Das Königreich des deutschen Obstanbaus - Ein Paradies auf Erden

Für alle, die sich schon immer gefragt haben, ob es das Paradies auf Erden gibt, haben wir gute Nachrichten: Es existiert und das Beste ist, man findet den sprichwörtlichen Garten Eden sogar in unseren heimischen Gefilden. Hoch oben im Norden, südlich von Hamburg, liegt das malerisch schöne Obstanbaugebiet Altes Land. Die benachbarten Hamburger bezeichnen es gern als ihren liebsten Apfelgarten, doch mit 170 Quadratkilometern ist das Alte Land Nordeuropas größtes geschlossenes Obstanbaugebiet.

Altes LandFoto: Tourismusverein Altes Land e.V.

Der Frühling bringt den Blütenzauber

Dominiert wird die Kulturlandschaft von köstlichen Apfelsorten, die rund 90 Prozent des fruchtbaren Marschengebiets einnehmen. Neben Äpfeln werden aber auch Kirschen, Zwetschgen, Pflaumen und Birnen angebaut. Man kann sich also vorstellen, in welch malerischer Pracht die Obstfelder im Frühjahr erstrahlen, wenn die Bäume zu blühen beginnen und das Alte Land sich in ein weiß-rosafarbenes Blütenmeer verwandelt. Diesen Augenschmaus lassen die Altländer natürlich nicht einfach so verstreichen und laden jedes Jahr am ersten vollen Mai Wochenende zum traditionellen Blütenfest ein, dessen Höhepunkte die Krönung der Blütenkönigin und ein anschließender Blütenumzug sind.

Haben die Bäume ihre Blüten aber verloren, können nur einige Wochen später auch schon die ersten Kirschen geerntet werden. Während der Altländer Kirschwoche, die im kommenden Jahr vom 30. Juni bis zum 9. Juli stattfinden wird, warten pralle und süße Kirschen nur darauf, vernascht zu werden. Der Höhepunkt der Kirschwoche ist übrigens immer der letzte Tag der Feierlichkeiten, an dem ein Kirschmarkt stattfindet, auf dem es unter anderem einen Wettkampf im Kirschkernweitspucken gibt.

Eine jahrhundertealte Familientradition

Der Obstanbau hat im Alten Land eine 700 Jahre alte Tradition, die seit jeher von Familienbetrieben geführt wird und bis heute der bedeutendste Wirtschaftszweig der Region ist. Besucher sind auf den schönen Obsthöfen aus Bundmauer-Fachwerken rund ums Jahr herzlich willkommen und können sich während der Apfelsaison von August bis Oktober ihren eigenen Apfelkorb nicht nur selbst zusammenstellen, sondern sich auch als Apfelpflücker versuchen.

Erntezeit ist Trubel-Zeit

Besonders gut erkunden lässt sich das Kulturgebiet übrigens entweder bei einer Wanderung auf dem saftig grünen Deich, der im Süden nach Buxtehude führt oder mit dem Fahrrad. Letzteres bietet sich im nächsten Jahr besonders am Tag des offenen Hofes an, der am 9. und 10. September stattfinden wird. Mitten in der malerischen Apfelerntezeit öffnen die schönsten Obsthöfe dann ihre Tore für Besucher, die diese im Rahmen einer kostenlosen und geführten Fahrradtour besichtigen können.

Etwas los ist im Alten Land aber die gesamte Erntezeit über. Mit dem Apfelkistenexpress können Besucher zum Beispiel eine Tour durch die Plantagen machen oder ein Apfeldiplom ablegen. Wahre Apfel-Freunde können sogar eine Patenschaft für einen Apfelbaum übernehmen und fortan das gesunde Obst immer vom eigenen Baum ernten.

Stadtflucht für die Seele

Empfehlenswert ist auch ein kleines Picknick unter einem der Kirsch- und Apfelbäume. Einfach Platz nehmen, die Aussicht genießen, tief die frische Landluft einatmen, zurücklehnen und einfach mal die Seele baumeln lassen. Fast nirgends geht das so gut wie im malerischen Alten Land.

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Fotos: Tourismusverein Altes Land e.V