1. Bolschoi Theater - Ballett- und Opernvorstellungen auf Weltniveau

Natürlich ist das berühmte Bolschhoi Theater in Moskau kaum zu toppen, das Ende 2011 nach sechs Jahren Renovierung neu eröffnete. "Neben dem Mariinski Theater in St.Petersburg und der Pariser Oper verkörpert die Bolschoi-Kompanie für mich das höchste Level, das wir im Ballett finden können", schwärmt die Pressesprecherin des Bolshoi Theaters Katerina Novikova.

Doch die Karten sind häufig schnell ausverkauft. Wer einen Trip plant, sollte sich deshalb drei Monate vorher darum kümmern. Novikova erzählt, dass viele Touristen ausschließlich kommen, um den riesigen Kronleuchter im Hauptsaal zu bestaunen, der komplett mit Swarovskikristallen bestückt ist.

Tipp der Kulturliebhaberin: Neben den klassischen Meisterwerken wie "Der Nussknacker" oder "Schwanensee" werden auf einer kleineren Nebenbühne auch moderne, experimentelle Inszenierungen aufgeführt.

Kronleuchter im Bolschoi Theater in Moskau

2. Gogol Center - Modernes Extrem-Theater in schlichter Umgebung

Im Februar 2013 wurde das neu renovierte Gogol Center von dem Film- und Theaterregisseur Kirill Serebrennikov eröffnet. Der künstlerische Leiter präsentiert das Gogol als einen Ort für interdisziplinäre Kunst. Heißt: Hier vermischen sich Theater-, Musik- und Filmvorführungen mit Diskussionsrunden. Selbst Stücke von Lars von Trier waren zu Beginn auf der Bühne zu sehen.

"Ich mag die Atmosphäre hier sehr, denn das Gogol ist ein offener und moderner Ort", fasst es Katerina Novikova zusammen. Ziegelsteinwände, Betonsäulen und Spanplatten sorgen für den passenden Look in Raw-Optik.

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3. Großer Saal des Konservatoriums - Zu Besuch bei den weltbesten Orchestern

Wer wie Katerina auf anspruchsvolle, klassische Musik steht, sollte ihrem Tipp folgen und eine Vorstellung im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums besuchen - eine der berühmtesten Konzerthallen der Welt. "Meine erste Wahl. Ich versuche immer einen seitlichen Platz zu ergattern, um die Hände des Pianisten während des Spielens zu beobachten", verrät Katerina. Hier treten die besten Orchester, Solokünstler und Ensembles auf, und es finden regelmäßig internationale Festivals statt. Der Tschaikowski-Wettbewerb ist einer der weltweit bedeutendsten Musikwettbewerbe, der alle vier Jahre im großen Saal ausgetragen wird.

4. Tretjakow-Galerie - die berühmteste Sammlung russischer Kunst

Es ist nicht nur die berühmteste Sammlung, sondern auch die größte: Mehr als 100.000 Werke befinden sich in der Trejakow-Galerie in mehreren historischen Gebäuden in der Lawruschenski-Gasse, darunter auch Skulpturen und Ikonen, vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. "Man sollte sich jedes einzelne Gebäude anschauen, auch die Avantgarde-Kunst in der neuen Tretjakow-Galerie am Gorki-Park", empfiehlt Katerina.

Ein weiterer Tipp für alle, die sich gerne mit Zeitgenössischem beschäftigen: "Für außergewöhnliche Kunst empfehle ich das Garage, ein Museum für internationale Kunst von Darja Zhukova. Wer sich für Modernes interessiert, sollte außerdem im Art Strelka (Institut für Medien, Architektur und Design) und im Museum der Fotografie vorbeischauen."

Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz

5. Von Kreml bis Nowodewitschi Kloster - die imposantesten Sehenswürdigkeiten

Für Katerina Novikova ist der Besuch des Kremls ein Muss. Schließlich ist die prachtvoll eingemauerte Befestigungsanlage der Sitz des russischen Präsidenten: "Vor allem in den Kirchen in diesem Areal ist noch das alte Russland zu spüren." Ähnlich geht es ihr bei der Besichtigung des Neujungfrauenklosters Nowodewitschi, das nach dem Vorbild des Kremls errichtet wurde. Die goldenen Kuppeln dürfen auch hier nicht fehlen. Neben dem berühmten Roten Platz mit der Basilius-Kathedrale, das Wahrzeichen Moskaus, zählt Katerina das Tolstoi-Museum in Khamovniki auf: "Ein wunderschöner Ort, der nicht nur den Spirit Tolstois ausstrahlt, sondern auch die Vergangenheit aufleben lässt."

Der Kreml in Moskau

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