Rund um Alster und Elbe bietet die Hansestadt zahlreiche Touren mit besten Aussichten - und das Radfahren in Hamburg ist meist ganz bequem ohne anstrengende Steigungen.

In der Studentenstadt Hamburg ist das Fahrrad eines der beliebtesten Fortbewegungsmittel und das Fahrradverleihsystem der Hansestadt gilt als das erfolgreichste der Republik. Nach Anmeldung mit Kreditkarte oder Bankkonto kann man sofort eines der etwa 1.800 Räder an den rund 150 Leihstationen im Stadtgebiet ausleihen - und fährt die erste halbe Stunde kostenfrei. So lassen sich die meisten Sehenswürdigkeiten im Innenstadtbereich bequem von Leihstation zu Leihstation mit dem Fahrrad erkunden. Auch eine kleine Radtour entlang der Außenalster oder der zahlreichen anderen Wasserwege in Hamburg ist so bequem möglich. Mietet man ein Fahrrad für den ganzen Tag, so kann man sich zum Beispiel auf eine geführte Tour in den Hafen, in die neue Hafencity oder zu besonderen Zielen wie dem Ohlsdorfer Friedhof oder auf die Elbinsel Wilhelmsburg begeben.

Immer den Deich entlang: Der Elbe-Radweg führt von Hamburg nach Cuxhaven

Kommt man auf dem Elbe-Radweg in der Hansestadt an, so fährt man ab der Zollenspieker Fähre bei Hamburg-Bergedorf nördlich der Elbe durch Moor und Marschlandschaft zwischen den verschiedenen Elbarmen bis nach Hamburg-Rothenburgsort. Südlich der Elbe und immer im Blick machen hier die Raffinerien und Hafenanlagen auf der Veddel und dem Grasbrook den Charme der Industriemetropole aus. Der Elbe-Radweg führt weiter durch die Backsteinbauten der Speicherstadt und entlang der Landungsbrücken bis zu den Elbstränden bei Oevelgönne und Teufelsbrück. Über Blankenese mit seiner einmaligen Aussicht über den Fluss und Wedel mit seinem großen Jachthafen und der Schiffsbegrüßungsanlage Willkomm-Höft verlässt man die Hansestadt. Der Elbe-Radweg führt nun aufgrund der zahlreichen Nebenflüsse und ihrer Wehre durchs Hinterland bis nach Glückstadt. Hier kann man mit der Fähre nach Wischhafen übersetzen und entweder über Stade südlich der Elbe nach Hamburg zurückfahren oder die letzte Tagesetappe des Elbe-Radwegs bis nach Cuxhaven angehen.

Der Klassiker: Radfahren im Alten Land

Das Alte Land, die uralte Kulturlandschaft südlich der Elbe, ist mit den malerischen Obstplantagen, den Fachwerkhäusern und den Leuchttürmen am Elbdeich eines der beliebtesten Ziele zum Radfahren in Hamburg: Nicht nur zur Zeit der Obstbaumblüte im Mai und zum Erntedankfest im Herbst zieht der sogenannte "Obstkorb der Nation" am Wochenende die Radler und Spaziergänger in Scharen an. Trotzdem finden sich mit dem Fahrrad auf den etwa 10.700 Hektar Obstanbaufläche immer auch einige einsame Fahrradkilometer. Ganz bequem ist das Alte Land mit der Fähre zu erreichen: Auch Radfahrer können von Blankenese nach Cranz übersetzen oder mit der HADAG-Fähre 62 von den Landungsbrücken bis Finkenwerder fahren - eine kleine Hafentour ist so gleich inklusive. Die kleine Hansestadt Stade einige Kilometer westlich entlang der Elbe ist ebenfalls ein beliebtes Ziel für eine Radtour. Der Stadtkern besteht aus zahlreichen Fachwerkhäusern aus dem 17. Jahrhundert und am Hafen mit dem Schwedenspeicher und dem alten Kran finden sich schöne Sitzgelegenheiten und Einkehrmöglichkeiten für eine Pause vor der Rückfahrt nach Hamburg.