Beim Radfahren in Berlin hat man eine Vielzahl an Ausflugsmöglichkeiten. Ob Wannsee, Mauerweg oder Umland, für jeden Anspruch gibt es die richtige Strecke. Wer Downhill bevorzugt, der trifft am Teufelsberg Gleichgesinnte und echte Profis.

Das Radfahren in Berlin lässt keine Wünsche offen, denn in kaum einer anderen Großstadt hat man so viele schöne Ausflugsmöglichkeiten. Da die Stadt eine besonders grüne Metropole mit herrlichen Wasserlandschaften ist, können Radtouren beispielsweise entlang des Wannsees, der Spree oder durch den Grunewald unternommen werden. Zahlreiche Rundwege innerhalb Berlins sind mit einem leichten Schwierigkeitsgrad zu bewältigen, und locken jährlich Tausende auf den Sattel. Doch auch das Umland ist ein ausgezeichnetes Ausflugsziel für Radfahrer, denn Berlin ist mit vielen ausgewiesenen Radwegen auch über die Landesgrenzen hinaus verbunden. So kann man über den Radfernweg Berlin-Kopenhagen beispielsweise bis ganz in den hohen Norden nach Skandinavien gelangen. Für jeden Anspruch und jedes Fitnesslevel gibt es die richtige Strecke. Auch Touren über mehrere Tage sind in und um Berlin empfehlenswert, denn entlang vieler Strecken gibt es Zeltplätze und andere Übernachtungsmöglichkeiten. Wer beim Radfahren in Berlin Action bevorzugt, der kann sich am Teufelsberg auf eine Downhill (Bergabfahrt) Tour begeben. Diese besondere Variante des Radsports ist nichts für Anfänger oder Gelegenheitsradler. Der Sport erfordert eine komplette Schutzausrüstung, gute körperliche Fitness und ein schnelles Reaktionsvermögen aufgrund der hohen Geschwindigkeiten.

Radtour am Havelufer

Eine 23 Kilometer lange Rundtour entlang des Havelufers zwischen Glienicke und Wannsee ist eine der schönsten Ausflugsmöglichkeiten in Berlin, denn sie ist sehr abwechslungsreich. Innerhalb der circa zweistündigen Tour kann man eine herrliche Aussicht auf die Havel und die Flusslandschaft genießen, und eine Vielzahl an Bademöglichkeiten laden zum Pausieren ein. Für das leibliche Wohl bringt man entweder seinen eigenen Picknickkorb mit, oder man kehrt in einem der vielen Restaurants entlang der Strecke ein. Die Parkanlagen von Klein Glienicke und Babelsberg sind übrigens einen Besuch wert, wenn man ein paar Sehenswürdigkeiten in seine Radtour mit einbinden möchte.

Mit dem Rad entlang am Mauerweg

Diese Route mit leichtem Schwierigkeitsgrad führt entlang der Strecke, an der einst die Berliner Mauer stand, und so kommt man gleichzeitig an einem Stück Berliner Geschichte vorbei. Der ehemalige Kolonnenweg ist zumeist asphaltiert und ist zum Radfahren sehr gut geeignet. In der Innenstadt kann man den Verlauf der Mauer anhand von Pflastersteinen und teils errichteten Themenpfaden erkennen, allerdings verläuft die Strecke überwiegend auf den eher ruhigen Nebenstraßen der Stadt. Ein Tipp: am Checkpoint Charlie kann man eine Pause einlegen und das Mauermuseum sowie ein echtes Stück Berliner Mauer besichtigen.

Radfahren für Fortgeschrittene: Downhill im Grunewald

Downhill ist die wohl actionreichste Art, mit dem Fahrrad zu fahren. Ziel ist es, eine abgesperrte und mit Hindernissen versehene Strecke so schnell wie möglich hinabzufahren. Dabei können Geschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometer pro Stunde erreicht werden, und der Nervenkitzel ist hier garantiert mit von der Partie. Ohne eine komplette Schutzausrüstung und eine sehr gute körperliche Kondition geht allerdings niemand auf die Strecke, und daher ist dieser Radsport nur etwas für Fortgeschrittene. In Berlin können Fans des Downhill am Teufelsberg oder an der alten Rodelbahn in Müggelberge auf Gleichgesinnte und echte Profis treffen.