Die großartige Natur Neuseelands ist inzwischen weltberühmt. Von den hohen Bergen der Southern Alps über die noch aktiven Vulkanzonen bis hin zu malerischen Küsten mit verzweigten Buchten, Inseln und Stränden bietet sich eine herrliche Kulisse für das Fallschirmspringen in Neuseeland. Es ist quasi Sightseeing für Adrenalinjunkies.

Neuseeland ist nicht nur das Land mit der wohl vielfältigsten Natur auf kleinstem Raum, sondern auch das Land der Outdoor-Enthusiasten und Extremsportler. Aus einem Flugzeug zu springen und im freien Fall der Erde entgegen zu rauschen, verursacht den größten Adrenalinkick. Den Freefall können auch Anfänger bei einem Tandemsprung zusammen mit ihrem Tandemmaster erleben, Fortgeschrittenere können auch alleine springen oder sich sogar ans Basejumping heranführen lassen. Grundsätzlich gibt es eine grandiose Aussicht über die abwechslungsreiche Landschaft Neuseelands dazu.

Neuseelands Vielfalt von oben erleben

Es gibt viele verschiedene Fallschirmsprung-Locations im Land der langen weißen Wolke und jede bietet einen besonderen Reiz. Am bekanntesten für jegliche Form des Extremsports und damit auch für das Fallschirmspringen in Neuseeland ist wohl Queenstown auf der Südinsel. Umgeben von den Southern Alps und an einem netten See gelegen ist die Kulisse hier atemberaubend. Während man also mit knapp 200km/h durch die Luft braust, kann man schneebedeckte Bergspitzen, türkise Bergseen und grünen Urwald bestaunen. Im Gegensatz zur Südinsel ist die Nordinsel beinahe flach, hier prägen die zum Teil noch aktiven Vulkane die Landschaft. Am Lake Taupo hat man die Vulkanregion des Tongariro National Parks im Blick. Schließlich gibt es noch die verschiedensten Möglichkeiten die Küste von oben zu bestaunen: So kann man über dem berühmten Abel Tasman National Park, über einem der Gletscher, die sich an der Westküste der Südinsel fast bis zum Meer hinunterziehen oder an der Bay of Islands auf der Nordinsel Fallschirmspringen. Es gibt sogar die Möglichkeit fallschirmspringend von der Nordinsel auf die Südinsel zu reisen: Man startet in Wellington, springt über der Cook Strait aus dem Flugzeug und genießt die Aussicht auf beide Inseln. Der Marlboro Sound ist schon vom Schiff aus ein Highlight, aus der Luft ergeben sich noch einmal ganz neue Blickwinkel.

Das Gefühl zu fliegen

Wer nun all seinen Mut zusammennimmt und sich dieses (manchmal im wahrsten Sinne des Wortes) atemberaubende Abenteuer gönnt, wird zunächst per Video in die Sicherheitsbestimmungen eingewiesen. Von geschultem Personal wird die Ausrüstung angepasst, die Tandemmaster sind erfahrene Springer. Es bietet sich an, fest zu verschnürende Schuhe zu tragen, sodass man nicht aus Versehen ein Schaf mit seiner Latsche trifft. Auch ein Zopf ist ab einer gewissen Haarlänge angenehmer als offene Haare. Mit Kappe und Schutzbrille ausgerüstet geht es dann in den Flieger. Der Tandemmaster übernimmt die letzten Einweisungen und man hat alle Zeit der Welt, die Landschaft aus der Luft zu betrachten - wenn man nicht durch seinen eigenen rasenden Herzschlag abgelenkt ist. Schnell ist man auf der gewünschten Höhe. (Beim Fallschirmspringen in Neuseeland werden meist verschiedene Höhen angeboten, dabei steigt oft der Preis mit der Höhe. Dafür hat man natürlich bei einer größeren Höhe auch einen längeren Freifall.) Der Tandemmaster hat sich längst sicher an seinem Passagier eingeklinkt und lässt sich aus dem Flugzeug fallen. Die an ihm vorbei rauschende Luft verschluckt den Schrei des Anfängers, aber nach dem ersten kurzen Adrenalinschub stabilisiert sich der Fall und man kommt in den Genuss zu fliegen! Die sich spätestens nach der Landung im ganzen Körper ausbreitenden Glückshormone wird man noch Tage später spüren - und mit einem der vielen angebotenen Videopakete, in denen der eigene Sprung festgehalten wird, lässt sich das Gefühl auch lange Zeit nach der Reise in Erinnerung rufen.