Harz

Der Harz kommt Dir als Urlaubsziel nicht besonders attraktiv vor? Da täuschst Du Dich aber gewaltig! Diese sieben Dinge gefallen Dir bestimmt:

Wandern am Brocken

Er ist das Wahrzeichen des Harz - und seine höchste Erhebung: der Brocken im Nationalpark Harz mit seinen 1.141 Metern NHN. Schnüre Deine Wanderstiefel, entdecke auf einem der vielen Pfade die eindrucksvolle Natur aus Mooren und Fichtenwäldern und genieße das raue Klima - nicht umsonst werden die Wetterverhältnisse hier mit denen auf Island verglichen. Du fühlst dich nicht fit genug für den Aufstieg zum Brockenplateau? Du kannst auch Schmalspur-Brockenbahn nutzen, um auf den Gipfel zu gelangen. Alle Infos findest du hier.

Der Brocken im Harz

Den Ausblick genießen von Schloss Wernigerode

Eine Fahrt nach Wernigerode lohnt sich doppelt: Das Städtchen hat nicht nur eine bildschöne Altstadt, sondern auch ein sehenswertes Schloss (Am Schloß 1, Wernigerode, www.schloss-wernigerode.de), von dem aus Du einen tollen Blick über den Ort, das Nordharz und bei klarem Wetter auf den Brockengipfel hast. Nur wenige Minuten dauert es, bis Du vom Markt aus den Stadtrand erreicht hast. Von dort aus kannst Du Dich an den kurzen Aufstieg zum neugotischen Schloss machen. Wenn Du zwischen Ostern und dem 6. November kommst, kannst du für 6 Euro Eintritt auch durch die fast 50 Räume streifen, die viel über den Lebensstil des Adels im 19. Jahrhundert verraten.

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Einen leckeren Baumkuchen genießen

Wenn Du wieder zurück im Ort bist, solltest Du unbedingt noch einen Abstecher zum Baumkuchen-Café_(Neustadter Ring 17,_ Wernigerode, _Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr, Sonntags & Feiertag von 12 bis 18 Uhr)_ machen. Hier kannst Du herausfinden, welche Variante des Harzer Traditionsgebäck - seit 1749 wird es in der Gegend hergestellt - Dir am besten schmeckt: Du kannst Dich durch Baumkuchen mit Überzug aus Zartbitter, Vollmilch, Nougat, weißer Schokolade und Fondant schlemmen oder mit Nougat, Marzipan oder Aprikose gefüllte Baumkuchen probieren. Wer wissen will, wie die Leckereien gefertigt werden: Jeden Freitag und Samstag findet von 14 bis 16 Uhr ein Schaubacken mit Verkostung statt.

Sich vom Naturwunder der Harzer Höhlen faszinieren lassen

Zar Peter I. besuchte sie und Johann Wolfgang von Goethe holte sich der Legende nach hier Inspirationen zu "Faust": Die Baumannshöhle zählte bereits seit 1646 zu den bekanntesten Attraktionen der Gegend. Aber auch die 1844 entdeckte Herrmannshöhle schrieb Geschichte: Hier wurden Knochen des Höhlenbären Ursus splaeus gefunden, der bereits seit 30.000 Jahren als ausgestorben gilt. Bei deiner Reise in den Harz solltest Du also auf jeden Fall einer der Rübeländer Tropfsteinhöhlen Deinen Besuch abstatten (Blankenburger Straße 35, Oberharz am Brocken, Eintrittspreis für einen Erwachsenen inkl. Führung: 8 Euro, Öffnungszeiten: siehe Webseite).

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Foto: Jan Reichel

Eine eigene Glaskugel blasen

Du wolltest schon immer mal eine eigene Glaskugel blasen? In der Glasmanufaktur Harzkristall_(Im Freien Felde 5, Derenburg, Öffnungszeiten: Januar bis März, 10 bis 17 Uhr, April bis Dezember 10 bis 18 Uhr__)_ kannst du das versuchen. Nachdem Du den Glasmachern beim Rundgang durch eine der wenigen, noch produzierenden Mundglashütten in Deutschland über die Schultern geschaut hast, darfst Du selbst Dein Geschick testen.

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Foto: harzkristall.de

Mehr über den Bergbau erfahren

Das Harz hat eine lange Bergbau-Tradition. Diese Geschichte lässt sich besonders gut hautnah erleben, wenn Du Dich aufs Rad schwingst und zum Beispiel diese 30 Kilometer lange Route abstrampelst - folge einfach immer der Beschilderung "Tour 2": Starte in Sangerhausen Richtung Lengefeld, Schon bald kommst Du an der riesigen Kupferbergbauhalde "Hohe Linde". Jetzt dürftest Du auch noch die Kraft haben, diese Halde hinaufzusteigen. Der Lohn für die Mühe: ein einzigartiger Ausblick!

Den bietet auch die Moltkewarte, einer der schönsten Aussichtstürme im ganzen Harzvorland, zu dem Du wenig später einen etwa 800 Meter weiten Abstecher machen kannst. Nach weiteren acht Kilometern passierst Du Langefeld und wenig später Morungen. Weiter geht's in nordöstliche Richtung nach Wettelrode. Etwa 500 Meter danach erreichst Du das Schaubergwerk (Lehde 17, Wettelrode, Öffnungszeiten: Juni bis August, Dienstag bis Sonntag 9.30 bis 17 Uhr, September bis Mai, Mittwoch bis Sonntag, 9.30 bis 17 Uhr). Für den Röhrigschacht mit seinem Kupferschieferbergbau solltest Du auf jeden Fall etwas Zeit einplanen.

Danach radelst Du nach Grillenberg mit seiner Grillenburg und dem Harzerlebnishof - hier ist auch ein Badestopp möglich, falls Du Abkühlung brauchst. Danach geht's übers Obersdorf nach Gonna und schließlich zurück nach Sangerhausen.

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Foto: Presse Sangerhausen

Geschichte atmen am Hexentanzplatz

Den Harz besuchen und den Hexentanzplatz nicht gesehen haben? Geht gar nicht! Schließlich ist das 454 m ü. NN gelegene Plateau hoch über dem Bodetal eine der Hauptattraktionen. Die Bodetal-Seilbahn (ab 4 Euro hin und zurück) bringt DIch von Thale aus hinauf zu dem altsächsischen Kultort, an dem angeblich in vorchristilicher Zeit vor allem in der Nacht zum 1. Mai Wald- und Berggöttinnen verehrt wurden.

Heute sieht man hier noch eines der ältesten Naturtheater Deutschlands, die im Jahr 1901 erbaute Walpurgishalle, die Überreste des Sachsenwalls (etwa 750 bis 450 v. Chr. errichtet), einen Tierpark und einen markanten Steinkreis aus Felsblöcken, den seit den 1990ern ein Teufel, eine Hexe und ein Dämon bevölkern. Wenn Du Geschwindigkeit liebst, kannst Du Deinen Adrenalinspiegel bei einer Fahrt mit dem bis zu 40 km/h schnellen Harzbob in die Höhe schießen lassen.

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