Großstadturlaub und reiten - in Berlin eine ideale Kombination. Da gibt es Reiterhöfe in Ku'dammnähe und nach einem Tag im Sattel lockt die weltberühmte Flaniermeile mit kulturellen Highlights und internationaler Gastronomie. Außerdem finden hier jedes Wochenende spannende Reiterturniere und mit der Hippologica Europas größte Pferdemesse statt.

Berlin, die quirlige Weltstadt an Havel und Spree, ist keineswegs nur ein Häusermeer, sondern besteht zu einem Drittel aus Wald und Flur und gilt damit als grünste Metropole Europas. Ortsteile wie Lübars, Mahlsdorf und Müggelheim, die noch vor 90 Jahren märkische Dörfer waren, haben bis heute ihren ländlichen Charakter behalten, sodass hier zahlreiche Reiterhöfe, Pferdepensionen und Mietställe zur Verfügung stehen. Zudem bietet der Ortsrand von Berlin ideale landschaftliche Voraussetzungen, um im flotten Trab, gestreckten Galopp oder lässigen Tölt ein paar unvergessliche Tage auf dem Rücken der Pferde zu erleben. Im Berliner Urstromtal, dem Tegeler Fließ oder auf dem Barnim reiten sie zwischen Sandkoppeln und Weiden über idyllische Feldwege.

Reiten lässt sich in Berlin übrigens bequem mit Theater- und Museumsbesuchen oder dem Eintauchen in das legendäre Nachtleben der deutschen Hauptstadt kombinieren. Den Genuss dieses einmaligen Kontrastprogramm aus ländlicher Reiterromantik und weltstädtischem Flair ermöglicht nicht zuletzt das hervorragende öffentliche Verkehrsnetz Berlins, das die Reiterreviere erstaunlich schnell mit den Hotspots der Metropole wie der Museumsinsel, dem Kulturforum am Potsdamer Platz oder der Prachtstraße Unter den Linden verbindet.

Wo kann man in Berlin reiten?

Berlin ist mit 892 km² Fläche eine besonders große Stadt, und so finden Pferdefreunde selbst in der Innenstadt zahlreiche Gebiete für kürzere oder längere Reittouren. Beispielsweise beginnt nur 20 Minuten vom berühmten Ku'damm entfernt der Grunewald, der mit einem Reitwegenetz von 68 km ein echtes Eldorado für Roß und Reiter ist. Starten kann man direkt am S-Bahnhof Grunewald, wo Wallenhauers Reitstall seit 50 Jahren den Einstieg in den edlen Pferdesport anbietet. Als Beginn und Ende einer Reittour eignet sich aber auch das idyllisch gelegene alte Forsthaus Paulsborn, wo man im nostalgischen Biergarten den Staub der Strecke aus der Kehle spülen und einen fantastischen Blick auf den Grunewaldsee genießen kann.

In der Wuhlheide im Osten Berlins sind die Freunde der Islandpferde zu Hause. Diese Reittiere erkennt man gut an ihrer ganz eigenen Gangart, dem Tölt. Er ist für die Reiter besonders angenehm, weshalb Islandpferde sogar für Menschen mit Rückenproblemen bestens geeignet sind. Wer das Reiten auf diesen besonderen Pferden erlernen will, findet die entsprechenden Trainer im Islandpferdezentrum Berlin. Unter deren kompetenter Leitung können Einsteiger auf dem Gelände der Trabrennbahn Karlshorst ihre Fähigkeiten auf einem Ovalkurs ausprobieren.

Ebenso wie die Trabrennbahn ist auch der Tegeler Forst im grünen Norden Berlins bequem mit der S-Bahn erreichbar. Und auch hier finden Reiter ein vielseitiges Wegenetz, das besonders im Stolper Feld zum gestreckten Galopp einlädt. Ein spannendes und abwechslungsreiches Reiterrevier sind auch die Spandauer Rieselfelder Karolinenhöhe. Hier werden längst nicht mehr die Abwässer der Stadt gesammelt, diese Zeiten sind vorbei. Dafür ist das Gelände seit 1987 Landschaftsschutzgebiet, auf dem sich allmählich kleine Waldinseln ausbreiten.

Wer längere Ausritte plant, kann weiter bis zur Gatower Feldflur reiten und sogar über die Stadtgrenze hinaus zu den Wiesen und weiten Wäldern Brandenburgs. Eine besonders große reitsportliche Anlage befindet sich in Mahlsdorf und gehört zum Turnierstall von Gabriele Lyck-Piehl. Hier tummeln sich 50 Pferde auf einem 15 ha großen Gelände, das von Wald umgeben ist. Wer hier mitmacht und sich als sattelfest erweist, kann sogar mit auf die Trainingsrennbahn in Hoppegarten, wo die Galopper der ganzen Welt unterwegs sind. Doch selbst von Hoppegarten aus, das schon außerhalb Berlins liegt, ist der Alexanderplatz, wo das pulsierende Leben der Metropole tobt, per S-Bahn innerhalb von nur 40 Minuten erreichbar.