Dank seiner faszinierenden Natur ist Oberstdorf im Allgäu ein beliebtes Wanderrevier. Die Region eignet sich ebenso zum Klettern und Bergsteigen. Vielseitige Klettersteige warten auf passionierte Kletterer oder Anfänger. In Klettergärten können auch Kinder ihre Geschicklichkeit testen.

Kletterer und Wanderer können sich in Oberstdorf über eine ausgezeichnete Infrastruktur freuen. Es gibt etwa 60km zusammenhängende Höhenwege und Klettersteige. Mehrere Klettergärten sorgen für sportliche Herausforderungen in allen Schwierigkeitsgraden. Etwas Hochalpenerfahrung hat sich als vorteilhaft erwiesen, doch die Alpinschule Oberstdorf bietet auch für Anfänger Klettertouren an. Wer hier klettert braucht jedoch Trittsicherheit, Kondition und sollte schwindelfrei sein. Gutes, knöchelhohes Schuhwerk ist ein Muss. So ausgerüstet steht beeindruckenden Klettererfahrungen in den Allgäuer Alpen nichts im Wege. Die beste Zeit zum Klettern ist zwischen Juli und September, wenn der größte Teil des Schnees geschmolzen ist und viele Sonnentage zu erwarten sind.

Klettern in Oberstdorf: Alpine Touren mit traumhaften Panoramen

Selbst bei sportlichen Herausforderungen lohnt sich der Blick nach rechts und links. Die abwechslungsreichen Allgäuer Alpen sind immerhin das artenreichste Gebirge Deutschlands. Die üppige Vegetation ist das Ergebnis extremer Klima- und Wetterbedingungen. Auf der Spitze des Nebelhorns wartet ein gigantischer Ausblick auf 400 Alpengipfel. Eine der imposantesten Felsenschluchten Mitteleuropas ist die Breitachklamm. Das wildromantische Faltenbachtobel bei Oberstdorf ist nicht weniger faszinierend. Es bildet das Verbindungsstück zwischen der Erdinger Arena am östlichen von Oberstdorf und der Seealpe-Station der Nebelhornbahn.

Technik verbessern beim Klettern in Oberstdorfer Kletterparks

Der Kletterwald Söllereck auf 1.400m Höhe ist Deutschlands höchster Hochseilgarten und bequem mit der Söllereckbahn zu erreichen. Der abwechslungsreiche Abenteuerpark bietet sieben verschiedene Touren, immer mit spektakulären Ausblicken auf die umgebende Berglandschaft oder Oberstdorf. Der Kletterwald im Allgäu begeistert durch seine baumschonende Konstruktion mitten in einem Bergmischwald. Die Sicherheitssysteme SMART BELAY und Adventure Evolution System sorgen für besondere Sicherheit. Es gibt spielerisch ausgelegte Parcours für Kinder und anspruchsvolle Strecken für Erwachsene. Im Klettergarten Klingenbichl sind erfahrene Kletterer gut aufgehoben. Der Sandsteinklettergarten gehört zwar zum Gelände der Alpinschule Oberstdorf, doch auch einzelne Kletterer dürfen ihr Können hier verfeinern. Kletterfans müssen einen Helm benutzen und können 26 verschiedene Routen testen.

Klettern mit den Profis der Alpinschule Oberstdorf

Die Alpinschule bietet zum Klettern in Oberstdorf geführte Touren, Kurse und Ausbildungen im Gebirge an. Eine Klettersteig-Schnuppertour ist ebenso möglich wie eine mehrtägige Tour über den Grat. Die Klettersteigsafari mischt Erlebnistour und Ausbildung. Dabei begehen Teilnehmer die interessantesten Klettersteige der Allgäuer Alpen und lernen alles, was zum sicheren Begehen eines Klettersteigs notwendig ist. Diese Touren richten sich an sportlich ambitionierte Wanderer, die gerne einmal das vertikale Klettern erleben möchten. Sie eignen sich jedoch ebenso für erfahrene Klettersteigbezwinger, die sich konditionell und technisch verbessern möchten. Einer der längsten und anspruchsvollsten Klettersteige ist mit 5km der Hindelanger Klettersteig. Im wegelosen Gelände gibt es viele ungesicherte Passagen, sodass sich diese Strecke nur für erfahrene Kletterer eignet. Nach der Fahrt zum Nebelhorn wandert man bis zum Einstieg des Klettersteigs. Für die anspruchsvolle Grattour empfiehlt sich eine Übernachtung im Edmund-Probst-Haus. Dank dieser Pause kann man die beeindruckende Natur noch besser genießen.