehen?

Mögliche Routen für einen Roadtrip innerhalb Europas sind vielfältig. So könnte z. B. eine eher sonnige Reise durch den Süden in den pittoresken Gassen Lissabons mit ihren weißen Häusern und roten Dächern beginnen. Von der am Atlantik gelegenen Hauptstadt Portugals geht es dann Richtung Osten zunächst durch Spanien nach Madrid. Die zentral im Landesinneren gelegene Metropole liegt genau auf dem Weg von Lissabon nach Barcelona, wo das Mittelmeer mit seinen herrlichen Küstenstraßen lockt. Diese ziehen sich von Barcelona entlang der französischen Côte d'Azur bis nach Genua in Italien. Besonders schöne Abschnitte liegen beispielsweise zwischen Marseille und Cassis oder zwischen Bandolle und St. Tropez. Die Mittelmeerküste und Genuas Stadtstrände im Rückspiegel führt die Route in die Modemetropole Mailand und von dort aus über Zürich zurück nach Deutschland. Die Städte entlang des Weges verfügen generell über gute Parkmöglichkeiten innerhalb des Zentrums sowie ausgezeichnete Nahverkehrsnetze, falls man das Auto nicht mit ins Stadtzentrum nehmen will. Als Reisezeit bieten sich neben dem Sommer auch der Frühling und der Herbst an - dank des milden Klimas im Süden Europas. Auf einigen Autobahnen, wie z. B. in Frankreich, fallen Mautgebühren an. Oftmals ist es aber ohnehin schöner über Landstraßen zu fahren, die sich gemütlich durch malerische Landschaften schlängeln. So kann man auch mal für ein spontanes Picknick in einer Bucht oder an einem Aussichtspunkt anhalten.

Welches Gefährt ist der richtige Reisebegleiter und wo kann man unterkommen?

Bei der Wahl des Fahrzeuges stellt sich nicht zuletzt auch die Frage des Startpunktes der Reise. Diese kann mit dem eigenen Fahrzeug von zu Hause aus losgehen oder aber mit einem Mietwagen von jeglichem Ort. Entscheidet man sich für den Mietwagen, sollte man darauf achten, dass eine unbegrenzte Anzahl von Kilometern inklusive ist. Dann stellt sich die Frage nach dem geeigneten Modell. Da die Straßen nahezu überall gut ausgebaut sind, ist ein Allrad Camper nur in besonderen Fällen notwendig. Ansonsten reicht die Auswahl vom Kleinwagen bis zum riesigen Wohnmobil. Das Modell hängt aber nicht nur von der Anzahl der Insassen für die Reise ab, sondern auch vom bevorzugten Reisestil und nicht zuletzt der Route. Mit einem Wohnmobil kann man sich die Unterkunft sparen und abends entweder auf einen Campingplatz rollen oder sein Glück abseits offizieller Stellplätze versuchen. Die Behörden werden hier erfahrungsgemäß nachsichtig sein, wenn es ihnen überhaupt auffällt. Hat man ein Zelt dabei, so sind Campingplätze auch ohne Wohnmobil eine Option. In der eingebauten Küche eines Wohnmobils oder mit einem kleinen Campingkocher kann auch selbst gekocht werden. Besonders im Süden Europas, wie z. B. in Spanien, Frankreich und Italien gibt es eine riesige Auswahl guter Campingplätze - oft auch direkt am Meer. Alternativ finden sich überall Unterkünfte für alle Budgets, von Luxushotels bis zu Jugendherbergen, die nicht nur junge Gäste empfangen.