Was ist Feijoada?

Bei Feijoada handelt es sich um ein fleischhaltiges Hauptgericht, das üblicherweise in einem Topf zubereitet wird und neben Schweine- oder Kalbsgulasch auch Bohnen und Reis beinhaltet.

Neben dem normalen Eintopf Feijoada, der als einfaches und wohlschmeckendes Gericht gilt, gibt es auch das Gericht Feijoada completa, das mit deutlich mehr Zutaten als die einfache Variante gekocht wird.feijoada-1024x768.jpg

Foto Credit: Ian Carvell via Flickr

Wo wird Feijoada gegessen?

Ein Kosmopolit kann der Feijoada in vielen Teilen der Erde begegnen, gilt sie doch in vielen Ländern, in denen Portugiesisch als Amts- oder Landessprache gesprochen wird, als Nationalgericht. Insbesondere in Angola und Brasilien wird die Feijoada completa als Nationalspeise betrachtet. Auch im Herkunftsland Portugal sowie in Macao und Mosambik wird das Eintopfgericht gerne serviert.

Wann isst man Feijoada?

In Brasilien wird die Feijoada als Almoco zwischen 12 und 14 Uhr verspeist. Früher kam die Speise nur samstags auf den Tisch und diese Tradition wird heute vielerorts gern fortgeführt. In Portugal gilt die Feijoada als typisches Familienessen, das am Samstag in großer Runde genossen wird.feijoada-brasilien-1024x768.jpgFoto Credit: carla arena via Flickr

Wie spricht man Feijoada aus?

Die Bezeichnung Feijoada wird mit einem weichen "ch" gesprochen, genau wie in "Milch", und unterscheidet sich in der Aussprache je nach Region minimal. Üblich ist die Variante "Fäichuade", mit der Betonung auf der dritten Wortsilbe.

Was wird zu Feijoada serviert?

Das Eintopfgericht wird je nach Region mit ganz unterschiedlichen Beilagen gegessen. In Portugal wird gerne Wurst dazu gereicht, etwa Chorizo oder Blutwurst. Auch die für Portugal typische geräucherte Farinheira-Wurst kommt dazu auf den Tisch. In Brasilien werden zu Feijoada Molho gerne Pimenta, also eine Pfeffersoße, Farofa (eine Beilage aus Maniokmehl) und gern auch ein kühler Caipirinha serviert.

Wie ist das Gericht Feijoada entstanden?

Über die Entstehung des Gerichts gibt es mehrere Theorien. Die brasilianische Variante soll als Arme-Leute-Essen entstanden sein, das von Sklaven aus Essensresten kreiert wurde. Die portugiesische Variante hat ihren Ursprung als Familienessen für mittelständische und wohlhabende Familien, die sich Fleisch leisten konnten.feijoada-zubereitung-1024x683.jpgFoto Credit: Prefeitura de Itapevi via Flickr

Woraus wird Feijoada gemacht?

Die Grundlage für das Gericht bilden gekochte Bohnen, vorzugsweise schwarze. Dazu kommen verschiedene Wurst- und Fleischsorten unterschiedlichster Zubereitungsart, also getrocknet, gepökelt, gekocht und geräuchert, die verschiedene Geschmacksreize bieten sollen. Grünkohl, Reis und gegebenenfalls Farofa ergänzen das Gericht, das je nach Küche und Land meist nach eigenem Rezept hergestellt wird.

Was für regionale Abwandlungen gibt es von Feijoada?

In Portugal wird im Nordwesten das Landes zu weißen Bohnen gegriffen, während im Nordosten grüne Bohnen verwendet werden und statt Grünkohl auch anderes Gemüse wie Wirsing, Tomaten oder Möhren in den Topf wandert. In Brasilien werden schwarze Bohnen und brasilianischer Grünkohl als Zutaten gewählt.